ZipJet die Wäscherevolution: Mehr Zeit für Familie und Freizeit

ZipJet wäscht die Wäsche, reinigt Sie und bringt Sie an den gewünschten Ort

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ZipJet doch kurz vor!
Mein Name ist Florian Färber und ich habe das Unternehmen ZipJet gemeinsam mit meinem Co-Founder Lorenzo Franzi im Jahre 2014 gegründet.
ZipJet ist ein mobiler Wäsche- und Reinigungsservice, der über eine App für das Handy oder die Website buchbar ist. Neben dem üblichen Reinigungsservice bieten wir zusätzlich auch eine chemische Reinigung sowie das Waschen und Falten von Kleidungsstücken an. Das besondere dabei: Wir holen die Wäsche an einem vom Kunden festgelegten Ort ab und liefern sie auch wieder dorthin. Das können die heimischen vier Wände sein, aber auch das Büro, in welchem wir alle unter der Woche wohl sowieso den größten Teil des Tages verbringen.
Wir sind ein Unternehmen von Rocket Internet, indes mit mehr als 50 festen Mitarbeitern. Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, die Welt des Waschens und Reinigens zu revolutionieren, die Kunden von lästiger Hausarbeit zu befreien und ihnen somit mehr Freizeit zu schenken.

Wie ist die Idee zu ZipJet entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Lorenzo und ich waren beide vor der ZipJet Gründung als Berater bei großen Consulting-Unternehmen tätig. Bei langen Arbeitszeiten und vielen Dienstreisen war es oft schwierig, den eigenen Terminkalender an die eingeschränkten Öffnungszeiten der lokalen Reinigungsdienstleister anzupassen. Auch unsere Bügelfähigkeiten sind zugegebenermaßen eher bescheiden. Und damit standen wir nicht alleine dar, denn auch viele unserer Kollegen waren mit den gleichen Problemen konfrontiert. Und das war im Grunde die Geburtstunde der Überzeugung, dass die Welt einen mobilen Reinigungsservice benötigt. Darüber hinaus spielt sich heutzutage im Grunde fast alles online ab: Bücher kaufen, Essen bestellen, Filme ansehen oder Arzttermine vereinbaren. Wir fragten uns also, warum man seine Kleidung noch selbst durch die Stadt zur Reinigung schleppen sollte.
Bei der Gründung bekamen wir viel Unterstützung durch Rocket Internet, sodass Lorenzo und ich 2013 endlich unseren Traum verwirklichen konnten: ZipJet war geboren!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Unsere größte Herausforderung ist es, bei hoher Geschwindigkeit und stetem Investorendruck die wesentlichen Dinge im Auge zu behalten. Gleichzeitig wollten und wollen wir ein Unternehmen aufbauen, für welches die Menschen gerne arbeiten – und das vom Marketingwerkstudenten bis hin zum Fahrer. Denn jeder einzelne macht uns zu dem was wir sind und leistet seinen Beitrag zum Erfolg unserer Unternehmens.
Davon abgesehen gibt es jeden Tag weitere kleine Hürden zu bewältigen: Stau auf der Leipziger Straße, Straßensperrungen wegen einer Laufveranstaltung oder ein den Verkehr lahmlehnender Unfall. Mit all diesen Dingen umzugehen und dabei immer noch pünktlich bei unseren Kunden anzukommen, das hält uns tagtäglich auf Trapp und macht unseren Job so spannend sowie abwechslungsreich!

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Am Anfang hieß es noch: Lorenzo und ich gegen die Welt. Nach nur 1,5 Jahren hat sich unser 2-Mann-Unternehmen in eine Wäscherevolution entwickelt, die über 50 Mitarbeiter an den Standorten London und Berlin beschäftigt. Gerade haben wir ein weiteres Büro in Paris eröffnet und sind schon sehr gespannt, wie das Produkt dort angenommen wird. Natürlich planen wir auch in weitere europäische Hauptstädte zu expandieren. Bis heute haben wir schon etwa 25.000 Kunden gewonnen und wachsen jeden Monat um die 15%. Darauf sind wir wirklich sehr stolz und ich bin sehr gespannt, was noch alles vor uns liegt.

Wer ist die Zielgruppe von ZipJet?
Unsere Zielgruppe teilt sich in drei Segmente:
1. Die erste Gruppe sind Geschäftsfrauen und -männer, die täglich Hemden, Kostüme oder Anzüge tragen und es sowieso gewohnt sind, zur Reinigung zu gehen. In diesem Segment sind Einkommen und Arbeitspensum gleichermaßen hoch; Geschäftsleute arbeiten viel und sind ständig auf Achse. Heute Berlin, morgen San Francisco und übermorgen Tokio. Da bleibt keine Zeit, sich mit Wäschewaschen oder Ladenöffnungszeiten zu beschäftigen.
2. Unsere zweite Zielgruppe sind Frauen und Männer, die Mode lieben. Sie tragen hochwertige, besondere und entsprechend auch empfindliche Kleidung, die nicht in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Entsprechend brauchen Seidenblusen, Cashmere-Pullis und Lederjacken besonders viel Aufmerksamkeit – und das kann nur ein professionelles Reinigungsunternehmen gewährleisten.
3. Die dritte Zielgruppe sind Familien, oftmals mit Kindern, bei denen viel Wäsche anfällt. Die traditionellen Familienmodelle sind schon längst überholt, alle Erwachsenen im Haushalt gehen heutzutage in der Regel arbeiten. Die gemeinsame Zeit im Kreise der Familie ist entsprechen rar, sodass die Freizeit lieber miteinander anstatt mit der elendigen Hausarbeit verbracht werden möchte.

Wie funktioniert ZipJet?
Unsere Kunden bestellen den Service über unsere App oder der Website. Hier können sie aus verschiedenen Servicemodellen – Lite, Plus oder Express – eines auswählen. Dann legt der Kunde einen bevorzugten Zeitrahmen fest und unser Fahrer kommt dann, um die Wäsche abzuholen. Wir reinigen diese professionell und bringen sie zum vereinbarten Zeitpunkt zurück. Je nach Servicemodell erfolgt dies nach 72 Stunden, 36 Stunden oder sogar am selben Tag. Dafür haben wir ein breites Netz an Wäschereipartnern und geschulten Fahrern, um unseren Kunden stets einen Premiumservice anbieten zu können.

Seit Anfang Mai bieten Sie neue Service Pakete an. Warum haben Sie sich dafür entschieden und wie werden diese angenommen?
Wir wollten unseren Service insgesamt flexibler und individueller gestalten, denn alle unsere Kunden sind anders und haben entsprechend auch abweichende Bedürfnisse. Während die einen noch am gleichen Tag ein Flugzeug besteigen, haben andere auch mehrere Tage Zeit und müssen sich entsprechend nicht unbedingt auf ein so enges Lieferzeitfenster festlegen. Deshalb haben wir die neuen, maßgeschneiderten Angebote mit in unser Portfolio aufgenommen. Mit der Einführung von Express, Plus und Lite reagieren wir auf die Kundenwünsche und wollen damit unseren Status als Marktführer weiter ausbauen. Außerdem spiegelt die Anpassung unser Bestreben wider, über kurz oder lang die heimische Waschmaschine zu ersetzen.
Darüber hinaus haben wir in Berlin kürzlich unseren Schuhreinigungs-Service eingeführt.
Manchmal kommen auch ein wenig exotische Anfragen rein. So hat einer unserer Kunden einmal einen 5 Kilo schweren Teddybär reinigen lassen wollen. Das konnten wir ihm natürlich nicht abschlagen.

ZipJet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zipjet steht für Komfort! Wir wollen das Leben unserer Kunden erleichtern. Wer an ZipJet denkt, soll unseren Service mit gewonnener Freizeit und spannenden Erlebnissen unter Freunden und Familie assoziieren, während wir uns um die lästige Hausarbeit kümmern. Genau das ist unsere Mission und unser stetiges Ziel.
Wo wir uns in 5 Jahren sehen? Zipjet als führender Anbieter für urbane, haushaltsnahe Dienstleistungen in allen großen Metropolen Europas sowie in Asien und Nordamerika.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
● Man braucht eine klare Vision und sollte sich auf eine Sache fokussieren. Baue ein einzigartiges Produkt, bevor du versuchst die Welt zu erobern
● Vermeide Komplexität und versuche Mitstreiter anstelle von Angestellten zu finden
● Lerne aus deinen Fehlern. Natürlich kannst du Fehler machen, aber behebe diese schnell und gucke nach vorne

Wir bedanken uns bei Florian Färber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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