Bleib deinen Prinzipien Treu

Wooltasia für alle die Handarbeit lieben

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Wooltasia doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Julia und Christian und wollen der Handarbeitsbranche zu einer neuen Revolution verhelfen.
Wooltasia ist aus einem Freizeit-Projekt entstanden und wurde von Christian Ringshofer im November 2016 gegründet.

Wie ist die Idee zu Wooltasia entstanden?
Meine Frau Julia war während ihrer Schwangerschaft häufig in diversen Handarbeitsgruppen auf Facebook unterwegs. Dabei stieß sie immer wieder auf Gruppen in denen es möglich schien Bilder und Motive nach eigenem Ermessen zu häkeln oder zu stricken. Auch wenn das Motiv-Häkeln für einige bereits ein Begriff war, schrie diese Nische geradezu danach neu erfunden zu werden, denn es fehlte einfach am richtigen Werkzeug.
Viele analoge Versuche der anfangs noch Motivierten führten zu falschen Bildproportionen oder endeten letztendlich zusammen mit dem ganzen Frust in der Ecke, da das ständige Zählen von Maschen auf Bergen von Blättern natürlich zu Fehlern führte.
Da meine Frau und ich zwei Handy-Freaks sind, die Handarbeit lieben und ich genau auf diesem Gebiet die passende Berufserfahrung mitbringen konnte, war uns die Idee einer App bereits in die Wiege gelegt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Idee kam im Sommer 2015 bis zum Release der App ging es recht schnell, bereits im Dezember 2015 veröffentlichten wir eine erste Version von Wooltasia im Google Play Store. Eine der größten Herausforderungen ist und bleibt die Finanzierung und die Tatsache, dass es nur einen Entwickler im Team gibt. Da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn zahlreiche Ideen müssen momentan noch auf der Strecke bleiben und können nur tröpfchenweise in den großen Teich fließen in dem wir hoffentlich auch irgendwann schwimmen können. Eine weitere große Hürde, die wir auch nach einem Jahr noch vor uns haben, ist die Umsetzung einer iOS-Variante der App. Wir glauben, dass dieser Schritt noch essentiell notwendig sein wird, damit Wooltasia auf eigenen Beinen stehen kann und laufen lernt.
Bisher haben wir das Projekt aus eigener Tasche finanziert. Seit einigen Monaten erhalten wir von unseren Nutzern auch Spenden die uns auch darin bestätigen an der Idee festzuhalten und uns zeigen, dass Wooltasia eine Sache ist, die sich viele insgeheim gewünscht haben.

Wer ist die Zielgruppe von Wooltasia?
Wooltasia richtet sich an Menschen egal welchen Alters oder Geschlechts, die gerne Handarbeiten, sei es Malen, Bügelperlen, Stricken, Sticken, Knüpfen, Häkeln.

Wie funktioniert Wooltasia?
Wooltasia nimmt dem Nutzer all die Mühseligkeiten ab die ihn von der eigentlichen Handarbeit abhält. Die App kümmert sich um die Umrechnung des Bildes auf die gewünschte Größe, reduziert die Farbauflösung des Bildes, berechnet eine passende Farbpalette und übernimmt das Zählen der einzelnen Bildpunkte je Farbe komplett selbst. Der Fortschritt bleibt automatisch gespeichert und so kann auch mal ganz schnell und einfach unterwegs gearbeitet werden.
Da ich seit mehr als zehn Jahren auch in der Hobby-Spieleentwicklung tätig bin profitiert die App von einigen Techniken der 3D-Beschleunigung und bekommt dadurch einen spielerischen Aspekt. So ist es den Nutzern möglich direkt in das Bild einzutauchen, um das Bild Masche für Masche abzuhaken.

Wie ist das Feedback?
Bisher ist das Feedback unserer Nutzer einzigartig! Eine Durchschnittsbewertung von 4.8 von 5 Sternen im Google Play Store und täglich mehreren Tausend aktiven Usern zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind Wooltasia in einer noch kaum berührten Welt zu etablieren. Unsere Community, mit der wir auf Facebook sehr nahe in Kontakt stehen, ist äußerst engagiert und steht in allen Fällen — so wie unsere Familie und Freunde das auch tun — hinter uns und unserer Vision.

Wooltasia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist es, dass Wooltasia nicht nur eine App bleibt, sondern sich auch in verschiedenen Formen als fester Bestandteil in die Handarbeitsbranche integriert. Wooltasia ist zwar jetzt in der Anfangsphase als Hammer ein einfaches und beliebtes Werkzeug, doch wollen wir daraus Schritt für Schritt einen ganzen Werkzeugkasten entwickeln in dem jeder Handarbeiter sein passendes Tool oder Gadget findet mit dem er seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Mittels eines Shop-Systems in der App, das sich seit Anfang 2016 noch in der Entwicklung befindet, sollen Nutzer künftig die Handarbeitswaren welche sie für ihre Projekte brauchen, sei es Wolle, Stifte, Bügelperlen, usw., direkt bequem über die App bestellen können. In unserer Vision schließt Wooltasia nicht nur die Lücke zwischen der digitalen Welt und der Handarbeit sondern bietet vielen Nutzern auch ein soziales Netzwerk mit dessen Hilfe die Community rund ums Thema Selbermachen wieder ein deutliches Stück näher zusammen rückt. Wooltasia soll jedes praktische Gerät in ein Tool verwandeln das wie eine Häkel- oder Stricknadel einfach zum Handarbeits-Accessoire dazu gehört.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Bleib deinen Prinzipien Treu: Unterstützung von Familie und Freunden ist wunderbar und dringend notwendig. Aber man sollte stets sein Ziel vor Augen behalten und nicht vom Weg abkommen.
2. Team Building: Es ist wichtig Personen im Team zu haben, die bereit sind genauso gerne Zeit in die Idee zu stecken wie man selbst, Business geht da schon mal vor Freundschaft.
3. Nähe zum Kunden: Baue schon von Anfang an Nähe zu deinen Kunden auf. Sie werden dir helfen deine Vision zu gestalten und bringen dich immer wieder zurück auf den richtigen Weg.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Julia und Christian für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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