Woran viele Gründer scheitern

Fünf Anfängerfehler von Start-ups 

Fehler zu machen und daran zu wachsen, gehört zum Leben dazu. Auch frischgebackene Unternehmensgründer treffen zu Beginn nicht immer die besten Entscheidungen. Doch wer die häufigsten Fehler anderer Gründer kennt, kann diese effektiv vermeiden. Oliver Kerner, professioneller Vertriebstrainer, Speaker und Coach aus Bremen und Gründer von OK-Training, weiß, welche Probleme junge Unternehmen haben, und unterstützt Start-ups mit seinem Mentoring-Programm dabei, diese zu lösen. 

Idee ohne Geschäftsmodell 

Viele Gründer sind zu Beginn Feuer und Flamme für ihre Idee. „Dabei vergessen sie allerdings häufig einen wichtigen Aspekt: Eine gute Idee allein reicht nicht aus. Denn um Geld zu verdienen, muss auch das Geschäftsmodell stimmen“, betont Oliver Kerner. Nur wer sich zu Beginn überlegt, wie er mit seiner Idee Profit macht, kann langfristig am Markt bestehen. 

Kundschaft nicht kennen 

Wer seine Zielgruppe und deren Bedürfnisse nicht versteht, macht oftmals schon bei der Produktentwicklung gravierende Fehler. Im schlimmsten Fall entsteht am Ende ein Produkt, das niemand gebrauchen kann und somit auch niemand kauft. Gründer sollten sich also vorher gründlich umhören und potenzielle Kunden direkt fragen, was sie benötigen. 

Fehlendes Finanzwissen 

An der falschen Kalkulation des Finanzbedarfs scheitern viele Unternehmen. In den meisten Fällen unterschätzen Gründer die anfallenden Kosten. Mangels Erfahrung vergessen sie einige Kostenpunkte, während sie andere vollkommen falsch berechnen. „Wer mit den Finanzen überfordert ist, sollte fachkundige Mitarbeiter einstellen“, rät Oliver Kerner. 

Falsche Aufstellung von Vertrieb und Marketing 

Junge Unternehmen legen den Fokus am Anfang oftmals nur darauf, mehr Kunden zu gewinnen. Allerdings sollte der Vertrieb auch Zeit investieren, um Bestandskunden zu halten. „Neukundenakquise mit Werbung und Sonderaktionen kostet oft viel Zeit und Geld. Bestandskunden bringen Umsatzwachstum, da sie mit zunehmendem Vertrauen bereit sind, mehr Geld beim Unternehmen auszugeben. Dafür müssen sie allerdings das Gefühl haben, dass sie als Kunde wertgeschätzt werden“, erklärt Oliver Kerner. 

Mangelnde Beratung 

Kein Gründer kann von Beginn an alles wissen. Doch wer sich scheut, um Hilfe zu bitten, wird auf der Stelle treten. Für die Beratung kommen aber nicht nur Bekannte aus dem Familien- und Freundeskreis, sondern vor allem professionelle Berater und Gründungscoaches infrage. Diese Experten können aus ihrem großen Erfahrungsschatz schöpfen. Sie kennen sich zum Beispiel mit Formalitäten bei Behörden aus und wissen, welche Rechtsform sich für welches Unternehmen anbietet. Außerdem helfen sie Gründern dabei, einen Businessplan zu erarbeiten. 

Quelle Oliver Kerner, professioneller Vertriebstrainer, Speaker und Coach aus Bremen und Gründer von OK-Training

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