Wozu ist der Chip in der Druckerpatrone?

Früher war die Druckertechnik einfach: Über ein Kabel wurden Daten des Druckbildes vom PC zum Drucker transportiert. Heute werden die meisten Druckerpatronen mit einem Chip ausgestattet, der sehr viel mehr kann. Wobei er zum Einsatz kommt und welche Funktionen er erfüllt, lesen Sie in diesem Artikel.

Die älteren Semester unter uns werden sich erinnern, wie der Tintenstrahl-Druckkopf sich lautstark in Bewegung setzte und Zeile für Zeile Text und Bilder auf das Papier brachte. Die Systeme wurden im Laufe der Jahre mehr und mehr verfeinert.

Tintenfüllstand prüfen

Heute gibt es Tintenstrahler, die kaum noch einen Laut von sich geben und ein ähnlich gutes Druckergebnis liefern wie die Laserdrucker, die mithilfe ihrer Tonertechnik schnell und präzise und daher sehr beliebt sind.
Sowohl Toner als auch Druckerpatronen sind mittlerweile oft mit einem Chip ausgestattet, der eine Vielzahl an Daten speichern kann. Moderne Drucker sind daher nicht nur WLAN-fähig, sondern liefern beispielsweise Informationen über den Tintenfüllstand oder die Restmenge in der Tonerkartusche.

Servicegedanke oder Abzocke?

Der Besitzer eines Druckers kann diesen Service nutzen, um rechtzeitig für Nachschub zu sorgen. Er bekommt eine Benachrichtigung darüber, dass sich die Tinte oder der Toner dem Ende entgegen neigt. Der Hersteller sorgt somit   für einen höheren Absatz.
Als ärgerlich empfinden es manche Nutzer, dass manche Drucker ab einem bestimmten niedrigen Füllstand den Druckvorgang automatisch unterbrechen. Dies ist vor allem dann problematisch, wenn die entsprechende Farbe gar nicht benötigt wird und eine andere noch in ausreichender Menge vorhanden ist.

Garantie beachten

Schwierig kann es in Ausnahmefällen auch werden, wenn Ersatzpatronen eingesetzt werden, die nicht vom Original-Hersteller kommen. Der Drucker erkennt das Fremdfabrikat sofort. Garantieleistungen sind allerdings häufig an das Original geknüpft.
Sogenannte Refill-Druckerpatronen können immer wieder mit Druckertinte aufgefüllt werden. Jedoch hat auch das manchmal Komplikationen zur Folge. Dann nämlich, wenn das System nicht den tatsächlichen Tintenstand misst, sondern lediglich errechnet, wann theoretisch der Leerstand nach dem ursprünglichen Verbrauch erreicht werden müsste.

Vorsicht bei günstigen Angeboten

Im Zweifel bleibt dem Verbraucher dann nur der Gang zum Händler, um den Chip zu resetten und in den Anfangszustand zurück zu versetzen. Nicht immer ist ein solches Vorgehen von Erfolg gekrönt.
Bei allzu günstigen Druckern sollten Konsumenten demnach hellhörig werden. Hersteller holen sich die scheinbare Ersparnis durch den Verkauf von Tonerkartuschen und Druckerpatronen hundertfach zurück.

Eine gute Alternative

Auch wenn das Wiederauffüllen als die nachhaltigste Methode gilt, um Ressourcen zu sparen, kann es sinnvoll sein, eher auf preiswerte Alternativprodukte zu setzen. Unser Tipp: Lesen Sie im Vorfeld Bewertungen anderer Nutzer, um nachvollziehen zu können, ob die Alternative auch funktioniert.
Um den Original-Chip des Herstellers zu kopieren, ist einiger Aufwand nötig. Zunächst wird dafür der Chip in seine Einzelteile zerlegt. Anschließend wird die Bauweise inklusive der Schaltpläne nachgebaut. Die Übertragung der Daten erfolgt in der Regel durch verschlüsselte Protokolle.

Chips mit eigener Codierung

In Druckerpatronen-Chips der Alternativ-Hersteller wird nun eine eigene Codierung entwickelt. Man kann sich vorstellen, dass bei diesem Vorgang zunächst diverse Fehlerquellen am Duplikat ausgeschlossen werden müssen.
Das bedeutet nicht, dass nicht auch hochwertige Alternativ-Produkte existieren. Die Qualität sollte allerdings genau geprüft werden, um irreparable Schäden am Drucker zu vermeiden.

Autor: Felix Bruhn

Bild: ©istock.com/Lobro78

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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