Zentrales Fundbüro- das Online Fundbüro

Zentrales Fundbüro Meta Suchmaschine für Fundsachen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Zentrales Fundbüro doch kurz vor!
Wir sind die Macher des Zentralen Fundbüros, dem Google für Lost and Found. Auf der Plattform www.Zentralesfundbüro.de stellen wir die erste Meta-Suchmaschine für Fundsachen bereit. Dort werden die Millionen Ergebnisse verstreuter Seiten übersichtlich auf einer Karte aufbereitet – einschließlich die der über 700 online vertretenen kommunalen Fundämter. So konnten wir innerhalb kürzester Zeit zum größten Online-Fundbüro der Welt heranwachsen.
Auch für Behörden und Unternehmen wie etwa Hotels, Airlines und Clubs, die mit Fundsachen in Berührung kommen, bieten wir mit dem Fundbüro Manager eine Lösung. Die unter www.Fundbüromanager.de kostenlos erhältliche Software deckt von der Verwaltung über das logistische Zurücksenden von Fundsachen bis hin zur rechtssicheren Anzeige bei der zuständigen Behörde sämtliche modernen Lost and Found Anforderungen ab.
Unser Gründertrio setzt sich zusammen aus Markus Schaarschmidt, Antonio Vega und Tobias Freyberg.

Wie ist die Idee zu Zentrales Fundbüro entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Markus kam auf die Idee einer zentralen Anlaufstelle für Fundsachen, nachdem er eine eigene leidliche Erfahrung hinter sich bringen musste. Er hatte seinen Rucksack an einer S-Bahn-Haltestelle vergessen – und dann begann die Odyssee. Wochen später, nach dutzenden Telefonaten und Warteschleifen, fand er seinen Rucksack wieder. Als Informatiker versuchte er natürlich auch online sein Glück, musste jedoch feststellen, dass es im Lost andFound-Bereich noch keine optimale Option gab. Es dauerte nicht lange und er machte sich daran, die Meta-Plattform ZentralesFundbüro.de zu programmieren.

Nicht beim Programmieren, aber bei der Planung, Ausarbeitung und Umsetzung war auch Antonio von Anfang an dabei. Er und Markus kennen sich schon aus Schulzeiten und haben bereits andere Projekte wie etwa WebcamCover, ein Sichtschutz gegen Spionage über die Webcam, erfolgreich umgesetzt. Etwas später kam Tobias, ein alter Arbeitskollege von Markus, hinzu – er ist ein echter Glücksgriff, denn seine Fähigkeiten rund ums Thema „Datenlandschaft“ haben das Zentrale Fundbüro sichtlich vorangebracht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die ursprüngliche Herausforderung war ganz klar die Entwicklung der Plattform. Eine Meta-Suchmaschine für Lost and Found, dann auch noch eine an diese Suchmaschine angebundene Software für Unternehmen, das hat es so noch nicht gegeben. Auch die Datenpflege, die wir vor unseren Automatisierungsmaßnahmen betreiben mussten, war durchaus zeitaufwendig. Mittlerweile sind wir hier erfreulicherweise sehr viel effektiver geworden und arbeiten an unserer nächsten Aufgabe: dem nationalen und internationalen Wachstum. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir auch diese Hürde meistern. Zu Beginn war das Zentrale Fundbüro dabei komplett eigenfinanziert. Mittlerweile haben aber einen sehr starken Investor an Bord, der auch die langfristige Vision für das Projekt teilt.

Wie funktioniert Zentrales Fundbüro?
Das Lost and Found Problem lösen wir von zwei Seiten: für Privatpersonen und für Unternehmen oder Behörden.
Aus der Sicht des privat Suchenden bieten wir unter Zentralesfundbüro.de eine Anlaufstelle, bei der tausende Datenquellen bequem abgefragt werden können. Entweder zoomen die Nutzer über eine Weltkarte in den vermuteten Verlustort, oder sie nutzen das Formular. Dort können sie weitere Suchkriterien definieren. Die Ergebnisse werden dann auf der Karte angezeigt. Ist eine passende Fundmeldung dabei, kann der Finder über das Kontaktformular direkt angeschrieben werden. War die Suche nicht sofort erfolgreich, kann eine Verlustmeldung aufgegeben oder von unseren weiteren Serviceangeboten Gebrauch gemacht werden. Auch Funde können natürlich übermittelt werden – denn über 90 Prozent der Einträge im Zentralen Fundbüro sind Fundanzeigen.

Unternehmen und Behörden können mit dem Fundbüro Manager ihre Fundaschen und Fundanfragen effizient verwalten. Unter anderem vergleicht die Software den Fundbestand mit eingehenden Anfragen automatisch und lässt Suchende eigenständig online prüfen, ob das Vermisste abgegeben wurde. Ist ein Eigentümer identifiziert, holt unser Logistikpartner die Fundsache vor Ort ab und liefert sie an den Eigentümer. So haben es sowohl der Sucher als auch der Finder möglichst einfach. Auch die rechtssichere Fundanzeige bei der zuständigen Behörde übernimmt die Software auf Wunsch automatisch.

Wie einfach ist das Melden von Fundsachen?
Das Melden von Fundsachen ist ganz einfach über ein Formular möglich. Angegeben werden müssen die wichtigsten Erkennungsmerkmale wie Marke, Farbe, Fundort und -datum, etc. Auch ein Foto kann wahlweise hinzugefügt werden, ist aber nicht obligatorisch. Das Formular in der Fundbüro Manager Software ist ähnlich aufgebaut.

Reicht es wenn man die Fundsache auf Zentrales Fundbüro meldet oder muss man das auch noch vor Ort bei der Polizei tun?
Was im Fundbüro Manager integriert ist, bieten wir nun auch Privatpersonen: Unter www.Fundanzeige.de können jetzt Fundmeldungen bei der zuständigen Behörde gemacht werden, die die Meldepflicht gemäß § 965 BGB des Fundrechts erfüllen. Das bedeutet letztlich, dass man sich den Weg zum Amt sparen kann, denn verwahrt werden dürfen Fundsachen auch selbst. Erst nach Aufforderung durch das Fundamt ist man zur Abgabe verpflichtet, aber einen solchen Fall haben wir bisher nicht erlebt. Mit dem Service wollen wir beim eGovernment einen echten Impuls setzen, der Bürger unabhängig von Behördengängen macht und richtiges Handeln auch für viele Arbeitende ermöglicht – denn Berufstätigkeit und behördliche Öffnungszeiten sind oft nur schwer miteinander vereinbar.

Auch in die Plattform ZentralesFundbüro.de wollen wir diese Option bald einbauen. Fundanzeige.de ist konzipiert für Funde, die „in der Öffentlichkeit” gemacht wurden, also z. B. auf der Straße. So sollte etwa in privaten Geschäftsräumen oder in Behörden Gefundenes direkt vor Ort abgegeben werden. Hier gilt der Hausherr nämlich in der Regel als Finder.

Wie lange müssen die Fundsachen aufgehoben werden?
In der Regel sind es sechs Monate, die eine Fundsache verwahrt werden muss. Es gibt allerdings Ausnahmen, z. B. wenn die Unterbringung finanziell zu aufwendig ist. Dann kann ein Gegenstand unter anderem auch auf einer der Auktionen versteigert werden, die Fundämter ja häufiger veranstalten. Als Privatperson sollte man in einem solchen Ausnahmefall definitiv Rücksprache mit dem Fundamt halten.

Welchen Service bieten Sie noch an?
Neben den Meldungen über Verlustsachen können Suchende außerdem einen Suchauftrag einrichten. Dieser überprüft alle neuen Einträge in die Plattform mit den selbst festgelegten Kriterien und informiert den Nutzer automatisch per E-Mail, wenn ein passender Treffer dabei ist. Mit einer Premiumplatzierung erscheint die Suchmeldung zudem direkt auf der Startseite, was zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt. Noch weiter gehen wir mit unserem Fundagenten Service (www.Fundagent.de). Hier begeben wir uns aktiv auf die Suche nach vermissten Haustieren oder Gegenständen – wir sind dann sozusagen als Funddetektive unterwegs. Für die Verlustprävention haben wir unter www.Verlustmeldungen.de kodierte Sticker im Angebot, die einen noch schnelleren Kontakt zwischen Finder und Eigentümer ermöglichen.

Aber auch die Fundbüro Manager Software ist eine sehr individualisierbare Lösung. Wir können sie im Corporate Design des Unternehmens gestalten und auf der Firmenwebseite für Kunden implementieren, einen Online-Fundkatalog einrichten, und vieles mehr.

Zentrales Fundbüro, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ziel ist es, in den nächsten Jahren weltweit die führende Rolle im Lost and Found Segment einzunehmen. Alleine in Nordamerika und Europa gibt es jedes Jahr über drei Milliarden Fund und Verlustsachen – das Potenzial ist also gewaltig. Und unseren Pionierstatus möchten wir natürlich nicht nur behalten, sondern auch ausbauen. Daher werden wir 2016 unter dem Namen Haveit Back international verstärkt auftreten.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Am wichtigsten ist es, sich seine Leidenschaft nicht schlechtreden zu lassen. Oft sind es gut gemeinte Ratschläge, die angehende Gründer davon abhalten, den letzten Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Seien es Eltern, die den als sicherer gesehenen Weg der Erwerbsarbeit empfehlen oder Freunde, die das eigene Konzept nicht als marktfähig verstehen. Was natürlich berechtigterweise damit einhergeht ist die hohe Möglichkeit des Scheiterns – jede Gründung ist mit diesem Risiko verbunden. Aber mit Mut, Vorbereitung und Durchhaltevermögen lassen sich großartige Projekte umsetzen. Also traut euch!

Bild: Zentrales Fundbüro Gründer Tobias Freyberg – Antonio Vega – Markus Schaarschmidt

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Antonio Vega für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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