Veränderung ist eine Chance, keine Bedrohung

Ein Appell, unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen 

Die Verunsicherung der deutschen Bevölkerung war lange nicht mehr so groß wie in diesen Tagen. Mit Blick auf die kriselnde Automobilindustrie scheinen der Wohlstand und die Zukunft der Wirtschaft unseres Landes nicht mehr sicher zu sein. Doch wir sollten nicht den Glauben an die weitere ökonomische Entwicklung verlieren. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass es in unserer Hand liegt, wie es mit der Wirtschaft in unserem Land weiter geht. Es macht keinen Sinn, die Bevölkerung durch düstere Zukunftsszenarien in Angst zu versetzen. Vielmehr gilt es sie zu ermutigen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. 

In Deutschland erfunden, woanders verkauft 

Unsere exzellent ausgebildeten Fachkräfte und Ingenieure sind dank ihrem Know-how und ihrer Erfahrung seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt gefragt. Die Qualität deutscher Maschinenbauer sucht nach wie vor ihres gleichen. Doch viel zu oft gelingt es nicht, Wissen zu Geld zu machen und Ideen erfolgreich aus Deutschland heraus zu vermarkten. Ein gutes Beispiel ist die weltbekannte MP3-Technologie. Sie wurde zwar in Deutschland entwickelt, das große Geschäft machten jedoch amerikanische uns asiatische Firmen. 

Die größte Herausforderung besteht darin, die Mitarbeiter und die Gesellschaft zu überzeugen, Veränderungen in vielen Branchen als Chance und nicht als Bedrohung anzusehen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, warum wir handeln, ohne dabei emotional zu werden. Es ist unsere Aufgabe, die Branchen, die vom Markt verschwinden, durch neue zu ersetzen. Nur so können wir Arbeitsplätze und Wohlstand sichern. Wer erfolgreich sein möchte, darf den Anfang nicht verschlafen. Neue Entwicklungen schreiten so rasend voran, dass es unmöglich sein wird, die Vorreiter einzuholen. 

Schritt für Schritt zur Erfolgsformel 

Auch wenn wir es uns insgeheim wünschen, ein Patentrezept für den Erfolg gibt es trotzdem nicht. Das haben auch die Alchemisten des Altertums lernen müssen, die sich vergeblich an der Goldsynthese versuchten. Heute weiß jeder, dass dieser Versuch gescheitert ist, dennoch können wir vom Misserfolg der Alchemisten viel lernen. Der Zusammenhang zwischen Alchemie und heutiger Innovationskultur scheint auf den ersten Blick nicht groß zu sein. Bei genauerer Betrachtung sind sich beide Themen jedoch umso ähnlicher. So wie Alchemisten früher Gold herstellen wollten, sind es heute Gründer und Unternehmer, die auf der Suche nach einer Formel für echte Innovationen sind. Doch in Zeiten in denen sich Märkte und Rahmenbedingungen schneller wandeln als je zuvor, ist dies leichter gesagt als getan. Früher wie heute hält das einen wahren Alchemisten aber nicht davon ab, seine eigene, perfekte Formel zu entwickeln. 

Eine Formel mit unterschätzten Variablen 

Kurzgesagt ist die „Formel für Innovationen“ meist gleich. Dennoch kommt es auf die richtige Dosierung einiger Variablen an, damit die Basisformel zur perfekten Grundlage für unternehmerischen Erfolg wird. Einige dieser Variablen erhalten von so manchem Unternehmen allerdings viel zu wenig Aufmerksamkeit. Deshalb ist es diesen Firmen während ihrer Suche nach der nächsten Innovation gar nicht erst möglich, das gesamte Potenzial zu entfalten. 

Wer im Verdrängungswettbewerb bestehen will, darf nicht vergessen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Denn das Interesse an anderen Menschen ist nach wie vor die ehrlichste Form von Anerkennung und Respekt. Aus diesem Grund, sollte das auch das Zentrum für die Entwicklung neuer Produkte oder Services sein. 

In vielen Betrieben herrscht zudem häufig noch der Trugschluss, dass nur Fachexperten durch ihren thematischen Tiefgang Innovationen hervorbringen könnten. Heute ist dieser Gedanke allerdings veraltet. Denn das größte Potenzial für großartige Ideen liegt in der Kombination von vorhandenem Wissen verschiedener Fachrichtungen. Vielfältige Kompetenzen vereint in einem Team sorgen für die entscheidenden Impulse. Bereits in der Vergangenheit hat die Fähigkeit über den Tellerrand schauen zu können und sich von anderen Fachgebieten inspirieren zu lassen für einige Innovationen gesorgt. Haben Sie etwa gewusst, dass das Gewinde einer Glühbirne dem Schraubverschluss von Trinkflaschen nachempfunden wurde? 

Wer Kernkompetenzen, Kompetenzvielfalt und Nutzerzentrierung mit den richtigen Rahmenbedingungen betreffend Fehlerkultur und vertrauensvollem Umgang gegenüber Mitarbeiten zusammenbringt, kann die Innovationskraft schlagartig potenzieren. 

Menschen, die bereit sind, die Welt zu verändern 

Die Lage in der deutschen Wirtschaft ist angespannt. Trotzdem gibt es sie in unserem Land: Mutige Menschen und Unternehmer, die unsere Gesellschaft voranbringen und verändern wollen. Wie das im Jahr 2020 auf der einen Seite durch Apps und Software, sowie auf der anderen Seite bei „offline“- Produkten möglich ist, zeige ich im „Innovation Alchemist“ Podcast. Dort werde ich mit meinen Gästen, Unternehmensvertretern und innovativen Menschen aus Deutschland, über ihre individuelle Erfolgsformel sprechen. Mein Ziel ist es, den Zuhörern neben exklusiven Einblicken in Unternehmen auch motivierende Impulse zu geben, die zum Nachdenken anregen. 

Alle Folgen des „Innovation Alchemist“ finden Sie auf der Webseite des Podcasts sowie auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer und Soundcloud. 

Autor:

Felix Kranert ist seit über zehn Jahren im Bereich Industrie 4.0 und Digitalisierung bei einem führenden Technologiekonzern tätig. Aus eigener Erfahrung weiß er, was permanenter Innovationsdruck bedeutet. In seinen Beiträgen gibt er diese Erfahrung weiter und zeigt, wie Unternehmen die „Formel für Innovationen“ für eine eigene starke Innovationskultur nutzen können. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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