Auch wenn das Problem noch so groß scheint: Es gibt für alles eine Lösung.

ZestUp Getränk auf Basis von Bio-Orangenschalen vegan frei von Farb- und Aromastoffen

Wie ist die Idee zu ZestUp entstanden?

Die Idee, ein Produkt zu entwickeln, ist bereits im ersten Semester unseres Studiums in der sogenannten „Lebensmittelwerkstatt“ entstanden. Diese suchten wir freiwillig neben unserem regulären Studium auf und hatten die Möglichkeit, unseren verrücktesten Ideen für Lebensmittel nachzugehen. Nach etwas Brainstorming war jedoch klar, dass wir unseren Fokus auf den Bereich der Getränke legen und den Markt mit einer revolutionären, innovativen und nachhaltigen Idee aufmischen wollen. So entstand die Idee, ein Getränk auf Basis von Bio-Orangenschalen herzustellen, die andernfalls ungenutzt als Abfall anfallen.

Welche Vision steckt hinter ZestUp?

Mit ZestUp verfolgen wir das Ziel, ein neuartiges nachhaltiges Erfrischungsgetränk anzubieten, das auch ideal als Filler für Longdrinks fungiert. Getränke gibt es zwar schon viele, allerdings unterscheiden diese sich meist hauptsächlich in Farbe, Säure- und Zuckergehalt. Bei ZestUp geht es allerdings um die Idee hinter dem Produkt. Wir bieten eine leckere Alternative zu herkömmlichen Getränken, und setzen dabei ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft und für die Nachhaltigkeit.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wie jedes andere Startup auch, standen wir vor allem am Anfang vor vielen Herausforderungen: Wie fängt man überhaupt an? Wie komme ich an die Schalen, und wie stelle ich eine vernünftige Infrastruktur sicher? Diese, und viele weitere Fragen, haben uns eine ganze Weile beschäftigt. Doch mit viel Geduld, Fleiß und einer Menge Kaffee ist jede Herausforderung zu bewältigen.

Natürlich darf man auch den finanziellen Aspekt und die Risiken eines Startups nicht vergessen. 

Unsere erste Charge ZestUp und die Eintragung der Marke haben wir selbst finanziert. Durch die Vorstellung des hergestellten Produktes gelangten wir dann an Preisgelder und sogar an ein Stipendium, welches uns die Gründung einer UG ermöglichte. Jetzt gerade haben wir eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext gestartet, um das erste Mal eine große Abfüllung durchführen zu können.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?

Wir haben einen Großteil unseres kompletten Kapitals für unser Unternehmen persönlich angespart, trotzdem fehlt uns noch Geld für die Realisierung unserer ersten Herstellung und Abfüllung im industriellen Maßstab. Die Finanzierung mittels Crowdfunding hat für uns mehrere Vorteile:Einerseits kann durch eine Kampagne die Marke und das Produkt öffentlichkeitswirksam dargestellt werden und die Finanzierungslast ist aufgeteilt, sodass nicht nur eine Person damit belastet wird.

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

ZestUp

Die Kampagne eignet sich perfekt als Marktöffner. Unsere Unterstützer bekommen schon vor dem Marktstart ihre ersten Flaschen ZestUp. Wir konnten unsere Kampagne sehr gut vorbereiten und können in der Zeit unsere mediale Reichweite durch verschieden Marketingmaßnahmen erhöhen; dies umfasst die sozialen Medien, unser Blogportal aber auch Printmedien sowie Vorträge und Pitches. 

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Mit dem Kapital aus der hoffentlich erfolgreichen Finanzierung wollen wir unseren Marktstart bzw. die erste große Produktion finanzieren. Für Anfang Dezember ist nun eine industrielle Herstellung geplant, was natürlich mit einem großen finanziellen Aufwand einhergeht. Des Weiteren sind wir dabei an neuen Produktvariationen zu forschen, auf die man sehr gespannt sein kann. Die erste Charge soll dann schnell ihren Weg in die regionalen Bars und Restaurants finden, außerdem wird ZestUp in unserem Onlineshop auf zestup.de zu kaufen sein.

Wer ist die Zielgruppe von ZestUp?

ZestUp richtet sich an alle Genießer, die bewusster leben möchten, sei es in Hinblick auf die Umwelt oder die eigene Ernährung. Durch die neue Rezeptur haben wir einen guten Ausgleich zwischen Bittere und Fruchtigkeit gefunden. In Kombination mit den zwei verschiedenen Flaschengrößen können wir so eine breite Masse ansprechen: Die kleinen 0,2L-Flaschen eignen sich hervorragend zum Mixen von Cocktails oder Longdrinks in Bars und Restaurants. Der große Bruder, die 0,33L-Flasche, ist hingegen der treue Begleiter im Park, bei einem leckeren Essen oder einfach mal zwischendurch.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

ZestUp ist ein Getränk aus Citrusschalen, was so in der Form eine Weltneuheit ist. Schalen, die eigentlich als Abfallprodukt anfallen, werden zu einem vollwertigen Getränk weiterverarbeitet. Vollwertig- Das heißt bei uns, dass Zusätze wie Farb- und Aromastoffe nicht enthalten sind- im Gegensatz zu herkömmlichen Erfrischungsgetränken. Bei ZestUp Orange werden viele natürliche, gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe aus den Orangenschalen gewonnen. Zu anderen Bittergetränken unterscheiden wir uns außerdem durch den Bitterstoff. Während die meisten Chinin als Bitterstoff zusetzen, ziehen wir unseren Bitterstoff Naringin natürlich aus der Schale. Dies verleiht ZestUp eine einzigartige Bittere mit einem ebenso einzigartigen, fruchtigen Geschmack von Orangenschalen.

ZestUp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Ende dieses Jahres soll unsere erste große Abfüllung starten. Damit möchten wir zuerst den regionalen Markt bedienen und dann immer weiter expandieren. Doch unsere Sorte Orange soll erst der Anfang sein: Auch mit anderen Schalen können wir uns verschiedene Ideen vorstellen. Mit einer breiten Sortenvielfalt und einem durchdachten Konzept möchten wir uns langfristig etablieren und die Getränkebranche mit nachhaltigen Erfrischungsgetränken revolutionieren. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste aus unserer Sicht ist, nie aufzugeben. Der Weg bis heute war geprägt von vielen Hindernissen, denen wir uns jedes Mal aufs Neue stellen mussten und auch überwunden haben. Auch wenn das Problem noch so groß scheint: Es gibt für alles eine Lösung.

Unser zweiter Tipp ist Networking: Trefft euch mit Gleichgesinnten, geht auf MeetUps, besucht Workshops und was es nicht alles gibt. Der Erfahrungsaustausch ist enorm wichtig. 

Durch neue Kontakte haben wir schon viel Hilfe in Bereichen bekommen, in denen wir uns nicht so auskennen. Ein großes Netzwerk zu haben hilft beim Gründen ungemein.

Zuletzt ist es sehr wichtig, immer an seine Idee zu glauben. Es werden viele Menschen kommen, die an eurem Projekt zweifeln oder es schlechtreden. Lasst euch davon nicht entmutigen, sondern nutzt es eher als Antrieb. Feiert jeden noch so kleinen Erfolg und schaut immer positiv in die Zukunft, dann funktioniert alles so wie ihr es euch wünscht.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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