Wie drei Gründer den Babybrei-Markt revolutionieren

yamo Babybrei 100% natürlich, Bio und ohne Zusatzstoffe

Stellen Sie sich und das Startup yamo doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Luca Michas, ich bin Co-Founder und CMO von yamo. Mit yamo bieten wir frische und natürliche Bio-Babynahrung ohne Zusatzstoffe an. Diese stellen wir als erstes Unternehmen in Europa mit der revolutionären Hochdruck-Technologie her und liefern Eltern unsere Produkte bequem, und auf Wunsch regelmäßig, nach Hause.

Wie ist die Idee zu yamo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Alles begann mit einer veganen Challenge im Herbst 2015. Während eines Monates habe ich mich mit Tobi, der damals schon mein Arbeitskollege war, in einem Selbstversuch vegan ernährt. In dieser Zeit mussten wir beim Einkaufen sehr genau auf die Inhaltsstoffe von Produkten schauen. Dabei fiel uns auf, dass in vielen Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt zu viele ungewollte Zusatzstoffe und Chemie stecken. Aus Spaß prüften wir dann ein Babybrei-Gläschen, weil wir davon ausgingen, dass Produkte für Babys von höchster Qualität sein müssten. Doch leider sah es bei der Kindernahrung nicht besseraus: synthetische Zutaten und eine Haltbarkeit von mehreren Jahren erschienen uns mehr als unpassend für Babys.

Dieser Moment war die Geburtsstunde von yamo. Tobi‘s Freund und Lebenswissenschaftler José wurde ins Boot geholt und zu Dritt setzten wir von nun an alles daran, frischen, natürlichen und leckeren Bio Babybrei ohne Zusatzstoffe herzustellen. Und dies ist uns dank harter Arbeit gelungen.

Welche Vision steckt hinter yamo?
Wir verfolgen nicht weniger als eine Revolution des Baby-Food-Marktes. Kleinkinder sollen nicht länger Essen bekommen, das älter ist als sie selbst. Babynahrung muss so frisch und natürlich wie möglich sein, ohne dass Eltern die wertvolle und meist rare Zeit mit ihren Kindern für das Kochen von Babybrei opfern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bis letzten Sommer haben wir yamo mit unserem eigenen Ersparten finanziert. Als es darum ging Personal einzustellen und die Produktion hochzufahren haben wir uns dazu entschieden Business Angels an Bord zu nehmen. Neben Geld war für uns auch deren Know-How, was den Aufbau und Skalierung eines Start-Ups betrifft, sehr hilfreich.

Die größte Herausforderung bisher war der technische Hintergrund der Produktion von frischem Babybrei. Das hat so in Europa noch niemand mit unserer Technologie gemacht. Von der Rezeptentwicklung über die Verpackung bis zum Kühlversand haben wir Pionierarbeit geleistet, was uns natürlich auch Zeit gekostet hat.

Wer ist die Zielgruppe von yamo?
Das sind Eltern von jungen Kindern, die nach einigen Monaten beginnen Brei zu essen, und Wert auf frische und gesunde Ernährung legen.

Woher stammen die Zutaten? Wo werden die Babybreie produziert?
Bislang produzierten wir in der Schweiz. Für Deutschland werden wir ab April aber in Deutschland selbst produzieren und verwenden dazu auch deutsche Rohstoffe. Nur exotische Zutaten wie z.B. Bananen beziehen wir aus Übersee. Dann dafür Fairtrade.

Was ist das Besondere an den Babybreien?
Die Frische. Für unsere Breie verwenden wir als erstes Unternehmen in Europa das innovative Hochdruck-Verfahren, um sie haltbar zu machen. Dank Druck anstatt Hitze bleiben die natürlichen Vitamine im Brei erhalten, Bakterien und Keime aber werden beseitigt. Auch der Geschmack bleibt durch die Hochdruckbehandlung so frisch wie selbst gemacht. Wir verwenden darüber hinaus ausschließlich biologische Zutaten und verzichten komplett auf künstliche Zusatzstoffe sowie Zucker- und Salzzusatz. Gekühlt bleibt der Brei so über mehrere Wochen haltbar.

Besonders ist sicherlich auch, dass wir mit unserem Onlineshop einen digitalen Verkaufskanal gewählt haben. Damit sich alle Eltern von der Produktqualität überzeugen können, bieten wir ein kostenloses Testpaket mit 4 Breien zum Probieren an. Überzeugte Eltern können sich außerdem den auf das Alter des Babys abgestimmten Babybrei regelmäßig im selbst gewählten Rhythmus nach Hause liefern lassen. Dieses weltweit erste Babybrei-Abo ist jederzeit kündbar und somit 100 % transparent und flexibel.

yamo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es, nicht nur Kleinkinder in der Schweiz, Deutschland und Österreich mit frischer und natürlicher Ernährung zu versorgen, sondern in ganz vielen Ländern erhältlich zu sein. Bis in 5 Jahren hoffentlich in ganz Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Sehr wichtig ist, dass man nicht alleine gründet sondern Mitgründer findet, die unbedingt komplementäre Fähigkeiten besitzen. Man sollte sich zwingend auch persönlich gut verstehen, denn man wird seine Mitgründer mehr sehen als den eigenen Partner, die besten Freunde oder die Familie.
2. Dann ist es natürlich wichtig, dass man den Markt, in den man rein will, zu 100% versteht. Dies bedingt Research, Interviews, Studien, Marktanalysen etc. Sonst entwickelt man ein Geschäftsmodell, das man nach wenigen Monaten am Markt wieder auf den Kopf stellen muss.
3. Nie aufgeben. Das Leben eines Startup-Gründers ist ein ständiges auf und ab mit einem Wechselbad der Gefühle, das zwischen Euphorie und Depression schwankt. Dabei darf man nie den Fokus und seine Vision aus den Augen verlieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Luca Michas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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