Der Kunde ist König

Wolfbrothers: Werbefilme und Imagefilme mit dem Schwerpunkt Storytelling 

Stellen Sie sich und das Startup Wolfbrothers kurz unseren Lesern vor!

Die Wolfbrothers Filmproduktion produziert Werbe- und Imagefilme mit dem Schwerpunkt auf dem Storytelling. Wir (Nico Wolf und Laura Lambrich) sind das Kern-Team und die Gründer der Wolfbrothers GbR. Zusätzlich dazu, engagieren wir öfters Freiberufler für verschiedene Aufgaben, vor allem Janek Wolf, ebenfalls seit Anfang an dabei, als Kameramann. Im Sommer 2018 haben Nico und ich unser Abitur gemacht und arbeiten nun seit Herbst 2018 Vollzeit als Filmproduzenten.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bereits währen der Schulzeit haben wir Projekte für Kunden realisiert. Angefangen hat es mit Websites, später ist dann die Filmproduktion dazu gekommen. Zudem haben wir in den letzten Jahren auch sehr viele eigene Filme gemacht, vor allem Travel Vibes und Kurzfilme, auf denen unser Fokus lag. In der ganzen Zeit haben wir uns das Handwerk und das unternehmerische Denken selbst beigebracht, Fehler gemacht und vieles in direkter Praxis gelernt.

Welche Vision steckt hinter Wolfbrothers?

Mit all unseren Filmen wollen wir eine Geschichte erzählen. Daher liegt der Fokus bei jeder Produktion auf dem Storytelling, sodass der Zuschauer oder Kunde nicht das Gefühl bekommt, ihm wird etwas angedreht und verkauft, sondern er soll sich zu jeder Zeit unterhalten und emotional in den Film mit einbezogen fühlen. Zudem soll die Produktion von der Vorbereitung bis zum fertigen Film für den Kunden so unkompliziert wie möglich gehandhabt werden.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Finanziert haben wir uns von Anfang an durch Produktionen für Kunden. Zusätzlich dazu bekommen wir in diesem Jahr noch Kindergeld.

Eine große Herausforderung ist es, Kunden zu gewinnen, da Werbefilme bei kleinen regionalen Unternehmen noch nicht so bekannt sind. Zudem hatten wir auch im privaten Kreis starke Herausforderungen, da viele Bekannte uns davon abgeraten haben, ohne Studium eine Firma zu Gründen, da wir somit keine Sicherheiten im Gepäck haben. Unsere bisherigen Kunden und andere Unternehmer mit denen wir bereits in Kontakt standen, hat die Tatsache, dass wir kein Studium vorzuweisen haben, allerdings nicht gestört, zumal sie von unseren Referenzen überzeugt wurden.

Wer ist die Zielgruppe von Wolfbrothers?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen die modern auftreten wollen, oder sich auf dem Weg dazu befinden. Dabei haben wir vor Allem entweder mit den Geschäftsführern direkt (meist bei kleineren Betrieben) oder mit Marketing Experten innerhalb der Firma Kontakt.

Wie funktioniert Wolfbrothers? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser modernes Auftreten und unser Blick auf das Storytelling unterscheiden die Wolfbrothers und unsere Werbefilme von viel alteingesessenen Filmproduktionsfirmen. 

Zudem haben wir das Ziel die Filmproduktion für den Kunden so einfach und stressfrei wie möglich zu gestalten und mögliche Komplikationen von Anfang an zu verhindern.

Dabei wollen wir in Zukunft schon vor der ersten Kontaktaufnahme ansetzen, indem wir einen Konfigurator auf unserer Website platzieren in dem sich der Kunde sein Angebot für einen Film selbst zusammenstellen kann. Dabei hat er Kosten und Inhalt selbst in der Hand und muss sich nichts aufquatschen lassen, was er garnicht haben will. Natürlich setzten wir uns anschließend noch mit dem Kunden zusammen und besprechen das konfigurierte Angebot. Sollte der Kunde lieber von Anfang an persönlichen Kontakt mit uns Aufnehmen wollen und unsere Beratung bei der Angebotserstellung annehmen wollen, ist dies selbstverständlich ebenso möglich.

Der nächste Schritt in unserer sogenannten Transparenz dem Kunden gegenüber, findet dann beim Dreh statt. Damit der Kunde nicht immer verkrampft über die Schulter des Kameramanns schauen muss und dabei womöglich im Weg steht, wollen wir künftig einen externen Wireless-Monitor dem Kunden zur Verfügung stellen, sodass dieser entspannt auf dem Bildschirm den Dreh mitverfolgen kann.

Der Dritte und letzte Schritt der Transparenz findet sich in der Nachproduktion, also dem Schnitt.

Wir bieten dem Kunden bereits Korrekturschleifen beim Rohschnitt und beim Feinschnitt an, im Moment läuft die Kommunikation aber noch über E-Mail Austausch statt. Damit man sich gegenseitig nicht etliche E-Mails zusenden muss, und dabei womöglich Bemerkungen übersehen werden könnten, sind wir nun auf das Programm frame.io umgestiegen, dass sich direkt in unser Schnittprogramm (Final Cut Pro X) integriert.

Dabei senden wir dem Kunden einfach einen Link zu. Der Kunde muss sich nicht registrieren und auch nichts herunterladen, da frame.io webbasiert ist. Einfach auf den Link klicken und das Video ist anzusehen. Wenn man an einer Stelle des Videos pausiert, kann man in dem Standbild Markierungen hinzufügen und Kommentare hinterlassen. Wir bekommen das dann als Checkliste übertragen und so ist eine einfache Kommunikation garantiert. Zudem hat der Kunde nicht das Problem, dass das Format des Videos möglicherweise nicht auf seinem Gerät zu öffnen ist.

Wie ist das Feedback?

Das Storytelling findet bei den Kunden Begeisterung und Zustimmung, denn jeder kennt langweilige Werbung ohne den roten Faden.

Zu der geplanten Transparenz dem Kunden gegenüber haben wir noch kein Feedback, da wir Momentan noch in der Planung sind und wir dieses neue Geschäftsmodell erst in naher Zukunft veröffentlichen.

Wolfbrothers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen wachsen und auf Dauer nicht nur regionale Kunden gewinnen, sondern vor allem auch überregional aktiv werden. Zudem wollen wir Mitarbeiter einstellen, die sich aktiv beteiligen und genauso viel Spaß an diesem Job haben, wie wir. Wir hoffen daher, in fünf Jahren bereits diese Ziele erreicht zu haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Hinterfragt traditionelle Vorgehensweisen. Nur weil man etwas schon immer so macht und weil alle es machen heißt es noch nicht, dass es das Richtige für euch und eure Geschäftsidee ist. Es ist gut Neues zu machen und fortschrittlich zu denken. Das Zitat von Henry Ford passt an dieser Stelle ziemlich gut: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Macht keine schnelleren Pferde, sondern Autos!

Um ein Unternehmen erfolgreich zu leiten, dürft ihr nichts halbherziges machen. Ihr müsst zu 100% hinter dem stehen was ihr tut. Denn wenn ihr nicht daran glaubt, wer soll es dann tun. Also hinterfragt euch und eure Idee und wenn ihr auf den Schluss kommt, dass es das Richtige ist, dann macht es auch. Verliert eure Begeisterung nicht!

Der Kunde ist König. Kundenfreundlichkeit sollte immer an erster Stelle stehen, ansonsten solltet ihr keine Firma gründen und leiten. Das bedeutet nicht, euch vom Kunden herumschubsen zu lassen und ihm alles zu geben, was er sagt. Auch hier passt das Zitat von Henry Ford wieder. Sie kennen euer Produkt vielleicht noch nicht und fragen deswegen nach etwas Anderem/Alten, doch genau deswegen solltet ihr ihm eure Innovation nahebringen. Trotzdem sollte der Kunde immer fair behandelt werden und nicht das Gefühl bekommen mit euch zusammen zu arbeiten oder etwas von euch zu kaufen ist mit Mühen verbunden. Höflichkeit und Fairness sind hier ausschlaggebend für euren langfristigen Erfolg. Denkt aus seiner Sichtweise.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nico Wolf, Laura Lambrich und Janek Wolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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