Sonntag, November 28, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Wundergarten: Wundererde torffreie Universalerde aus 3% Pflanzenkohle

Stellen Sie sich und das Startup Wundergarten doch kurz unseren Lesern vor!

Wir verfolgen bei Wundergarten das Ziel, Gärtnern und die Pflege von Zimmerpflanzen klimafreundlicher, einfacher und nachhaltiger zu gestalten. Dafür wurden mehrere Produkte entwickelt, unter anderem die Wundererde: Eine torffreie Universalerde, die 3% Pflanzenkohle aus deutschem Grünschnitt enthält. Diese speichert aufgrund ihrer riesigen Oberfläche Wasser und Nährstoffe und gibt sie bedarfsgerecht wieder ab, was in der Anwendung selteneres Gießen und Düngen bedeutet. Durch die Pflanzenkohle wird pro Sack zusätzlich zu dem in der Erde sowieso enthaltenen Kohlenstoff etwa 1kg CO2 gebunden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In meinem vorherigen Job war ich zwei Jahre lang in Afrika stationiert. Dort habe ich die Problematik rund um die Rodung von Bäumen und die Auswirkungen des Klimawandels auf Boden und Nahrungsmittelversorgung live erlebt. Als ich zurück in Deutschland war, wusste ich: Ich möchte ein Start-up gründen, was dagegen angeht. Zunächst habe ich eine Alternative zu Holzkohle entwickelt, bevor ich dadurch schließlich Pflanzenkohle als Bodenzugabe – und die damit verbundenen positiven Eigenschaften entdeckt habe. 

Welche Vision steckt hinter Wundergarten?

Unsere große Vision ist es natürlich, mit unserem Start-up nachhaltig etwas zum Klimaschutz beizutragen. Laut des UN-Klimarats liegen 90 Prozent des Klimaschutzpotenzials der Landwirtschaft in der Kohlenstoffspeicherung in Böden. Gleichzeitig möchten wir Gärtnern erleichtern und Menschen für Umwelt & Pflanzen begeistern. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine Herausforderung ist bis heute sicherlich der hart umkämpfte, preisgetriebene  Markt – voll von günstigen und teilweise qualitativ minderwertigen Erden. Es muss also zunächst eine Bereitschaft in Kunden:innen geweckt werden, Geld für nachhaltige Produkte auszugeben. Diese wächst ja zum Glück derzeit enorm. Gleichzeitig verlangt Wundererde viel Aufklärungsarbeit: Kaum jemand kann mit dem Begriff der Pflanzenkohle etwas anfangen, wir müssen erklären, was Pflanzenkohle eigentlich ist. Natürlich spielen finanzielle Aspekte bei so saisonalen Produkten auch immer eine Rolle. Zudem waren die Vorproduktionsleistungen enorm, wir haben das mit einem Gesellschafterdarlehen gelöst. Einen langen, finanziellen Atem muss man in dieser Branche allerdings mitbringen, hier gibt es kein schnelles Geld. 

Wer ist die Zielgruppe von Wundergarten?

Grundsätzlich jede*r Pflanzenliebhaber*in, egal ob Zimmerpflanze, Stadtbalkon oder großer Garten. Unsere Produkte erleichtern die Pflege und steigern den Ertrag. Natürlich erhoffen wir uns auch, dass die Industrie in Zukunft verstärkt mit Produkten arbeitet, die Pflanzenkohle enthalten. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Nur wenige Menschen wissen über die Vorteile von Pflanzenkohle Bescheid. Dabei kann Pflanzenkohle so viel für das Klima tun kann und erleichtert Gärtnern gleichzeitig unglaublich. All unsere Produkte sind also Helfer im Kampf gegen den Klimawandel, haben jedoch gleichzeitig auch einen realen Nutzen für all unsere Kunden*innen. Diese müssen nämlich weniger gießen und können gleichzeitig mehr ernten, auch hier spart man also wieder Ressourcen und rettet einigen Pflanzen das Leben, wenn sie mal vergessen werden. 

Wundergarten, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir auf jedem Balkon/in jedem Garten des Landes unsere Wundererde sehen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen. Eine Gründung kostet neben Zeit und Nerven auch viel Geduld, dessen muss man sich bewusst sein. Wenn man von der eigenen Idee überzeugt ist, bleibt man dran. 

Klug priorisieren! Besonders zu Beginn kommen einem die Tage wahnsinnig kurz vor und es gibt wahnsinnig viel zu tun und tausend Ideen gleichzeitig. Umso wichtiger ist, ordentlich zu priorisieren, da man nicht alles gleichzeitig schaffen kann.

Nachhaltig wachsen! Wir verfolgen mit Wundergarten ganz klar die Strategie, nachhaltig zu wachsen und Ziele, die wir erreichen wollen, jedes Jahr klar definieren. Es bringt jungen Firmen wenig, zu Beginn mit viel Druck den maximalen Profit zu machen und in der darauffolgenden Saison wieder abschmieren – also lieber Step by Step. 

Wir bedanken uns bei Johannes Musiol für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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