Traut euch, große Visionen zu haben, die euch langfristig motivieren

Automatisierte Projekt-Referenzen für Dienstleister von Xpertify

Stellen Sie sich und das Startup Xpertify doch kurz unseren Lesern vor!
Sehr gerne! Mit Xpertify erleichtern wir Unternehmen die Internet-Suche nach IT-Dienstleistern für deren Projekte. Wir Gründungsmitglieder – Aleks, Georg und Robert – kommen alle aus der IT-Branche und wissen deswegen aus eigener Erfahrung, dass es für Unternehmen äußerst schwierig sein kann, passende Anbieter für Projekte zu finden. Das ist oft so frustrierend wie die berüchtigte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Damit Unternehmen in Zukunft schneller den passenden Dienstleister finden, haben wir ein Anbieterverzeichnis (xpertify.de) entwickelt. Hier kann sich jeder Dienstleister kostenlos eintragen. Ein gutes Gefühl für das Know-how des Anbieters bekommen interessierte Kunden am schnellsten über das hinterlegte Portfolio, die die Expertise unter Beweis stellen.

Besonders überzeugend wirken da zum Beispiel belastbare Projektreferenzen, die ehemalige Kunden verfasst haben. Denn hinter einer Referenz stecken echte Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag mit einem Dienstleister. Das beeindruckt natürlich viel mehr als irgendwelche Werbetexte, die zu dick auftragen.

Deswegen hat Xpertify neben dem Anbieterverzeichnis mit Dienstleistungen einen Prozess entwickelt, der individuelle Online-Projektreferenzen automatisch erstellt. Anbieter von Dienstleistungen bekommen bei uns jetzt also auch digitale Projekt-Referenzen oder Referenzen-as-a-Service (RaaS), wie wir gerne mit einem Augenzwinkern sagen.

Wie ist die Idee zu Xpertify entstanden?
Das war fast wie im Film. Mitten in der Nacht ist Robert, plötzlich hochgeschreckt und war hellwach. Er hatte eine zündende Idee und griff hastig zum Smartphone, das er genau für solche Geistesblitze sogar beim Schlafen immer parat hat. Am nächsten Morgen konnten wir dann alle die erste Notiz in Evernote lesen – Xpertify war geboren.

Dann kam ein großer Stein ins Rollen. Jeder von uns hatte bis zu diesem Punkt viel Zeit in Projekten verbracht, also kannten wir die ganze Palette an Herausforderungen rauf und runter: egal ob bei der Akquise, der Vorbereitung oder der Durchführung. Mit der Zeit haben wir fast wie von selbst unzählige Notizen und Gedanken gesammelt. Wir konnten gar nicht anders.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Besonders schwer war es, unser gewohntes Leben ein Stück weit aufzugeben und uns an die neue Situation anzupassen. Zum Beispiel hat es viel Überwindung gekostet, unsere festen Jobs als Angestellte an den Nagel zu hängen. Aber jeder von uns hat von Anfang an so viel Herzblut und Leidenschaft in Xpertify gesteckt, dass die Umgewöhnung gut funktioniert hat.

Was unsere Produkte und Features angeht, hatten wir sehr schnell Konzepte entwickelt. Das alles dann aber sinnvoll zu priorisieren und erste Entwicklungsprozesse zu formulieren, war um einiges komplizierter. Und ansonsten bleibt da auch noch die Vermarktung, wie das bei allen Start-ups so ist.

Und zur Frage nach der Finanzierung: Wir bootstrappen! Ganz in hanseatischer Tradition sind wir eigenfinanziert, ohne große Hilfe von außen.

Wer ist die Zielgruppe von Xpertify?
Zu den Zielgruppen von Xpertify gehören Anbieter von Dienstleistungen und Unternehmen im B2B-Projektgeschäft, im ersten Schritt vor allem kleine und mittlere Unternehmen.

Für Anbieter von Dienstleistungen – egal ob IT-Systemhaus, Marketing-Agentur oder Strategieberatung – wir das Anbieterverzeichnis, in dem sie kostenlos die eigenen Schwerpunkte präsentieren können, um der Welt zu zeigen, was sie eigentlich alles drauf haben.

Für Kunden, die nach ganz bestimmten Dienstleistungen suchen – beispielsweise CRM-Dienstleistungen, IT-Systemhäusern oder Beratungen mit dem Schwerpunkt BI – schaffen wir eine Möglichkeit, geeignete Anbieter nach ähnlichen Projekten bei anderen Unternehmen auszuwählen. Das spart ihnen Zeit, Geld und vor allem auch Nerven.

Welche Vorteile bietet Xpertify?
Wir glauben, dass Unternehmen bei der Suche nach passenden Dienstleistern über Suchmaschinen vorsichtig sein müssen: Nur, weil eine Suchmaschine einen Dienstleister ganz oben ausspuckt, passt dieser noch lange nicht zu den eigenen Projekt-Anforderungen. Genaugenommen bedeutet es erst einmal nur, dass dieser Dienstleister viel Geld in SEO und SEA investiert hat.

Natürlich ist es für Anbieter extrem wichtig, online sichtbar zu sein und sich profilieren zu können. Deswegen verhelfen wir ihnen zu mehr Sichtbarkeit im Internet mithilfe des Dienstleister-Verzeichnisses. Außerdem stellen wir zusammen mit ihnen über Online-Projektreferenzen dar, worin sie wirklich stark sind. Damit ist Xpertify eine neutrale Anlaufstelle, die das Vertrauen in die Expertise eines Anbieters erhöht, ohne zu beschönigen. Wir gehen hierbei noch einen Schritt weiter: Eine Projekt-Referenz fungiert auf Xpertify als eigenständige LandingPage und lässt sich somit Bestens für Marketing-Zwecke nutzen. Wir unterstützen unsere Kunden auch dabei die Referenz für die passende Zielgruppe auf den gängigen Plattformen zu positionieren.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt Ihr USP?
Wir sind die zentrale Anlaufstelle im B2B-Projektgeschäft. Sowohl für Anbieter als auch für suchende Kunden bieten wir mit Cloud-Tools die Grundlage für effiziente Projekte. Die Kombination aus Anbieterverzeichnis und Cloud-Tools schafft neue Standards für B2B-Dienstleistungen.

Ein Online-Tool integriert die automatisierte Xpertify-Projekt-Referenz (XPR) in das Xpertify-Verzeichnis. Diese Online-Projektreferenz basiert auf einem gewissenhaft entwickelten Qualitätsmodell, durch das die Expertise glaubwürdig vermittelt werden kann.

Außerdem finden wir es unschön, dass Success Stories oder Referenzen mit Marketing-Fokus oft direkt vom Anbieter erstellt werden. Der Kern unserer XPR sind dagegen die authentischen Aussagen von Kunden. Für Interessenten ist eine praxisnahe Kundenstimme bei der Auswahl des Dienstleisters wesentlich hilfreicher.

Wie ist das Feedback?
Wir haben von Anfang an viel mit Kunden und Dienstleistern gesprochen. Bis jetzt haben wir nur gutes Feedback zu den Xpertify-Services bekommen.

Die Kunden erwähnen oft, dass ein Unternehmen heutzutage viel mehr mit Dienstleistern zusammenarbeitet als noch vor einigen Jahren. Früher gab es oft nur einen einzigen Anbieter, der sich um Hardware, Betrieb der Lösungen, Auswahl und Installation oder Konfiguration der Software gekümmert hat. Kunden wünschen sich, aus den vielen Insellösungen wieder eine Gesamtarchitektur zu schaffen, die zum Unternehmen passt.

Dienstleister, besonders kleine und mittelständische Anbieter, sind begeistert von den Möglichkeiten, mehr Marketing-Reichweite zu erzielen und den eigenen Fokus besser in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unsere Methoden sind da ja wesentlich preisbewusster als aufwendige PR- und Marketing-Kampagnen.

Xpertify, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir in der Lage sein, die ganze Palette an Herausforderungen im Projektgeschäft mit eigenen Services und Tools zu unterstützen: von der Analyse und Erstellung der Anforderungen über die Abwicklung und das Controlling bis hin zu Evaluierung und Nachbereitung.

Wir wollen die Digitalisierung im Projektgeschäft anschieben und komplett neue Standards auf diesem Gebiet im DACH-Raum definieren. Im besten Fall erfreuen wir uns auch an ein paar Nachahmern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ein Unternehmen zu gründen, ist eine sehr persönliche Sache, die für jeden einzelnen sehr unterschiedlich abläuft. Grundsätzlich empfehlen wir Gründern aber drei Dinge:

1. Höchstwahrscheinlich dauert alles sehr viel länger, als ihr denkt. Selbständigkeit ist kein Sprint, sondern eher vergleichbar mit einem Marathon.

2. Gründet im besten Fall nicht alleine. Ein bis zwei Mitgründer verringern die Arbeitslast und bieten hervorragende Sparringspartner, um unausgegorene Schnapsideen reifen zu lassen.

3. Traut euch, große Visionen zu haben, die euch langfristig motivieren. Definiert aber auch kleine Maßnahmen, die schnell umsetzbar sind. Oft wird zu viel geplant und zu wenig gemacht, besonders in Deutschland. Viel von nichts ist am Ende aber immer noch nichts.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Robert Cwicinski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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