Mit ZenMate sicher und privat im Internet surfen

ZenMate kreiert innovative und einfach zu bedienende Internet-Sicherheits-Lösungen für Jeden

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ZenMate doch kurz vor!
Hallo alle miteinander bei Startupvalley, mein Name ist Simon Specka und ich bin der CEO und Mitgründer von ZenMate. Wir sind ein junges und motiviertes Startup im Herzen von Berlin und kreieren innovative und einfach zu bedienende Internet-Sicherheits-Lösungen für Jeden. Unser Claim ist es, Internetsicherheit auf einfachste Art und Weise im Massenmarkt zu implementieren; unsere Vision ist es, eine neue globale anwenderfreundliche Sicherheitsmarke zu werden.
Detailliert erklärt ist ZenMate eine freie Plattform und geräteunabhängige Sicherheitslösung, die im Grunde wie eine VPN-Verbindung funktioniert. Mit uns ist also anonymes und sicheres Surfen im Internet möglich – und das überall auf der Welt! Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bereits mehrere Millionen Nutzer in 180 Ländern weltweit von uns und unseren Produkten überzeugen konnten. Mit unserer Software haben wir 2014 sogar den “Europas Award for Best Security/Privacy Startup of 2014” gewonnen.
Wir von ZenMate glauben an ein freies, geschütztes und privates Internet, ohne durch geographische Einschränkungen limitiert zu werden. Eines der vielen Probleme, die oftmals damit einhergehen ist die Schwierigkeit, selbstständig einen Proxy oder VPN-Dienst zu programmieren, um sich und anderen weltweit ausreichende Online-Sicherheit bieten zu können. Denn seien wir mal ehrlich, das geht oftmals weit über die Computerkenntnisse des Ottonormalverbrauchers hinaus. Seit unserem kleinen Aha-Moment im Jahre 2013 feilen Markus und ich an der Idee und Umsetzung von ZenMate. Derzeitig arbeiten wir an einer Plattform, um unseren Kunden ein ganzheitliches Paket in puncto Internetsicherheit anbieten zu können. Mit der gerade gelaunchten WebFirewall, unserem ersten nicht-VPN-Produkt, haben wir einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht.

Wie ist die Idee zu ZenMate entstanden – Sie sprachen von einem so genannten Aha-Moment – und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Während meiner Reise um die Welt und vor allem bei einem Praktikum in Jakarta habe ich mich oftmals darüber geärgert, dass viele nicht-lokale Seiten und solche, die aufgrund des Domainnames eingeschränkt sind, nicht zugänglich waren. Als ich dann nach England zurückkehrte, ich habe zu der Zeit gerade meinen Master in Management und Entrepreneurship an der Manchester Business School gemacht, hatte ich einen sehr guten Eindruck von dem, was ich in meinem Leben als nächstes machen und erreichen wollte: Ich wollte alle meine Erlebnisse und Erfahrungen nehmen und damit eine einfache Lösung entwickeln, mit welcher jeder im Internet auf alle Seiten und entsprechend auf jegliche Informationen zugreifen kann – und das überall auf der Welt.
Dafür habe ich mich mit Markus, einem guten Freund und schließlich auch Co-Founder zusammengetan, welcher bis heute eine grundlegende und ganzheitliche Schlüsselfigur in ZenMates Wachstum und Erfolg darstellt. Ich muss im Grunde gar nicht erst erwähnen, dass ZenMate ohne ihn niemals so weit gekommen wäre. Wir ergänzen uns optimal und arbeiten stets eng zusammen. Markus ist ein Genie in allen technischen Aspekten unserer alltäglichen Operationen und kümmert sich um das, was sich hinter dem Vorhang abspielt: alles, was ZenMate zu einer so einfachen und erfolgreichen VPN-Lösung macht. Nach Jakarta hat er sich sofort an die Entwicklung eines ersten Prototyps gemacht, einem Projekt, welches unter den Finalisten des University of Manchester Innovation Centre im Jahre 2013 war. Von den ersten Schritten bis heute, wo ZenMate nun eine bestehende Größe im Bereich ganzheitlicher Sicherheitslösungen im Internet ist – hat Markus stets sichergestellt, dass wir den richtigen Weg einschlagen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Eines der wichtigsten Dinge war es zu lernen, wie man wie man ein Business kontinuierlich nach oben skaliert. Ebenfalls eine wirklich substanzielle Frage ist es, die richtigen Mitarbeiter zu finden – und zwar solche, die mit der gleichen Motivation sowie der nötigen Erfahrung an die Arbeit gehen. Vor allem gute IT´ler sind sehr schwer zu finden. Wir suchen zum Beispiel schon seit einer halben Ewigkeit einen VP Engineering, der zu uns und unseren Produkten passt, hatten aber bislang kein Glück. Wie die meisten Unternehmen waren auch wir am Anfang ein relativ kleines Team. Die Herausforderung ist es, dieses Kernteam auch bei Firmanwachstum über die Transformations-Phase hinaus weiter zu tragen. Ich denke, das haben wir bislang sehr gut gemacht.
Und auch die technische Infrastruktur war und ist stets eine Herausforderung, denn diese muss 24/7 perfekt laufen und dabei auch noch stetig verbessert werden. Aber ich bin stolz, dass wir ein so fantastisches Team haben, welches all diese täglichen Herausforderungen bestens meistert.
Ich habe noch eine kleine Anekdote zu dem Anstellungsprozess: Im IT-Bereich hat sich jemand vorgestellt, der meinte, man könne sich doch im Grunde ganz einfach einen VPN Service eigenständig zu Hause einrichten. Offensichtlich hatte derjenige nicht verstanden, dass ZenMate eine Lösung für denjenigen ist, der technisch nicht versiert genug dafür ist, sich aber dennoch täglich sicher im World Wide Web bewegen möchte.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Offiziell ging es im Februar 2013 in England los, im Juni waren wir dann schon in Berlin und hatten die ersten Mitarbeiter. Nur einen Monat später konnten wir unser erstes Produkt vorstellen, welches schon nach zwei Wochen mehr als 100.000 Nutzer hatte. Da waren wir wirklich sehr stolz und es hat uns natürlich angetrieben weiterzumachen. Im August hatten wir dann unsere Seed-Funding-Runde mit einer Millionen Euro. Damit konnten wir unsere Prozesse und das Team erweitern und unsere Plattform starten. Im dritten Viertel des Folgejahres 2014 haben wir dann eine Serie-A-Finanzierungsrunde abgewickelt, in welcher wir uns 8 Millionen Euro sichern konnten. Auch in diesem Jahr gab es noch eine weitere Kapitalerhöhung – diesmal hatten wir mit Bessemer Ventures neben unseren Bestandinvestoren einen der ältesten Amerikanischen Investoren mit an Bord. Wir waren erst ihr zweites Investment hier in Deutschland, dass das ein wahrer Ritterschlag für uns war, muss ich wohl nicht erst erwähnen. Insgesamt sind wir heute mehr als 60 Leute an zwei Standorten – Berlin sowie Cluj in Rumänien. Wir haben mehr als 30 Millionen Nutzer, eine Zahl, die auch so für sich spricht. Mit dem neuen Produkt – der WebFirewall – haben wir sogar unseren eigenen Rekord geschlagen und konnten bereits in der ersten Woche mehr als 100.000 Installationen verzeichnen. Ich bin sehr gespannt auf alles, was noch auf uns zukommt.

Wer ist die Zielgruppe von ZenMate?
Im Grunde ist unsere Zielgruppe wirklich jeder, aber das sagen ja im Prinzip alle von sich. Ein etwas enger gefasster Fokus wären diejenigen Computer-Liebhaber, welche das Internet anonym, unkompliziert nutzen wollen, ohne sich über schwierige manuelle proxy oder VPN Einstellungen Gedanken machen zu müssen; also für jemanden der weiß, dass er sich schützen will, aber nicht weiß wie. Deshalb arbeiten wir so hart daran, unseren Service auf so vielen Plattformen wie möglich anzubieten – eine einfache Anwendung für jeden im Internet.
Aber generell stehen wir derzeitig vor einer Umbruchsphase mit Produkterweiterungen außerhalb des VPN-Bereichs, um uns breiter aufzustellen und entsprechend eine immer größere Zielgruppe anzusprechen.
Kurz gesagt: Unsere Lösungen sind einfach und flexibel, der Nutzer wird wieder zurück in den Fahrersitz gesetzt, um im Bereich Sicherheit und Datennutzung wieder selbst das Lenkrad in der Hand zu halten. Unser neues Produkt ist dafür das perfekte Beispiel.
Produktspezifisch argumentiert könnte man auch sagen, dass sich unsere ZenMate VPN Lösung vor allem unterwegs und auf Reisen anbietet. Denn wer unterwegs ist, möchte sich in öffentlichen Netzwerken gegen feindliche Einblicke schützen, sich dabei aber nicht die ganze Zeit über die technische Umsetzung Gedanken machen.

Welchen Nutzen hat der Kunde und wie wichtig ist der Service von ZenMate?
Um ehrlich zu sein halte ich unseren Service für einen der wichtigsten Dinge im modernen Internetzeitalter. Die Internet- bzw. Cyber-Sicherheit ist wirklich einzigartig, denn es ist eine der einzigen Industrien, die niemals aufhören wird zu wachsen. Denken Sie nur einmal drüber nach: Jedes mal, wenn jemand mit einer neuen Technologie herauskommt um die “bösen Jungs” abzuwehren, dann haben eben diese “bösen Jungs” schon wieder neue Methoden entwickelt, um die Online-Informationen von den Internetnutzern anzugreifen. Dieses im Hinterkopf behaltend, gekoppelt mit unserem Wunsch, nicht nur der globale Marktführer im Bereich VPN-Services, sondern vielmehr in der gesamten Internetsicherheits-Industrie zu werden, denke ich, dass die Wichtigkeit unserer Leistungen gar nicht in Worte zu fassen ist. Wir streben danach, eine sichere, freie und individuelle Internetlösung für alles und jeden zu schaffen, der online geschützt sein möchte – etwas, was viele Menschen heutzutage leider für selbstverständlich halten. Brauchen Sie einen Beweis dafür? Geben Sie doch einmal “Cyber Security Crime Statistics” bei Google ein!

Wie funktioniert das?
Zusammenfassend gesagt verschlüsselt der ZenMate VPN den Browser-Verkehr, verbirgt den aktuellen Standort des Benutzers, entsperrt Restriktionen auf Basis des Ländercodes, macht WLAN-Hotspots sicher, gewährleistet Hacker-Sicherheit und schützt somit insgesamt die Privatsphäre aller Internetnutzer. Und das funktioniert recht einfach, denn es ist eine “alles in einem”-Lösung. Sobald Sie als Nutzer einmal mit unserer Browser-Erweiterung, der App oder dem Desktop-Client verbunden sind, können Sie sich mit einem unserer 20 Server-Standorte verbinden, welche die IP-Adresse umleitet. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, auf jegliche Inhalte aus dem Internet zuzugreifen und haben gleichzeitig das sichere Gefühl, dass Ihre Daten und der Web-Traffic mit 128bit verschlüsselt sind. Und das beste daran: Das ganze ist vom Download bis zur Server Verbindung eine 3-Klick-Lösung.
Abgesehen von den VPN-Produkten wird es noch viele weitere geben, sodass sich die Anwendungsgebiete ebenfalls ausweiten werden.

Was ist der USP von Ihrem Startup?
ZenMate ist ein einzigartiges Produkt, denn es ist wirklich sehr einfach. Der gesamte Prozess – vom Download bis zur Nutzung – dauert im Durchschnitt nur zwei Minuten. Und sofort sind Sie online geschützt mit anonym verschlüsselten Daten und der Möglichkeit zu entscheiden, von welchem unserer 20 Browser-Standorte Sie surfen wollen!

ZenMate, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen uns als Pioniere der Cyber- und Internet-Security und wollen ein globaler Marktführer in allen Bereichen der Internetsicherheit sein. Wir arbeiten tagtäglich daran, viele neue Produkte zu entwickeln und entsprechend unsere Fähigkeiten sowie Anwendungsgebiete auszubauen. So wollen wir alle Aspekte des Internets abdecken. Wir wollen, dass ZenMate quasi der Go-To-Service für jeden wird, der eine sichere, schnelle und einfache Computererfahrung machen möchte.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn du eine Idee hast, dann sei dir sicher, dass du davon begeistert und überzeugt bist, bevor du anfängst, sie umzusetzen. Sei bereit hart zu arbeiten und gehe jeden Tag mit einer ‘go big or go home’-Mentalität an, wo auch immer du dich befindest. Jede Idee ist eine gute Idee, aber merke dir immer, dass eine schlechte Vorbereitung zu einer unzureichenden Performance führt. Also: Arbeite hart und sei begeistert!

Wir bedanken uns bei Simon Specka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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