Macht euch ready für einen Marathon

Global Rockstar Musik Crowdinvesting für Künstler und Investoren

Stellen Sie sich und das Startup Global Rockstar kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Christof Straub, und ich bin seit über 25 Jahren im Musikgeschäft tätig: Zunächst als Künstler und Songwriter mit meiner Band Papermoon (Doppelplatin für Debut „Tell me a Poem“ in 1993), in weiterer Folge als Musikproduzent und Label-Betreiber (zB ZOË, Gold für Album „Debut). Seit 2008 habe ich Online-Plattformen zur Unterstützung von Nachwuchskünstlern ins Leben gerufen. Zunächst Teenage Rockstar (in Kooperation mit Disney und Super RTL) und dann Global Rockstar. Von 2014-2017 haben wir auf Global Rockstar den weltgrößten Online-Music-Contest mit Teilnehmern aus über 180 Ländern durchgeführt. Seit 2017 haben wir unser Modell umgebaut und eine Musik-Crowdinvesting-Plattform geschaffen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich war immer schon gerne unabhängig, und war fasziniert von den Möglichkeiten die die digitale Revolution hervorgebracht hat. Mein Antrieb war, ein Business zu revolutionieren, dass über Jahrzehnte von 4 großen Playern (Major Companies Universal, Sony, Warner, BMG) bestimmt war, die quasi eine Monopolstellung hatten. Mir war bewusst dass sich durch Digitalisierung völlig neue Möglichkeiten eröffnen, um die Industrie zum Vorteil von Künstlern zu verändern. Diesen Weg verfolge ich bis heute.

Welche Vision steckt hinter Global Rockstar?

Wir bieten Fans die Möglichkeit in neue Tracks ihrer Lieblings-Künstler zu investieren, um dann an den Einnahmen aus digitaler Verwertung (Streams & Downloads) und Synch-Rechten (zB TV-Werbung, Film) zu partizipieren. Dadurch wird ein revolutionäres neues Modell für die Finanzierung von Musikproduktionen und deren Marketing geschaffen, und die Künstler können höhere Beteiligungen an den Umsätzen erhalten als in jedem vergleichbaren Modell. Unsere Vision ist die Effizienz aller Prozesse des Musik-Business durch Digitalisierung und Automation zu steigern um das Künstler-freundlichste Musiklabel der Welt zu werden. Künstler und Musik-Investoren sollen durch die Steigerung der Effizienz finanziell profitieren und faire Beteiligungen erhalten (In Major company Verträgen erhalten Künstler 4-10% der Erlöse aus ihren Tracks, bei uns sind es 40-60%). Gleichzeitig bleiben Künstler frei und erhalten einen professionellen Label-Partner der ihre Tracks vermarktet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben 2014 – 2016 größere funding Runden durchgeführt. Die größte Herausforderung war, unser Modell von Contests auf Crowdinvesting umzustellen. Nachdem unser erstes Modell sich als nicht tragfähig herausgestellt hat, mussten wir drastische Maßnahmen ergreifen um das Unternehmen nicht zu gefährden (maximale Team-Reduktion etc). Im Grunde musst ich quasi im Alleingang von 2017-2019 die Umstrukturierung durchführen. Das geht manchmal ziemlich an die Limits, da es sich doch um ein hochkomplexes three-sided Business Modell handelt (1.Künstler, 2.Musikinvestoren, 3.Musikkonsumenten).

Wer ist die Zielgruppe von Global Rockstar?

Künstler: 17-29 Jahre. Talente die in der Lage sind Musik zu schreiben, zu performen und zu produzieren die in internationalen Charts, Radio und Streaming-Playlists mit den weltbesten konkurrieren kann. Wir suchen kommerzielle Musik aus allen Genres, fokussieren allerdings auf modernen Pop-Sound auf EDM-Basis.

Investoren: Musikfans die ein „Stück“ ihres Lieblings-Künstlers besitzen wollen und Menschen die an Investitionsmöglichkeiten mit atemberaubendem Profit-Potential interessiert sind. Laut aktueller Erfahrungen sind unsere Musik-Investoren im Alter von 35+.

Wie funktioniert Global Rockstar? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ausgewählte Künstler erstellen auf globalrockstar.com Projekte mit neuen und unveröffentlichten Musikaufnahmen. Musikfans können dann in jenen Track investieren, dem sie das größte Potential zurechnen, ein Hit zu werden. 

Wird ein Projekt innerhalb der festgelegten Zeitdauer erfolgreich finanziert, dann:

wird das gesammelte Geld für Produktion und Marketing verwendet

vertreibt und vermarktet das Global Rockstar-Musiklabel den Track weltweit digital

erhalten Künstler und Musik-Investoren Tantiemen aus der kommerziellen Verwertung der Masterrechte (von jedem Stream und Download sowie von Erlösen der Synchronisierungsrechte) für bis zu 70 Jahre.

Andere Anbieter: Aktuell haben 3 Anbieter begonnen unser Modell nachzuahmen. Nur einer davon hat bisher Erfahrung mit Live-Projekten gesammelt. Die 2 übrigen sind noch im Konzept-Status.

Vor allem unterscheiden wir uns aktuell durch unsere Vorsprung.

Global Rockstar, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir fünf Welthits entdeckt und herausgebracht haben. Wir wollen dann als Anlaufstelle Nummer 1 für junge unabhängige Künstler sein und ihnen die fairsten Konditionen am Markt bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.Testet euer Konzept mit einem minimal viable product so schnell wie möglich in der Realität an Euren geplanten Zielgruppen. Es kommt in der Realität beinahe immer zu anderen Erkenntnissen als zunächst gedacht.

2.Macht euch ready für einen Marathon. Ich 99% der Fällen kommt alles anders als man zunächst annimmt.

3.Bleibt flexibel und fokussiert immer nur auf die Lösung, nie auf das Problem. Denn jeder Rückschlag hat auch eine gute Seite.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christof Straub für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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