Kommunikation ist alles!

wodanaz: Onlineplattform für die Hotellerie, Gastronomie und Eventbranche

Stellen Sie sich und Ihr Startup-Unternehmen wodanaz doch kurz unseren Lesern vor!
Wodanaz ist die Onlineplattform für die Hotellerie, Gastronomie und Eventbranche und unser Fokus liegt auf Personalentwicklung, Personalrecruiting und Informationsvermittlung. Diese 3 Punkte lösen wir über ein soziales Netzwerk. Durch unsere Redaktion informieren wir über branchenspezifische Themen, um unseren Usern genau die Informationen bereit zu stellen, die sie bewegen und benötigen. Dabei vergessen wir aber selbstverständlich nicht die nötige Unterhaltung und versehen unsere Beiträge gern mit einer guten Portion Humor. Ich habe in über 8 Jahren Gastronomieerfahrung diese Branche immer mit viel Leidenschaft und Spaß kennen gelernt. Der Spaß kann einem allerdings auch schnell vergehen, wenn man sich die finanzielle Situation anschaut: Die Verdienstmöglichkeiten für Arbeitnehmer sind trotz der hohen Belastung häufig nicht gerade angemessen. Aber auch die Situation der Arbeitgeber kann man durchaus verstehen: Sie können nicht in Mitarbeiter investieren, wenn sie nicht wissen, ob diese noch in den nächsten Monaten da sind. Hohe Fluktuation und mangelndes Investment in Fachkräfte sind die Herausforderungen, die wir mit unserer Plattform bekämpfen wollen.

Wie ist die Idee zu wodanaz entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Nun, am Anfang war es weniger eine konkrete Idee. Während meiner Freelancertätigkeit als Master of Bartending war ich immer wieder in Situationen, die ich als ineffektiv, unfair oder unmöglich beschreiben würde. Wenn man für einen Event 100 Leute im Service und an der Bar braucht, liest man dann 250 Lebensläufe? Und wenn ja, wie bewertet man die Erfahrung, die sie haben? Nimmt man sein Stammteam in jede Stadt mit, in der man einen Event veranstaltet oder gibt es vor Ort passende Mitarbeiter? Und wie finde ich diese dann? Was mache ich mit meinen Leuten im Winter? Wer braucht Weiterbildung oder wer ist eine mögliche Führungskraft? Das sind alles Fragen, die einem immer wieder begegnen und als ich sie für mich beantwortet habe, haben sich daraus unsere heutigen Tools entwickelt. Ein Netzwerk, mit einem Jobgradingsystem in dem man Stärken sehen kann ohne negativ zu bewerten. Wo man an der Quelle zu neuen Trends und Infos steht die über neue Produkte hinausgehen.
Ich erzählte Freunden, Auftraggebern, Bekannten und Fremden von meinen Lösungen und so formte sich durch den Einfluss vieler das Konzept. Und nicht nur das: Auch mein Team und meine heutigen Gesellschafter haben sich auf diese Weise zusammen gefunden.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war für mich, meine Idee in die IT-Sprache zu übersetzen. Da ich in Sachen IT keine Qualifikationen habe, war es für mich schwer zu vermitteln, was genau entwickelt werden soll. Ich wollte zum Beispiel ein branchenreines Netzwerk in der Plattform haben, und daraufhin fragten mich meine Entwickler: Welche und wie viele Profiltypen soll es geben? Was sollen die können? Wie soll es branchenrein gehalten werden? Welche Informationen brauchen wir über diese User? Wie treten sie miteinander in Kontakt? Und da begriff ich, dass viele Dinge, die man für einfach, logisch oder selbstverständlich hält, von Anfang an durch geplant werden müssen. Heute sind wir eingespielt und es läuft so, wie es sein muss. Es läuft sogar so gut, dass das Unternehmen, welches für uns die Entwicklung übernimmt, jetzt mit Kapital ins Unternehmen einsteigt.
Das Thema Finanzierung ist ohnehin schwierig. Ich habe den größten Teil mit privaten Mitteln finanziert und mir noch Gesellschafter gesucht, die ebenfalls an meine Vision glauben und investiert haben. Jetzt versuchen wir noch das KFW Startgeld für uns zu erschließen, doch sämtliche Banken sehen die Softwareentwicklung nicht als Investition an, was aber Grundvoraussetzung für das Programm ist. Daher sind wir immer noch auf der Suche nach Investoren, um die Entwicklung unserer Plattform voranzutreiben.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Das Unternehmen hat sich fantastisch entwickelt. Wir werden voraussichtlich noch im August den Sprung von einer UG in eine GmbH machen. Eines unserer Highlights in der nächsten Zeit ist eine Benefizveranstaltung, die aus allen Nähten platzt mit Sponsoren wie dem Adlon, Le Petit Plus, Hamberger, Störtebeker, IHK, DeHoGa, Swoop, UCM, E2N und vielen mehr. Dieses Event wird das größte für uns in diesem Jahr und zeigt, dass unsere Art und Weise zu arbeiten, auch bei gestanden Unternehmen der Branche Anerkennung findet. Unsere Redaktion hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen, was unserem Onlineredakteur Nils Neusüß zu verdanken ist. Nun geht es für uns darum, präsent zu sein und unseren zukünftigen Usern unseren Mehrwert zu vermitteln.

Welche Wege gehen Sie, um Ihr Startup am Markt zu etablieren?
Wie ich schon erwähnt habe, ist unser Flaggschiff in diesem Jahr unsere Benefizveranstaltung. Ich wollte schon immer etwas für sozialbenachteiligte Jugendliche machen und dachte mir, wenn ich schon so viel Geld ins Marketing investiere, dann soll es auch einen Mehrwert für andere bieten. So können wir als soziales Netzwerk mit sozialer Verantwortung nicht nur der aktuellen Branche helfen, sondern auch der nächsten Generation. Zusätzlich gehen wir marketingtechnisch natürlich die klassischen Wege über Social Media, Events und Kooperationen. Man muss nicht alles neu erfinden, man kann sich auch mit jemanden zusammen schließen, der genau das am besten kann, was einem selbst noch fehlt.

Wer ist die Zielgruppe von wodanaz?
Unsere Zielgruppe ist ganz klar die Gastronomie, Hotellerie und Eventbranche. Dabei geht es uns nicht nur um die Arbeitgeber, sondern auch im besonderen Maße um die Arbeitnehmer. Aber auch Branchen, die unmittelbar mit dem Gastgewerbe zusammenhängen, wie z.B. Touristik, Marketing, Sicherheit und mittlerweile natürlich auch der IT-Bereich, sind bei uns gut aufgehoben

Was findet man auf wodanaz?
Bei uns findet man in erster Linie ein Portal, in dem es nur um Themen unserer Branchen geht. Vom Golfresort bis zur Kiezbar, vom Barista bis zum Hotelmanager ist bei uns alles vertreten. Unser Motto dabei lautet: Hilfe zur Selbsthilfe! Wir stellen mit unsere Plattform alles zur Verfügung, was man braucht, um mit seinen Mitarbeitern optimal zu arbeiten oder sein Team zu erweitern. Man kann seine Events bei uns einstellen oder eigene Artikel veröffentlichen die automatisch in einen eigenen Blog eingepflegt werden. Aber auch besondere Angebote oder soziale Projekte werden unseren Usern geboten. Es gibt bei uns nicht den einen Weg, den man gehen kann. Wodanaz ist ein Ort voller Möglichkeiten und er entwickelt sich ständig weiter.

Warum sollte man wodanaz nutzen?
In den letzten Jahren sind viele Unternehmen zu absoluten Spezialisten geworden. Es gibt für alles eine App oder ein Tool. Ich bin der Meinung, es ist an der Zeit unsere Erfahrungen zu Bündeln. Wenn man es leid ist, unzählige Programme und Profile zu pflegen oder für jede Aufgabe ein anderes System zu nutzen, dann ist man bei wodanaz an der richtigen Adresse. Hier findet man nur ein Profil, mit dem ich mich informieren oder mein Wissen teilen kann, mich mit Kollegen austauschen oder neue kennenlernen kann und auch neue Mitarbeiter, Kooperationspartner oder Jobs finden kann. Wodanaz ist auch ein Ort für Inspiration zu neuen Dingen. Wenn man diese Branche genauso liebt wie wir, dann ist man bei uns genau richtig.

wodanaz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die Zukunft von wodanaz in 5 Jahren: Unsere bisher geplanten Tools haben wir vollständig implementiert. Wir wollen den Handel mit einbinden und auch den Eventbereich in Sachen Pricing und Logistik unterstützen. Es wird nicht mehr notwendig sein, sein Team durch ganz Deutschland zu fahren, sondern man kann sich sein Team vor Ort buchen. Unser Jobgrade hat sich als wichtiger Bestandteil im Bewerbungsverfahren etabliert und wir haben auch in anderen europäischen Ländern Fuß gefasst. Wer weiß, vielleicht sind wir dann auch nicht mehr nur für die Gastronomie zuständig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zu allererst: Kommunikation ist alles! Das gilt für eure Idee, mögliche Partner oder Investoren. Niemand kann wissen, was ihr könnt oder auch nicht könnt, wenn ihr es nicht kommuniziert. Und keine Sorge: Niemand stiehlt euch eure Ideen, wenn alle wissen, dass sie von euch stammen.
Der zweite Tipp ist eigentlich eine kleine Macke von mir. Arbeitet immer mit dem ,worst case‘ und habt immer einen Plan B. Zum einen wird man viel häufiger positiv überrascht, wenn man mit dem schlimmsten Fall im Hinterkopf arbeitet und zusätzlich überschätzt man sich nicht. Zum anderen übernimmt man nicht nur Verantwortung für sich selbst und sollte daher immer darauf achten, dass auch Mitarbeiter und Angestellte auf euch setzen. Sie haben es sich daher verdient, dass man sich optimal auf alle möglichen Szenarien vorbereitet und es ihnen auch kommuniziert.
Und der letzte Tipp wäre: Sucht euch keine Vorbilder oder vorgezeichneten Wege. Jeder wird euch Ratschläge geben, wie ihr erfolgreich werdet und das von Ratgebern, die es selbst gar nicht geschafft haben. Ausgenommen sind hier natürlich fachliche Kompetenzen, die zwingend erforderlich sind. Es ist deine Vision und dafür kann es nur einen Weg geben – deinen eigenen. So handhabe ich es mit wodanaz und kann deshalb auch trotz der Sieben-Tage-Woche und ohne Urlaub immer noch voller Elan und Stolz in die Zukunft blicken.

Wir bedanken uns bei Dominque Hill für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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