Samstag, Januar 22, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

WYE – nachhaltige und innovative Möbel für Dein Zuhause!

Stellen Sie sich und das Startup WYE doch kurz unseren Lesern vor!

Hey, wir sind Franziskus Wozniak und Ferdinand Krämer, die Gründer des nachhaltigen Möbel-Startups WYE (sprich: why). Wir kennen uns schon seitdem wir Teenager sind. … Die Idee zusammen ein Business zu starten entstand während der Studentenzeit in unserer damaligen WG in München. Franziskus hat Wirtschaftsingenieurwesen und Ferdinand Industriedesign an der Hochschule München studiert.

Mit WYE haben wir Anfang 2019 ein Möbel-Label kreiert, das für nachhaltige und innovative Designerlebnisse steht. Unsere „Statementpieces“ verleihen jeder Wohnung, jedem Arbeitsplatz, jedem Café und Restaurant einen ganz besonderen Charakter.  Dafür haben wir einen neuen Holzwerkstoff entwickelt und ihn Neolign genannt. Der Clou: Unsere Kunden können die WYE- Produkte nach der Nutzungsdauer zurückgeben und wir führen sie zu 100 % dem Herstellungsprozess für neue Möbel wieder zu. Mit diesem einzigartigen Rückführungs-Kreislauf setzen wir neue ökologische Maßstäbe in der Möbelindustrie.  

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Uns war schon zu Studienzeiten klar, dass wir zusammen ein Unternehmen gründen wollen. Für uns steht das Hinterfragen, die Kernfrage nach dem Warum im Vordergrund – Daraus leitet sich übrigens auch unser Firmenname ab. Dabei steht für uns im Fokus, die Themen zu kombinieren, die uns besonders am Herzen liegen: Nachhaltigkeit, Natur und Design. 

Zunächst haben wir spielerisch mit verschiedenen Materialien experimentiert. Die wilde Anordnung der Späne auf der unbehandelten Spanplatte hat uns dabei direkt fasziniert, vor allem das gestalterische Potenzial, das darin steckt.

Durch das Einfärben des Materials konnten wir seine Individualität noch stärker zum Vorschein bringen. An der Holzfakultät München haben wir die eingefärbte Späne an der Labor-Presse zu farbigen Platten weiterverarbeitet. Nach einigen Entwicklungszyklen ist es uns gelungen, in der Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern, die Holzfasern mit geeigneten Farbpasten und Polymeren zu kombinieren und daraus den wiederverwertbaren Holzwerkstoff Neolign zu gewinnen. Das war der entscheidende Moment und die Geburtsstunde von WYE. 

Mit der ersten Möbelkollektion CHAMFER aus Neolign können wir unsere Vision von Nachhaltigkeit und individuellem Design direkt in die intimste Umgebung der Menschen bringen. Der Award für die „beste Geschäftsidee“, ausgelobt vom „Strascheg Center for Entrepreneurship“ (SCE) und der Designpreis in der Kategorie „Möbel & Produkt“, mit dem wir auf der Messe Blickfang Hamburg ausgezeichnet wurden, haben uns gleich zu Beginn unseres Vorhabens darin bestärkt, dass wir mit WYE auf dem richtigen Weg sind. 

Welche Vision steckt hinter WYE?

Wir möchten nachhaltige und innovative Eco-Konzepte in das Zuhause von möglichst vielen Menschen bringen. Mit WYE haben wir eine Marke kreiert, die neue ökologische Maßstäbe setzt, mit hohem Anspruch an Design und Qualität zu fairen Preisen.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Entwicklung eines neuen Materials, das noch dazu dem Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht werden muss, war eine ganz schön harte Nuss. Dabei waren wir sehr auf die Expertise von namhaften Herstellern aus der Holzindustrie angewiesen. Zudem waren unsere Ressourcen zu diesem Zeitpunkt sehr limitiert. Wir sind mehr als dankbar, dass sich die Mühen gelohnt haben und am Ende Neolign dabei herauskam. Finanziert haben wir uns mit einem Förderkredit der KfW Bank – zum Glück noch vor der Corona Krise.

Wer ist die Zielgruppe von WYE?

In den vergangenen Jahren ist nachhaltiges Konsumieren aus der reinen „Öko-Ecke“ herausgewachsen und zu einem Trend sowohl bei den Älteren, aber auch bei den Jüngeren geworden. Die WYE-Möbel sprechen eine Zielgruppe an, für die individuelles Design und Nachhaltigkeit zusammengehören. Aktuelle Studien zeigen, dass der Bedarf nach Produkten, die nach dem Prinzip „vorher an nachher denken“ konzipiert sind, steigt. Diese Entwicklung lässt sich bereits in der Textilbranche sehr gut beobachten. 

Wie funktioniert WYE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir setzen neue ökologische Maßstäbe in der Möbelindustrie, indem wir in ganzheitlichen Produktkreisläufen denken – von den Ressourcen über die Herstellung und Nutzungsdauer bis zur Entsorgung. Das gelingt uns mit der Material-Innovation Neolign, bestehend aus einer Kombination von Holzfasern, die bei der Holzindustrie als Abfallprodukt anfallen und Polymeren, sowie speziellen Farbpasten. Der Holzwerkstoff lässt sich zu 100 % für die Produktion neuer WYE-Möbel wiederverwerten. Darüber hinaus handelt es sich bei Neolign um einen äußerst robusten Designwerkstoff, der auch auf dem Balkon oder der Terrasse eingesetzt werden kann.  

Wir achten wir bei der Entwicklung unserer Produkte auf Langlebigkeit durch hohe Qualität, zeitloses Design und Reparaturfreundlichkeit der Möbel. Dennoch zeigen Statistiken, dass selbst hochwertige Designstücke zunehmend kürzer genutzt werden. Daher bieten wir dem Kunden an, bei Bedarf die Produkte zurückzunehmen. Durch unseren Rückführungs-Kreislauf hat das Neolign auch nach der Nutzungsdauer als Ressource einen hohen Wert für uns. Dank diesem Alleinstellungsmerkmal kann unser Produkt über mehrere Jahrzehnte wiederverwendet werden. Für die Rückgabe erhält der Kunde eine Gutschrift. Diese kann er dann für ein neues Produkt beim stationären Händler oder bei uns im Online-Shop einlösen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir merken es sehr stark im Einzelhandel, der zurzeit geschlossen hat. Hier waren wir gerade dabei, ein großes Händlernetzwerk aufzubauen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben von Anfang an eine digitale Strategie verfolgt. Nun wird das deutlich konsequenter und schneller umgesetzt, auch in Kooperation mit Onlineplattformen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir sind überzeugt, dass der Onlinehandel im Möbelbereich nun deutlich schneller von den Kunden antizipiert wird, als prognostiziert. Hier sehen wir gute Chancen von der Entwicklung zu profitieren. 

Aufgrund der aktuellen Lage erfährt das Thema Nachhaltigkeit gerade deutlich mehr an Aufmerksamkeit und Relevanz. Wir nutzen das, in dem wir verstärkt in unsere Content Marketing- und PR- Strategie investieren. Vor allem in der Zusammenarbeit mit so genannten „Sinnfluencern“ überzeugen wir mit unseren Produkten und der Philosophie dahinter. 

 WYE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns als Materialentdecker und Innovatoren. Das bedeutet, wir werden zum einen das Potenzial von Neolign noch weiter ausschöpfen, zum anderen neue Materialien einführen. Zudem finden wir den Mega-Trend Individualisierung spannend. Aktuell tüfteln wir an einem Konzept, das es unseren Kunden ermöglicht, WYE-Produkte noch einzigartiger zu gestalten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wie Churchill einmal sagte – „Geben Sie nie, nie, nie, nie auf“

Tue die richtigen Dinge mit der richtigen Einstellung

Teamwork

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Franziskus Wozniak und Ferdinand Krämer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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