Sucht vor dem Start das Gespräch mit wirklich erfahrenen, guten Leuten

zirb. bringt den Duft von frischem Zirbenholz in den Raum

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen zirb. doch kurz unseren Lesern vor!
Kurz zu mir:Name: Benedikt Handler Rolle bei zirb. Erfinder, Mitgründer, notorischer Optimist.
Warum Startup? –Die Leidenschaft etwas zu erschaffen, selbst die Verantwortung zu akzeptieren und den Puls des Erfolges und der Niederlagen zu spüren, bedeuten für mich echtes Unternehmertum.

zirb.
Unser Ziel ist es das Lebensgefühl der Tiroler Berge zu unseren Kunden nach Hause zu bringen. Damit wollen wir die Natur und ihre gesundheitsaktiven Eigenschaften wieder mehr in unsere vier Wände zurückbringen. Mittlerweile sind wir Innovationsführer bei Produkten aus Zirbenholz welche die Qualität der Raumluft verbessern. Sie helfen nachweislich bei Regeneration nach Sport und Stress, bei Schlafproblemen sowie bei Gestank & schlechter Luft.

Wie ist die Idee zu zirb. entstanden?
Bei meiner Bergwanderführerausbildung hörte ich von einer Biologin den Satz: „Zirbenduft führt zu einer schnelleren Regeneration nach Belastung und verbessert die Schlafqualität“. Das hat mich dann irgendwie nicht mehr losgelassen. Ich bin sicher, dass es vielen bereits einmal ähnlich ergangen ist. Alles beginnt mit einer simplen Idee, oft entpuppt sie sich später wieder als Hirngespinst; aber manche Ideen brennen sich so tief ein dass man es unbedingt versuchen will. Das war der Ursprung von zirb.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Herausforderungen gibt es täglich und viele, vom organisatorischen Behördenmarathon bei der Gründung bis hin zur Finanzierung. Doch das sind meistens Herausforderungen für die es eine Art Rezept gibt. Diese Dinge haben schon viele gemeistert und wenn man sich hier an das „Rezept“ hält, dann sind diese Probleme auch zu Meistern. Ganz persönlich empfinde ich aber meine 3 Kernherausforderungen weniger organisatorischer Natur, sondern eher im Bereich Leadership. Damit meine ich Leadership gegenüber mir selbst und auch gegenüber dem gesamten Team.

1. Leistung braucht auf lange Sicht nicht nur Disziplin sondern ebenso Erholung. Wenn man sich so für eine Sache begeistert, ist es ist nicht einfach abzuschalten. Ich fühle mich verantwortlich für die Idee und das gesamte Team, was mir diese Balance zwischen Leistung und Erholung zur Herausforderung macht.

2. Am Anfang trägt sich das System von selbst. Jeder macht sein Ding mit vollem Elan. Kreativität und Pragmatismus sind hier die bestimmenden Faktoren und das gesamte Team ist absolut von der Leidenschaft für das Konzept oder eben der Vision getragen. Es kommt dann aber irgendwann der Punkt wo sich eine motivierende Idee in tatsächliche Substanz verwandeln muss die sich im Wettbewerb langfristig selbst zu tragen im Stande ist. Mit effektiven Strukturen und Prozessen sowie fairen Löhnen. Dabei nicht in die Falle der Überorganisation zu tappen, die Agilität und Freiheit der Anfangsphase zu erhalten und die Anfangsmotivation eines jeden Einzelnen im Team in ein Verantwortungsbewusstsein für den gemeinsamen Erfolg zu transformieren ist alles andere als einfach. Hier glaube ich, dass sehr viele Jungunternehmen scheitern. Denn genau hier muss man sich selbst und das Konzept sehr kritisch hinterfragen und bereit sein unbequeme Veränderungen zu machen und notweniges dazuzulernen.

Wer ist die Zielgruppe von zirb.?
Grundsätzlich alle diejenigen die eines der folgenden Probleme lösen oder einfach nur eine außergewöhnliche Raumatmosphäre schaffen wollen:
Schlafprobleme
Regeneration nach Stress und Belastung
Schlechte, trockene Luft und Gestank
Die Einsatzmöglichkeiten finden sich daher nicht nur bei Privatkunden sondern auch bei Ärtzen im Wartezimmer, in Fitnessstudios, Hotels oder auch in Meetingräumen und Büros.

Wie funktioniert zirb.? Wo liegen die Vorteile für Nutzer?
Der unhörbare Lüfter saugt die Luft in das Innere des Raumlüfters. Dort wird die Luft an der Wasseroberfläche verwirbelt und nimmt Feuchtigkeit auf. Danach wird der Luftstrom durch die zirb.Locken bewegt, was die Luft filtert sowie Schadstoffe und schlechte Gerüche reduziert. Hier wird der Zirbenduft abgegeben. Für zusätzliche Duftkraft sorgen die patentierten „zirb.Öl“ Duftabgabeflacons gefüllt mit 100 % naturreinem BIO Zirbenöl aus Tiroler Produktion. Hier können je nach Modell zwischen 1 und 4 Flacons genutzt werden.

Wir empfehlen die zirb.Locken und die Ölflacons für eine konstante Leistung ca. 4 mal pro Jahr auszutauschen. Der Vorteil liegt darin, dass unsere Geräte designerisch überall hinpassen und durch die günstige Tauschmöglichkeit der zirb.Locken und des zirb.Öls über viele Jahre konstant funktionieren. Im Verhältnis zu anderen Produkten die den Nutzen und die gesundheitsrelevanten Eigenschaften des Zirbendufts in den Raum bringen (z.B. ein Zirbenbett) sind unsere Raumlüfter bei gleicher bis besserer Leistung deutlich günstiger.

Wo kann man die Produkte kaufen und welche Varianten bieten Sie an?
Unsere Kunden können sich unter www.zirb.at alle relevanten Informationen holen, sich beraten lassen und auch direkt die Produkte bestellen. Hier findet man auch eine gute Entscheidungshilfe, welche der drei Modellgrößen für die eigenen Erfordernisse und die Raumgröße passt. Wir versenden innerhalb weniger Tage was für viele auch ein Pluspunkt ist.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Nun das war eigentlich garnicht abgesprochen. Carl hat uns hier heimlich still und leise angemeldet und irgenwann meinte Carl dann: „Jungs wir sind dabei“, und da haben wir uns natürlich gefreut, da so ein Format natürlich sehr attraktiv ist, um ein eher komplexeres Produkt wie das unsere einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Wir haben uns sehr genau überlegt welche Ziele wir damit verfolgen und wie wir diese Chance am besten Nutzen können. Da man im Vorhinein aber nicht genau weiß wie die Abläufe hinter den Kulissen sind kann man sich aber nur begrenzt vorbereiten. Deshalb haben wir uns dann einfach vorgenommen unser Ding so gut es geht zu machen und es einfach zu genießen.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Natürlich ist es schon eine gewisse Ehre aus so vielen Bewerbern ausgewählt zu werden und das hat uns auch sehr gefreut und nochmals einen ordentlichen Motivationsschub gegeben. Von der Show erhoffen wir uns eine gute Öffentlichkeitswirksamkeit und damit weitere Kunden zu finden und Partner für den Vertrieb und andere Synergien auf uns Aufmerksam zu machen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup-Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf den zirb. aufmerksam werden?
Der Effekt ist natürlich vor der Show schwer abzuschätzen, aber Aufmerksamkeit ist in jeder Hinsicht positiv und je mehr Menschen wir mit unserer Idee erreichen können umso besser. Wir sind hier sehr gespannt und freuen uns über alles was danach kommt.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren haben Sie im Fokus?
Wir sind mit unseren Produkten sicher kein „high risk high yield Konzept“ das ultraschnell wachsen kann und dann bei einem Exit viel Geld bringt wie man es aus der Digitalen Welt oft kennt. Dafür aber auch mit weniger Risiko behaftet, da wir bereits einen guten Kundenstock entwickeln konnten. Daher suche wir eher nach einem Partner/Investor der mittel- bis langfristige Interessen verfolgt und im physischen Bereich gut verwurzelt ist was Herrn Haslsteiner oder Herrn Hillinger ein wenig weiter ins Interessenfeld bringt als die anderen. Parallel zum potentiellen Investment sollte man natürlich auch noch die Werbewirksamkeit als mögliches Ziel herausstreichen.

zirb., wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Kernkompetenz liegt darin den Nutzen des Zirbenholzes auf die effektivste Weise in einem Produkt zu verpacken. Demnach sehen wir uns in fünf Jahren als Marktführer in diesem Bereich und setzen dabei aus Überzeugung auf Produktqualität und Funktionalität. Denn gerade wegen der Renaissance die das Zirbenholz momentan erlebt, sind sehr viele Billigprodukte am Markt die hinsichtlich ihrer Duftentwicklung nur sehr kurz und wenig bis überhaupt nicht funktionieren.

Daneben arbeiten wir auch noch an zwei weiteren Konzepten, welche die gesundheitlichen und funktionellen Eigenschaften des Zirbenholzes von einer völlig neuen Seite andenken und wohl auch außerhalb des Segments welches dem Thema Zirbe nahesteht enormes Potential hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sucht vor dem Start das Gespräch mit wirklich erfahrenen, guten Leuten. Es gibt nur wenige die einem die Bitte um ein kurzes Gespräch ausschlagen würden. Gesteht euch ein dass man selbst niemals alles weiß, viel zu Lernen ist und eine Idee nur so gut ist, wie ihre Umsetzung.

Holt euch in den wichtigen Bereichen (damit meine jene Bereiche die für den Unternehmenserfolg/Misserfolg entscheidend sind) in denen ihr selbst keine absoluten Profis seid jemanden der ein absoluter Profi ist.

Haltet das Risiko gering und testet eure grundlegenden Hypothesen des Geschäftsmodells so schnell und günstig wie möglich. z.B. „Menschen würden für mein Produkt Geld ausgeben“ Versucht erstmal ein paar Prototypen zu verkaufen und lernt aus dem Feedback bevor ihr in Serie geht. So erkennt man Denkfehler früher.

Bild © PULS 4 / Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Benedikt Handler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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