Fallstricke vermeiden: Aus für die Versorgerehe und Wege aus dem Zickenkrieg

Frauen aus dem Management diskutieren über Zickenkriege

Die Versorgerehe gibt es nicht mehr und dreizehn Thesen für konfliktfreies Zusammenarbeiten unter Frauen

„Heutzutage ist jede Frau gut beraten, sich selbst um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Die klassische Versorgerehe gibt es nicht mehr.“ Einen besseren Übergang zum angekündigten Thema des Abends hätte Sabine Traub, Direktorin Vertrieb der Börse Stuttgart, kaum schaffen können. Denn der Vortrag von Karoline Dichtl beschäftigte sich mit Strategien, die es Frauen leichter machen, in Führungspositionen zu gelangen. Eine Möglichkeit, um mehr Geld zum Anlegen zu verdienen.

Mitglieder und Gäste der Vereinigung Frauen im Management, kurz FIM e. V., genossen die kurze Führung durch die Räume der Börse, in denen jährlich rund 94 Milliarden Euro umgesetzt werden. Die Konfliktmanagerin Karoline Dichtl fühlte sich in diesem Rahmen wohl und legte gleich mit einer ihrer dreizehn Thesen los: „Wir Frauen können Männern nicht alleine die Schuld daran geben, keine Karriere zu machen. Menschen sind ökonomische Wesen. Sie brauchen einen Grund zur Veränderung“. Und diese beginnt bekanntlich bei einem selbst. Frauen stehen sich manchmal im Weg, weil sie sich in erlernte Verhaltensmustern, Normen und Wertesysteme fügen statt sie in Frage zu stellen.

Daraus entstehen Konflikte unter Frauen, die von außen als Zickenkrieg oder Stutenbissigkeit wahrgenommen werden. Dies machen sich andere gerne zu nutze, indem sie die Beteiligten gegeneinander ausspielen.

Wie entsteht ein Konflikt unter Frauen? Frauen haben in der Gruppe einen hohen Gerechtigkeits- und Gleichheitsanspruch, anders Denkende kommen schnell ins Abseits. Damit boykottieren sie sich selbst, denn wenn alle gleich sind, kann keine die Führung übernehmen. Darüber hinaus sind Neid und Konkurrenz zwar vorhanden jedoch Tabuthemen. Dies zeigt sich beispielsweise durch die frauentypische Definition über Schwächen statt Stärken. Der Wettbewerb unter Frauen spielt sich anders ab als die offenen Macht- und Positionskämpfe von Männern. Darüber hinaus, so die Mediatorin weiter, neigen Frauen dazu, sich selbst und andere streng zu bewerten. Das verhindert den Schulterschluss, der für gemeinsame Ziele unabdingbar ist.

Welche Veränderungen sind nötig, um konfliktfrei unter Frauen zu arbeiten? „Zunächst ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, warum sich Frauen wie verhalten, welche Gruppendynamiken dadurch entstehen können.Bereit sein,sich selbst zu reflektieren, ist ein weiterer Punkt.“ Dann, so weitere Thesen von Karoline Dichtl, rücken die Stärken der Frauen in den Vordergrund als da wären: flexible und konstruktive Konfliktlösung, verbindliche Kooperation und friedliches Miteinander. Wenn also Frauen erkennen, dass ihre Handlung geprägt sind von Neid, zu hohen Ansprüchen an sich und an andere, hilft die Auseinandersetzung damit.Dies ist die Basis, um andere Frauen auf dem Weg nach oben zu unterstützen statt sich zu bekämpfen. Letztendlich, um sich selbst weiter zu entwickeln. Denn Neid kommt daher, dass Frauen sich zu sehr von außen definieren, statt eigenen Wünschen und Interessen nachzugehen.

Informationen zu FIM (eingetragener Verein)
FIM e.V. ist die Vereinigung für Frauen im Management und seit knapp 30 Jahren in ganz Deutschland aktiv. FIMist ein Business-Netzwerk von und für Frauen mit Führungsverantwortung aus unterschiedlichsten Branchen, das sowohl Unternehmerinnen als auch angestellte Managerinnen umfasst. Seit 2013 gibt es die Regionalgruppe Stuttgart, denn neben den großen internationalen Unternehmen wie Porsche, Daimler, Bosch & Co. gibt es in der Schwabenmetropole viele erfolgreich agierende Mittelständler in denen Führungsreihen Frauen nachrücken.
Weitere Informationen rund um FIM, die Regionalgruppe Stuttgart und den hochwertigen Veranstaltungen finden Sie unter: www.fim.de

Quelle Karin Bacher Consulting & Coaching e. K.

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