Kenne deinen Markt und deine Zielgruppe!

Wonder Workshop – mit Hilfe des Lernroboters Dash spielend das ABC des Programmierens lernen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Wonder Workshop doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, mein Name ist Christopher Cederskog und ich bin der Deutschland-Geschäftsführer von Wonder Workshop. Unser Unternehmen ermöglicht es Kindern ab sechs Jahren mit Hilfe des Lernroboters Dash spielend das ABC des Programmierens zu lernen. Seit 2014 ist Dash in den USA verfügbar, der Deutschland-Start erfolgte im Herbst 2016, gleichzeitig mit der Eröffnung eines Büros in Berlin.

Wie ist die Idee zu Wonder Workshop und dem Lernroboter entstanden?
Wonder Workshop wurde 2012 in San Francisco mit einer klaren Mission gegründet: Jedem Kind den Zugang und Spaß am Coding zu ermöglichen. Die Idee dazu entstand, als der gebürtige Inder Vikas Gupta für seinen Master in die USA ging und anschließend bei Tech-Größen wie Amazon oder Google zu arbeiten begann. Während seines 6-monatigen Sabbaticals zur Geburt seiner Tochter beschäftigte er sich zunehmend mit der Frage, wie er auch sie bestmöglich für die Zukunft vorbereiten könnte. Ihm war klar, dass Coding für seine Tochter einmal mindestens genauso wichtig sein wird wie das Erlernen von Fremdsprachen. Daraus entstand die Idee zu Wonder Workshop und Dash war geboren – ein kindgerechter Roboter, mit dem Kinder spielerisch über altersgerechte Apps programmieren lernen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die wohl größte Herausforderung bestand in der Entwicklung von Dash, vom ersten Prototypen bis hin zum cleveren Lernroboter, so wie wir ihn heute kennen. Unser erster Prototyp war damals ein modularer Roboter-Bausatz, der sich über die Zeit und durch viele Tests immer weiter entwickelt hat. Am Ende stand ein steuerbarer Roboter, der mit Smartphone und Tablet programmiert werden kann.
Wir haben unsere Prototypen viel im realen Einsatz mit Kindern getestet und das Feedback war Gold wert. Zum Beispiel kamen unsere ersten Prototypen überhaupt nicht bei Mädchen an, weshalb wir uns für runde Formen entschieden und die Räder des Roboters versteckt haben. Dadurch ist auch das Interesse der weiblichen Testgruppe gestiegen. Es war viel Optimierungsarbeit nötig, bis Dash zu dem Roboter geworden ist, den wir heute kennen und lieben gelernt haben.
Finanziert haben wir uns über unsere äußerst erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, mit der wir insgesamt 1,4 Millionen US-Dollar einnehmen konnten. Wir haben die Kampagne selbst durchgeführt und uns gegen Anbieter wie Kickstarter oder Indiegogo entschieden, unter anderem, um möglichst nah an unserer Zielgruppe zu bleiben und flexibel mit ihr zu interagieren zu können.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Seit der Markteinführung von Dash 2014 in den USA hat sich viel getan. Zum einen wurden Dash und Wonder Workshop mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zum anderen haben sich einflussreiche Persönlichkeiten wie zum Beispiel Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda für den Einsatz von Dash in Schulen und im Kinderzimmer ausgesprochen. Der pädagogische Wert, der spielerische Ansatz und die Freude, welche Dash den Kindern bereitet, haben dafür gesorgt, dass Dash inzwischen in über 8.000 Schulen weltweit zum Einsatz kommt. Wir vertreiben Dash in fast 40 Ländern und im Herbst 2016 wurde eine Niederlassung in Berlin eröffnet. Das anfangs überschaubare Team von Wonder Workshop ist rasant auf 49 Mitarbeiter gewachsen, fünf davon sind alleine im Berliner Büro beschäftigt.

Wer ist die Zielgruppe von Wonder Workshop?
Mit unserem Lernroboter Dash adressieren wir Kinder ab 6 bis 12 Jahren. Kinder werden mit Dash so früh und so gut wie möglich auf das Berufsleben und ihre digitalen Herausforderungen vorbereitet – und das ohne Druck oder ihnen dabei die Freude am Lernen zu nehmen. Unsere Zielgruppe sind daher Eltern, denen das Wohlergehen und die Bildung ihrer Kinder sehr am Herzen liegt. Dabei ist es unbedeutend, ob die Eltern sich selbst als digitale Profis bezeichnen würden oder nicht – durch die intuitive Bedienung von Dash braucht niemand Berührungsängste bei Dash zu haben. Dash selbst spricht durch seine hübsche blaue Farbe und seine runden Formen Mädchen und Jungs gleichermaßen an und hilft dabei, traditionelles Rollendenken abzubauen und das Interesse aller Kinder für Technologie zu wecken.

Wie funktioniert der Lernroboter Dash?
Der Spaß mit Dash beginnt bereits mit dem Öffnen des Kartons – keine komplizierten Bedienungsanleitungen, kein Aufbauen, kein Schrauben. Mit kostenlosen und altersgerechten Apps für Smartphone oder Tablet wird Dash über Bluetooth bedient; diese verfügen über ein Lernprogramm, Hilfen, einen freien Spielmodus und viele weitere Spielmöglichkeiten. So können Kinder Dash zum Tanzen und Singen bringen, ihn Aufgaben erledigen lassen oder ihn durch einen selbstgebauten Parcours steuern – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch diverse Aufgaben werden Kinder Schritt für Schritt mit dem Programmieren vertraut gemacht. Die ersten Aufgaben sind dabei sehr einfach, wobei sich der Schwierigkeitsgrad stetig erhöht.
Dank hochwertiger Verarbeitung und der Integration neuester Technik und Sensorik reagiert Dash schnell und ist präzise steuerbar. Durch seine Sensoren reagiert er sogar gezielt auf Geräusche, sodass er seinem Gegenüber immer freundlich interessiert ins Gesicht schaut – das macht ihn sehr lebendig und liebenswert.

Ab wie viel Jahren ist der Lernroboter geeignet? Bis wie viel Jahren ist er sinnvoll?
Die Kernzielgruppe von Dash sind Kinder ab 6 bis 12 Jahren. Hier gilt: Je älter die Kinder sind, desto anspruchsvollere Aufgaben hält Dash für sie bereit.Aber auch jüngere sowie ältere Kinder können mit unserem cleveren Roboter eine Menge Spaß haben. Dies hängt in erster Linie davon ab, wie ausgefeilt man die angebotenen Programmiermöglichkeiten nutzt. Während sich das jüngere Publikum bereits daran erfreut, Dash zum Tanzen und Singen zu bringen, kann sich das ältere Publikum schwer zu meisternde Parcours ausdenken, die anschließend mit Dash überwunden werden müssen. Spaß ist definitiv garantiert – sogar als Erwachsener.

Wie viel kostet der Lernroboter?
Dash ist bei diversen Anbietern wie Amazon, Conrad, Gravis sowie allen Apple Stores zu einer UVP von 179,99 Euro erhältlich.

Wonder Workshop, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In Deutschland sehen wir eine zunehmende digitale Spaltung der Gesellschaft. Dieser möchten wir mit Wonder Workshop entgegenwirken und noch mehr Kindern Zugang zum Coding verschaffen. Am Beispiel anderer Ländern sehen wir das große Potential, das in der Zusammenarbeit mit Schulen steckt. Bisher besteht hauptsächlich an Privatschulen Interesse für das Thema Coding. Wir sehen jedoch, dass die Förderung der MINT-Fächer deutschlandweit im Fokus steht. Wir möchten Schulen und Bildungseinrichtungen mit Dash ein Tool zur Verfügung stellen, mit dem Lehrer auch ohne vertiefte Vorkenntnisse den Kindern programmieren beibringen können. Unser Ziel ist es in den nächsten fünf Jahren einen nicht unerheblichen Beitrag zur digitalen Bildung in Deutschland zu leisten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Kenne deinen Markt und deine Zielgruppe. Je mehr Informationen du über potenzielle Kunden hast, desto besser kannst du diese adressieren und auf ihre Bedürfnisse eingehen.
2. Lasse dein Produkt oder deine Dienstleistung bereits in einer frühen Phase von potenziellen Kunden testen, um auf Basis des Feedbacks entsprechende Anpassungen bzw. Verbesserungen vornehmen zu können. Diesen Punkt vernachlässigen viele Gründer, jedoch macht genau das oft den Unterschied aus.
3. Glaube an dich und deine Vision und bleibe deinem Fokus treu. Ein langer Atem zahlt sich oftmals aus.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christopher Cederskog für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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