Wingly die Mitflugzentrale

Wingly Mitflugzentrale bringt Piloten und Passagiere zusammen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Wingly doch kurz vor unseren Lesern vor!
Wingly ist eine Mitflugzentrale und bringt Piloten und Passagiere zusammen: auf unserer Web-Plattform inserieren private Piloten, welche Strecken sie wann fliegen. Potenzielle Mitflieger können über unser System einfach und verbindlich buchen. Neben den Routen gibt es viele Angebote für kurze und ausführlichere Rundflüge. Das Prinzip funktioniert wie bei einer klassischen Mitfahrzentrale und ist erstaunlich günstig. Wir möchten Menschen für das Fliegen begeistern und die Welt der Luftfahrt demokratisieren. Als einer der drei Mitgründer bin ich für die technische Seite aber auch den deutschsprachigen Raum unserer Plattform zuständig.

Wie ist die Idee zuWingly entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir drei Mitgründer haben uns ursprünglich auf www.angel.co kennengelernt. Meine beiden französischen Partner, Bertrand und Emeric, sind Luftfahrtingenieure – Emeric obendrauf noch Pilot – und hatten die Idee aus der Piloten-Sicht. Fliegen ist eine sehr teure Leidenschaft. Jene Passion zu teilen und dabei noch Geld zu sparen ist einfach eine hervorragende Kombination. Für mich war der Aspekt jener, dass man heutzutage Autos, Boote, Fahrräder und Wohnungen teilt, aber bis dahin noch keine Kleinflugzeuge. Das haben wir geändert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Nach unserem Start in Frankreich, während wir einen grandiosen Medienrummel verzeichnen durften, gab es Gegenstimmen, die sehr schnell laut wurden. Man bezeichnete uns als Taxi-Dienst. Allein schon an die Tatsache, dass der Pilot entscheidet, wohin es geht und das er selber mindestens den selben Kostenanteil wie den eines Mitfliegers trägt, zeigen, dass wir hier in einer ganz anderen Welt sind. Bei uns geht es um das Teilen. Natürlich sind Flüge von A nach B möglich, wir fokussieren uns aber auf Freizeit und Ausflüge. Denn das Wetter kann einem Flug immer den Strich durch die Rechnung machen. Finanziert haben wir uns durch eigenes Geld und kürzlich durch ein Fundraising mit Business Angels.

Wer ist die Zielgruppe von Wingly?
Jeder, der fliegen möchte. Wir haben jung und alt, einzelne, Gruppen, Paare, Familien, die durch uns fliegen können. Die Luftfahrt ist seit jeher eine Leidenschaft, die Menschen miteinander verbindet – und das ist auch gut so. Wir möchten Menschen für die Fliegerei begeistern und gar dazu bewegen, eine eigene Privatpilotenlizenz zu arbeiten. Diese Fälle haben wir immer wieder und das macht uns besonders stolz.

Wie funktioniert Wingly?
Der Passagier gibt auf Wingly wie bei einer normalen Mitfahrzentrale seinen Start­ (oder / und) Zielort ein. Das System schlägt mögliche Mitflüge vor. Dabei wird auch ein Profil des Piloten angezeigt. Einfache Rundflüge, aus reinem Spaß am Fliegen, sind auch möglich. Zudem zeigt die Seite die neuesten eingestellten Flüge an, quasi als Inspiration. Ist ein Flug ausgewählt, kann einfach buchen. Natürlich ist das keine Konkurrenz zum Bahnfahren oder Linienflug: Private Flüge können wetterbedingt kurzfristig ausfallen (wobei es dann natürlich das Geld zurück gibt).

Warum sollte man Wingly?
Fliegen ist eine wundervolle Art des Reisens, schnell und direkt ­­ auch wenn man die Anreise zum Flughafen einrechnet, kann auf den meisten Strecken viel Zeit gespart werden. Die Kosten halten sich, da der Passagier nach dem Prinzip der Mitfahrzentrale nur anteilig bezahlt, in Grenzen: Ein Beispielflug von München nach Frankfurt kostet 90 Euro und dauert eine Stunde. Der Hauptgrund aber ist das Fliegen! Viele Menschen kennen das Fliegen mit großen Linienmaschinen, aber Flüge in kleinen, einmotorigen Flugzeugen sind aufregend und faszinierend: ein Abenteuer!

Wingly,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten die Luftfahrt europaweit demokratisieren. Damit meinen wir, dass wir das Klischee, Fliegen sei lediglich der wohlhabenden Elite vorbehalten, aufräumen möchten. Jeder kann einem Rundflug beitreten und eine schöne Zeit über der Heimat erleben. Das möchten wir in ganz Europa möglich machen. Und wer weiß, vielleicht sogar auch einmal weltweit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wichtig ist für mich unumstritten die Motivation. Wenn man motiviert ist, findet man den Weg, etwas zu erreichen. Und wie sagte eins Thomas Edison: „I’ve not failed, I found 10.000 ways that won’t work.“

Wir bedanken uns bei Lars Klein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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