Seien Sie sich bewusst, was die Konkurrenz macht, aber nicht darauf fixiert!

Zuper: Alle deine Finanzbewegungen auf einen Blick

Stellen Sie sich und das Startup Zuper doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Alexey Rubtsov und ich habe das Fintech-Startup Zuper gemeinsam mit meinem Team aus Finanz- und Technologieexperten 2016 in München gegründet. Unser Ziel ist es, der Nummer-1-Finanzratgeber zu werden.

Mit unserer App haben wir die Antwort für alles entwickelt, was langweilig, zeitintensiv und gleichzeitig verwirrend ist, wenn es zu den eigenen Finanz- und Geldmanagement-Bedürfnissen kommt. Es ist ein Werkzeug, dass dem Nutzer dabei hilft Geld zu sparen, seine Ausgaben besser zu verstehen und dadurch insgesamt die eigene finanzielle Gesundheit zu verbessern sowie ein ganzheitliches Verständnis für seine Finanzgewohnheiten zu entwickeln.

Die Zuper-App ist perfekt für jeden mit mehr als einem Bankkonto, denn so hat der Nutzer einen Überblick über alle seine Finanzbewegungen auf einen Blick. Mit personalisierten Informationen, Finanzberatungen, Tipps und exklusiven Sparmöglichkeiten basierend auf dem Ein- und Ausgabenverhalten wird das Angebot abgerundet.

Wie ist die Idee zu Zuper entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir haben Zuper gegründet, weil wir so viele Menschen sehen, die von Banken enttäuscht aber zurückgewiesen werden und wir sind davon überzeugt, dass es Zeit für einen Wechsel in der gesamten Finanzindustrie ist.

Ich würde sagen, dass die meisten Menschen lieber ein Katzenvideo auf Ihrem Smartphone angucken, als auch nur fünf Minuten lang darüber nachzudenken, wie viel Geld sie in diesem Monat bisher ausgegeben haben und wie sie sich in Zukunft finanziell stärker aufstellen können.

Mit dieser Annahme im Hinterkopf haben wir die Zuper-App entwickelt, um eine alles-in-einem Geldmanagement-Plattform anzubieten, mit welcher dem Nutzer seine Ausgaben stets visualisiert werden, er über Finanzen aufgeklärt wird und über wichtige finanzielle Möglichkeiten. Es gibt wirklich keinen Grund dafür, warum der Ausbau des persönlichen Wohlstandes nicht genauso interessant sein sollte wie ein Katzenvideo.

Wir sind ein Gründerteam aus Finanz- und Unternehmensexperten, erfahrenen Geschäftsleuten und passionierten Datenanalysten: Unsere CPO ist Leitha Matz, unser COO Julian Sametinger und unser CTO Marko Andjelkovic. Gemeinsam ergänzen wir uns optimal, können den Markt sehr gut einschätzen und sind von dem Erfolg unseres Unternehmens überzeugt.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Geld ist ein sehr sensibles Thema heutzutage. Es gibt große Unterschiede in Punkto Wahrnehmung von Finanziellem in unterschiedlichen Ländern. Wir alle wissen, wie schnell und einfach es ist, Geld auszugeben – speziell mit Kreditkarten, welche Finanzen in einen quasi virtuellen Prozess transformiert haben. Dabei ist es viel zu einfach, die Kontrolle und den Überblick darüber zu verlieren, was auf unseren Bankkonten so passiert. Das Ergebnis ist, dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist. Zuper hilft seinem Nutzer dabei, diesen Überblick nicht zu verlieren, seine Sparkapazitäten zu entdecken und insgesamt die finanzielle Gesundheit zu verbessern.

Mit dem Deutschland-Launch haben wir uns einem sehr sensiblen und vorsichtigen Markt zugewendet, was Finanzen und Daten angeht. Aber es gibt auch ein unglaublich großes Potential hier, um das Leben der Menschen zu verbessern. Dieses, kombiniert mit dem rasanten Anstieg der Smartphone-Nutzung generell und unserem Erfolg steht nichts mehr im Wege. Wir sind davon überzeugt, einen wichtigen Unterschied machen zu können.

Was ist Ihre Zielgruppe?
Der klassische Zuper-Nutzer hat ein Mobiltelefon, in den meisten Bereichen seines Lebens nutzt er Apps und hat ein entsprechend großes Vertrauen in die Technologie- und Online-Welt. Es sind junge und ambitionierte Geschäftsleute; es sind junge Universitätsabsolventen, die in ihrem Job ankommen und mit dem ersten Geld erst einmal umgehen lernen müssen; es sind Menschen mit mehreren Konten für verschiedene Dinge, die den Überblick nicht verlieren wollen; es sind junge Familien, die ihre Ausgaben akribisch planen müssen und es ist der so genannte young urban millenial, der sich in der heutigen digitalen Welt bewegt und zu Hause fühlt.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Startups?
Meiner Meinung nach konzentrieren sich die wenigsten Unternehmen auf dem Markt auf die wirklichen Bedürfnisse des Alltags – und genau das tun wir. Die ersten Entwicklungsstadien der App ähneln zwar anderen Unternehmen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell. Doch würde ich sagen, dass niemand sonst auf dem Marktplatz sich wirklich auf den Alltag konzentriert. Wir arbeiten daran, unser Produkt mit einem System der deterministischen Datenmodellierung für vorgenehmigte Kreditvergabe und AI-getriebene Personalisierung von den anderen zu unterscheiden. Auf die gleiche Art und Weise, wie Fitness-Apps ihren Nutzern dabei helfen, körperlich fitter zu werden, kann Zuper seinen Nutzern helfen, finanziell stärker zu werden.

Können Sie Ihren typischen Arbeitstag beschreiben?
Wir arbeiten im Grunde alle von woanders – sogar in unterschiedlichen Zeitzonen. Unser Arbeitstag beginnt also online auf Slack. Ich bin meistens unterwegs oder treffe mich mit potenziellen Investoren. Der Rest des Teams ist jedoch auf einen jeweils zweiwöchigen Sprintprozess ausgerichtet. Im Fokus unserer Arbeit steht, dass wir auf das Feedback unserer Nutzer hören, um unsere App stets verbessern zu können.

Wo sehen Sie sich und Ihr Startup Zuper in fünf Jahren?
Ich glaube nicht, dass man als so junges Unternehmen schon präzise vorhersagen kann, was in fünf Jahren passiert. Ich sehe einen aufregenden und blühenden Markt mit großen Chancen im Bereich Retail-Banking in Deutschland und weit darüber hinaus. Außerdem passiert auch gerade auf europäischer Ebene sehr viel im Bereich Fintech. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise hingeht.

Wir planen bereits unsere Expansion in andere europäische Länder, aber alleine der deutsche Privatkundenbereich im Bereich Banking beläuft sich auf etwa 68,3 Milliarden Euro. Ich denke, dass die Weltfinanzlandschaft sich in den nächsten fünf Jahren stark ändern wird. Das Bankwesen wird nicht nur ein Zahlungs- oder Darlehensinstrument sein, sondern vielmehr ein Werkzeug, das auf die individuellen Bedürfnisse und Gewohnheiten der Nutzer eingeht. Die Bank wird zum persönlichen Organisator und Finanznavigator – der stets die besten Angebote und Finanzprodukte für einen findet und dabei unterstützt, aus den eigenen Ressourcen das Beste zu machen.

Heute in zehn Jahren wird Zuper hoffentlich in Europa und auch Übersee expandiert haben. Unsere App wird eine von denen sein, die man morgens beim ersten Frühstück neben Facebook, den Morgennachrichten oder der Wetter-App kontrolliert.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Startup-Gründern mit auf den Weg geben?
1. Das richtige Team ist sehr wichtig. Lagern Sie keine geschäftskritischen Aktivitäten aus. Vertrauen Sie Ihren Kollegen und diskutieren Sie relevante Themen stets offen mit Ihnen.
2. Behalten Sie täglich die kleinen Details im Auge: Downloads, Aktivierungen und Retention-Metriken. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit aber vor allem auch auf die langfristigen Trends.
3. Seien Sie sich bewusst, was die Konkurrenz macht, aber nicht darauf fixiert. Treffen Sie Entscheidungen und gehen Sie Ihren Zielen entgegen, bleiben Sie aber flexibel, wie Sie diesen Weg gehen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexey Rubtsov für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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