Dienstag, November 30, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Matthias Schadhauser und Philipp Kramer Gründer von wryte, iPad App macht Bücher, Hefte und Stundenplan digital, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup wryte doch kurz vor!

Wir sind Philipp (26) aus München und Matthias (27) aus München, wo wir auch beide studiert haben. Philipp kommt dabei aus der Marketing-Richtung und Matthias ist mit Elektroingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen eher technischer begabt. Gemeinsam haben wir vor zwei Jahren beschlossen, Schülern mit wryte das ultimative Tool zu bieten. Mit wryte haben wir eine iPad App erschaffen, die das handschriftliche Führen von Heften auf dem Tablet ermöglicht und dabei ein Feuerwerk an digitalen Mehrwerten bietet. Beispielsweise sorgen der Aufbau und das Design von wryte dafür, dass automatisiert Ordnung gehalten wird. Das integrierte Stundenplan Feature ist außerdem intelligent mit allen Fächern und Heften verlinkt und öffnet immer das richtige Heft im richtigen Moment.

Abseits der stylischen Benutzeroberfläche arbeiten wir mit unserem Team derzeit an Features, die eine Echtzeit Zusammenarbeit mit Klassenkameraden oder Nachhilfelehrern ermöglichen. Passende Nachhilfelehrer werden dabei On Demand auch für nur wenige Minuten bereitgestellt und können live mit Schülern parallel im selben Heft arbeiten. Außerdem arbeiten wir an der Integration von eBook-Schulbüchern, um das Gewicht der Schultasche auf ein Minimum zu reduzieren.


Wie ist die Idee zu wryte entstanden?

[Matthias]: Seit mehr als zehn Jahren gebe ich in meinem Institut matherezepte.de Nachhilfe und bereite Schüler auf das Abitur vor. Dabei beobachte ich täglich wie Schüler arbeiten, was sich über die Zeit an der Arbeitsweise verändert, was dabei gut funktioniert und was vielleicht nicht so gut klappt. Der ganz klare Trend zum handschriftlichen Mitschreiben auf dem Tablet war ohne Frage zu erkennen. Parallel habe ich jedoch beobachtet, dass die meisten Schüler, die mit dem Tablet arbeiten, tausende Dokumente in vielen Ordnern und Unterordnern gespeichert hatten, oftmals verteilt auf verschiedene Apps. Das Chaos war allgegenwärtig, oftmals wurde in Nachhilfeeinheiten minutenlang nach den passenden digitalen Mitschriften gesucht. Außerdem wurde das volle Potential des Tablets nicht ausgeschöpft, schwere Bücher wurden nach wie vor in die Schule geschleppt, Zettelchaos wurde parallel weiterbetrieben. Philipp und mir war schnell klar, das geht definitiv besser!

Welche Vision steckt hinter wryte?

wryte möchte jedem Schüler einfachen Zugang zu einer 100% Digitalisierung seines Bildungsalltags ermöglichen. In nur einer App soll dabei nicht nur alles enthalten sein, was der Schüler zum Arbeiten benötigt, sondern auch alles, was das Schülerleben um ein Vielfaches leichter machen kann, aber bisher ungenutzt liegengeblieben ist. Beispielsweise lassen sich handschriftlich geführte Vokabelhefte automatisiert von einem Sprachassistenten abfragen, die dafür nötige Handschrifterkennung gibt es schon lange, ein Leichtes also Schülern mit wryte einen absoluten Mehrwert zu bieten. Derartige Möglichkeiten gibt es unbegrenzt, diese möchten wir gebündelt an alle Schüler weltweit weitergeben.

Wer ist die Zielgruppe von wryte?

Die Zielgruppe von wryte sind ganz klar Schüler weiterführender Schulen. Alle Apps für handschriftliche Notizen, die derzeit auf dem Markt sind, haben sich nicht auf eine Zielgruppe spezialisiert und lassen dabei eine Vielzahl an Features liegen, die für manche Zielgruppen ein absoluter Game Changer wären. wryte hat beispielsweise ein Stundenplan-Feature nur für Schüler integriert, dass zu jeder Zeit von selbst das richtige Heft öffnet.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Da wir die Digitalisierung von Schülern vorantreiben möchten und dabei nicht das Tempo der Bundesregierung und der Kultusministerien gehen wollten, war uns von Anfang an klar, dass wir Speed brauchen. Dabei war uns auch klar, wer könnte sich für die schnelle Vermarktung und das Wachstum eines Startups mehr eignen als ein erfahrener, finanzstarker Löwe. Deshalb beschlossen wir, uns für die Show zu bewerben.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Dadurch, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt seit knapp einem Jahr fast täglich mit unserem Produkt auseinandergesetzt haben, gab es kaum eine Information, die wir nicht sofort parat gehabt hätten. Die Vorbereitung auf die Sendung beschränkte sich also eher darauf, die Löwen und ihre Stärken aber auch Schwächen kennenzulernen. Dazu gehört auch, sich auf Fragen vorzubereiten, die von verschiedenen Löwen gerne und häufig gestellt werden. Um auch wirklich auf alle Fragen die passenden Antworten bereit zu halten, sammelten wir Fragen aus vorangegangenen Folgen von DHDL und ließen uns zusätzlich von Family & Friends löchern. Das Ergebnis gab uns ein sehr gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen für die Show.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Zu Beginn unserer Reise als Startup waren wir, wie vermutlich alle anderen Gründer auch, fest davon überzeugt, dass wryte die absolute Hammerlösung für Schüler ist und sich in logischer Konsequenz eigentlich jeder dafür interessieren muss.

Spaß beiseite, die Tatsache, dass wir es in die Show geschafft haben, bestätigt uns in unserem Glauben, dass wryte etwas ist, was für eine breite Bevölkerungsgruppe sehr interessant ist, da DHDL natürlich so viele Zuschauer wie möglich mit den Auftritten der Gründer begeistern möchte. Ausgewählt zu werden heißt außerdem die sehr große Chance auf ein Investment zu erhalten, welches das Wachstum des Unternehmens stark beschleunigen könnte.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf wryte aufmerksam werden?

Dieser Schritt hat uns definitiv Antrieb verliehen. Als seriöse Gründer hängt unser Business jedoch nicht von der Teilnahme an einer Show ab. Unsere Strategie und unser Business Modell sind so konzipiert, dass wir in jeder noch so abwegigen Situation unseres Werdegangs einen Weg zum Ziel finden. Gleichzeitig waren wir auch vor der Show überzeugt, mit unserem Geschäftsmodell jede Sorte Investor begeistern zu können, auch wenn ein Löweninvestment in seinen Facetten natürlich nochmal etwas ganz eigenes ist. Diese Einstellung hat uns in der Show die nötige Ruhe und das nötige Selbstbewusstsein verliehen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Als Investoren hatten wir Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer im Fokus. Nico begeistert sich für Nachhaltigkeit und da wir mit unserer Lösung jährlich Unmengen Papier sparen, bietet sich hier ein Anknüpfungspunkt. Carsten ist absoluter Profi, wenn es um Technologie, vor allem Software, geht.

wryte, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist wryte einer der Topanbieter für EdTech weltweit, der Schülern auf dem ganzen Globus das Schulleben der Zukunft bietet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Seid in der Konversation mit den Löwen direkt und ehrlich
  2. Seid schlagfertig, nicht alle Argumente der Löwen ergeben auf Anhieb Sinn und müssen so hingenommen werden
  3. Und seid einfach nur ihr selbst. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht läuft es im Leben doch immer besser.

Matthias Schadhauser (r.) und Philipp Kramer aus München präsentieren mit „wryte“ eine All-In-One Schul-App. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

wryte ist am 18. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Matthias Schadhauser und Philipp Kramer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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