Lassen Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen, egal wie steinig dieser ist

WiMedical – Systeme für die Reinigung, Aufbereitung und Lagerung von Medizinprodukten

Stellen Sie sich und das Startup WiMedical  doch kurz unseren Lesern vor!
WiMedical – Systeme für die Reinigung, Aufbereitung und Lagerung von Medizinprodukten

Mein Name ist Björn Wirth, ich bin Geschäftsführer der im April 2018 gegründeten Firma
WiMedical UG aus Singen. Gemäß Unseres Mottos „Wir können steril“ entwickelt und fertigt WiMedical unterschiedliche Instrumentenboxen und Sterilbehälter für die Medizintechnik.

Wie ist die Idee zu WiMedical  entstanden?
Eigentlich sollten chirurgische Instrumente und andere Medizinprodukte die im Operationssaal zum Einsatz kommen, steril und sauber sein. In der Vergangenheit konnte man unterschiedlichen Medien entnehmen, dass die meisten Infektionen und Folgekrankheit die nach einer Operation auftraten auf unsauberes und nicht steriles Sterilgut zurückzuführen war.

Das kommt daher, das mit den am Markt befindlichen Produkten es nicht immer zu 100 % umzusetzen ist, da die bisherigen Halterungen aus Kunststoff und Silikon bestehen. Diese haben eine schlechte Wärmeleitfähigkeit und hinterlassen eine nicht gereinigte Fläche bzw. nicht sterile Fläche von circa 5-10 mm am chirurgischen Instrument anderen Medizinprodukten. Diese Fläche nennt man Spülschatten.

Durch eine frühere Tätigkeit hatte ich mit den Kunststoff- und Silikonhalterungen bereits Erfahrungen, die durch einen TV-Beitrag als Problem dargestellten Aufbereitungssysteme waren mir damals schon bekannt. Daraufhin habe ich mich mit einem Familienmitglied unterhalten, welches schon jahrelange Erfahrung in der Medizintechnik hat. Gemeinsam sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass sich in der Medizinprodukteaufbereitung etwas ändern muss.

Erste Konstruktionen wurden zeitnah umgesetzt und stetig weiterentwickelt. Kurz darauf wurden die ersten Prototypen gebaut und die Idee immer weiter vor ran getrieben, um auf Kunststoff- und Silikonteile und Schraub- oder Klemmverbindungen zu verzichten. Es folgte eine Patentanmeldung beim DPMA in München, das 2016 erteilt wurde.

Welche Vision steckt hinter WiMedical?
Mit unseren Innovationen und unserem MunditiaCase System versuchen wir den Anwendern ihre Arbeit so leicht wie möglich zu machen um eine saubere und effiziente Aufbereitung der Medizinprodukte zu gewährleisten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als kleiner Mann bei den großen Medizintechnikherstellern aufzutreten und deren Aufbereitungssysteme zu kritisieren, war sehr gewagt und wurde anfangs nicht beachtet. Nach mehrmaligen Telefonaten bekamen wir die Chance bei einigen Unternehmen vorzusprechen. Die dadurch erlangten Erkenntnisse bei unseren Sondierungsgesprächen mit den erfahrenen Partnern bildeten eine gute Basis um einen marktreifen Prototypen zu fertigen, der jede Art von Medizinprodukt lagern kann und dem Anwender und dem Aufbereitungssystem gerecht wird.

Vom Entwicklungsstart bis hin zum marktreifen Produkt haben wir uns komplett selbst finanziert und mussten keine Fremdkapitalgeber mit ins Boot holen.

Wer ist die Zielgruppe von WiMedical ?
Wir sind Systemlieferant im B2B Bereich.Unsere Kunden sind Medizintechnikhersteller, Medizintechnikhändler, die Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften, Arztpraxen und Zahnärzte weltweit mit chirurgischen Instrumenten, Endoskopen und anderen Medizintechnikprodukten ausstatten.

Wie funktioniert WiMedical ?Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Mit unserem Eigenentwickelten und patentierten MunditiaCase System minimieren wir das Infektionsrisiko und generieren eine effizientere und saubere Aufbereitung von chirurgischen Instrumenten und anderen Medizinprodukten. Mit dem MunditiaCase System lassen sich nahezu alle chirurgischen Instrumente, Endoskope und andere Medizinprodukte aufbereiten, da sich der Federhalter im Deckel automatisch auf jedes Produkt anpasst.

Das Munditia Case ist komplett aus Edelstahl. Durch die Edelstahlhalterungen kann eine geringe Haltefläche von 1mm und eine höhere Wärmeleitfähigkeit erzielt werden um Bakterien und andere Erreger abzutöten. Durch die Haltetechnik generieren 1/3 mehr Beladung und eine Zeitersparnis von bis zu 30 Minuten je Aufbereitungszyklus. Kostenintensive Hilfsmittel wie Silikon- und Kunststoffhalter werden bei unserem System nicht benötigt.

Von der Entwicklung bis hin zur serienreifen Produktion findet alles in Deutschland statt. Somit garantieren wir hohe Qualitätsstandards und erstklassige Produkte ,,Made in Germany“

WiMedical , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ziel ist es weltweit ein System zu liefern, womit der Schutz des Patienten, des Anwenders und die Sauberkeit der Medizinprodukte garantiert wird um das Infektionsrisiko zu minimieren.Die eigene Zertifizierung nach DIN 13485 und weiterhin in Deutschland produzieren, um somit unseren Kunden einen hohen Qualitätsstandard zu liefern.

Insbesondere wollen wir unser weltweites Vertriebsnetzwerk erweitern und ein gesundes Firmenwachstum anstreben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Auch negative Erfahrungen bringen einen weiter. Wenn sich eine Tür schließt, gehen zwei andere auf.
Lassen Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen, egal wie steinig dieser ist.
Versuchen Sie Ihre Idee zeitnah umzusetzen und warten Sie nicht auf etwas Besseres.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Björn Wirth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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