Samstag, November 27, 2021

Reflektiere deine Werte und Ziele und bleibe ihnen treu

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yamuntu ermöglicht es von seinen Lieblingsbrands gesponsert zu werden und mit der eigenen Instagram Story oder TikTok Geld zu verdienen.

Stellen Sie sich und das Startup yamuntu doch kurz unseren Lesern vor!

yamuntu ist die Social Commerce Plattform, die es jedem ermöglicht, von seinen Lieblingsbrands gesponsert zu werden und mit der eigenen Instagram Story oder TikTok auch als Normalverbraucher Geld zu verdienen. Der Ablauf ist easy. Produkte oder Partner entdecken, einkaufen, Story oder TikTok posten und innerhalb von 48 Stunden über Paypal Cashback erhalten. So kann man die unstylischen Freunde inspirieren und selber von der authentischen Produktempfehlung profitieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Weg zu yamuntu war damals keine bewusste Entscheidung ein Unternehmen gründen zu wollen. Es war eine Notwendigkeit, um das realisieren zu können, was mich angetrieben hat: die Idee von yamuntu in die Tat umzusetzen.

Welche Vision steckt hinter yamuntu?

Ich habe damals beobachtet, dass viele aus meinem Freundeskreis und ich zum Teil auch selber, nach dem Kauf eines Produktes eine Story dazu gepostet haben. Damals konnte ich es nicht verstehen, warum vermeintlich authentische Influencer, die zum Teil durch Unsummen Incentiviert werden, die fremden Leuten Produkte vorstellen, so wertgeschätzt werden. Während die Normalverbraucher, die selbst Geld für die Produkte ausgeben und es mit ihrem engsten Freundeskreis teilen, nicht wahrgenommen werden. Aus diesem Gedanken entstand der Antrieb, es jedem ermöglichen zu wollen von seinem Impact zu profitieren – egal wie klein es sein mag! Damit haben wir uns zu einer Post Purchase Plattform entwickelt, was es den Leuten ermöglicht, nach dem Kauf eine geile Experience zu erleben, da sie sich durch uns von den Brands wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. Mittlerweile wollen wir eine vollumfängliche Social Commerce Plattform und damit der Shopping-Standard für unsere Generation werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Den Mut zu haben anzufangen und weiterzumachen. Als ich die Idee von yamuntu in 2018 hatte, war ich selbst noch 18 Jahre alt, musste erstmal mein Abi zuende bringen und wusste nicht einmal, dass sowas wie Start-Ups existierten. Nachdem ich im Februar 2019 schon einige Meilensteine hinter mir und die ersten Investorengelder auf dem Konto hatte und zudem Teil eines Start-Up Programms war – bei dem es über 230 Bewerbungen gab und nur 5 Startups ausgewählt wurden – wurde es ernst.

Es haben Leute an mich geglaubt und in mich investiert. Aber die Frage, die ich mir im gleichen Moment als 19-jähriger gestellt habe, ist, ob ich den Erwartungen überhaupt gerecht werden kann. Was passiert, wenn nur das Geld verbrennt und keine Resultate erzielt werden. Ich wusste weder, wie man eine App programmiert noch wie ich Nutzer oder Partner auf die Plattform bekommen sollte. Nach einer Woche Kopfschmerzen und Überforderung, ging es aber weiter und die jetzigen Ergebnisse sprechen für sich.

Wer ist die Zielgruppe von yamuntu?

Die Kernzielgruppe sind Gen-Z & Millennials, die eine Begeisterung für etwas haben, sich damit identifizieren und dies gerne nach außen repräsentieren. Genau diese Möglichkeit geben wir ihnen mit yamuntu. Die damaligen Early Adaptor waren sogenannte Sneakerheads – Leute die für die geilsten Sneaker tagelang Schlange standen – die wussten was es mit jedem Sneaker auf sich hat und es einfach extrem gefeiert haben. Unsere Zielgruppe hat sich über Sneaker hinaus in den Streetwear Welt erweitert, was aber auch alle Themen wie Minimalismus, Vintage/ Nachhaltigkeit oder Luxus anschneidet.

Wie funktioniert yamuntu Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Unterschied liegt bei uns im Purpose, wir sind nicht aus dem opportunistischen Hintergrund entstanden, mit einer Marktlücke Geld zu verdienen, sondern ein cooles Produkt zu schaffen, was wir selbst nutzen wollen würden. Das merken die Nutzer auch im gesamten Produkt, von der Sprache bis zum UI/ UX. Wir reflektieren immer wieder aktiv unsere Vision mit dem Produkt und haben uns auch gegen monetäre Opportunitäten entschieden, wie Nutzern mit mehr Reichweite auch mehr Cashback zukommen zu lassen, sondern den Betrag bei allen gleich zu behalten. Diese Authentizität ist uns wichtig.

Wenn man nur über die Innovation in dem Markt spricht, können wir folgende Punkte nennen:

Wir gehen die Normalverbraucher als Markenbotschafter an, also die tiefste existierende und adressierbare Ebene. Der manuelle Influencer Marketing Prozess vom Sourcing, Briefing bis hin zur Vertragsverhandlung entfällt mit yamuntu. Bei uns ist jeder Post mit einer Transaktion verbunden, die Leute können erst für einen Partner werben, wenn sie auch vorher ein Produkt gekauft haben. Dementsprechend haben wir vor der Reichweiten und Content Gewinnung bereits durch den Umsatz Mehrwert geschaffen, womit wir kein reiner Branding Kanal sind. Außerdem sind wir mit unserem Geschäftsmodell Ergebnisorientiert, die Partner bezahlen nur für die Umsätze, die auch direkt über uns stattgefunden haben. Womit sie kein Risiko mehr tragen, für Reichweite zu zahlen, ohne einen positiven Impact auf ihre Kernkennzahlen zu haben.

yamuntu, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Sowas ist für mich immer schwer zu sagen, ob es sich hierbei auf 1 Jahr oder 10 Jahre bezieht. Wir werden immer Vollgas geben und alles was wir machen, so gut wie möglich umsetzen. Wo unser Weg uns dann hinführt ist ungewiss, dafür ist die Vision aber klar. Wir wollen der Shopping Standard für unsere Generation werden, wann auch immer jemand mit der geilsten Einkaufserfahrung shoppen möchte, wissen will was die Freunde kaufen oder sich zu Produkten informieren, wird zuerst an yamuntu denken! In 5 Jahren können wir Europa schon aufgeräumt haben und in der USA sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Reflektiere deine Werte und Ziele und bleibe ihnen treu. Es gibt viele Dinge bei denen du Kompromisse eingehen darfst. Du solltest aber, wenn es um die Zusammenarbeit mit Menschen geht, deine Grenzen kennen und danach Leben! Dabei kann auch kein Unterschied zwischen dem privaten und beruflichen Bereich gemacht werden.

Als Gründer trifft man viele Entscheidungen die weder richtig noch falsch sind. Viele Entscheidungen haben Opportunitäten und Risiken, entscheide dich bewusst und sei dir den Konsequenzen bewusst. Stehe dazu und hab nicht den Anspruch immer richtig zu liegen, sei aber in der Lage deine Entscheidung schnell zu reflektieren, wenn die Realität dich wissen lässt, dass es nicht so verläuft, wie du es dir vorstellst.

Hab Spaß! Sei nicht verkopft und versuche die Dinge möglichst simpel zu sehen. Ob du in einem Jahr ein Exit machst oder scheiterst, dass Leben wird danach nicht enden sondern weitergehen. Also sorg dafür, dass du etwas tust was dir Freude bereitet.

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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