Bei einer Unternehmensgründung lernt man jeden Tag etwas neues, besonders über sich selbst

Treffen Sie Wild & Root auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Wild & Root doch kurz unseren Lesern vor
Wild & Root möchte Bewusstsein schaffen für unsere Lebensmittel und inszeniert diese in einem gemeinsamem Esserlebnis. Wir wollen zeigen, wo die Produkte herkommen und was in ihnen steckt, als auch wie wir ganz einfach unser Essen zubereiten können. Bei unseren kulinarischen Events involvieren wir unsere Gäste in die Zubereitung und vermitteln spielerisch Wissen über die Produkte. Das können z.B. Möhren von der Decke sein, Rote Bete, die ausgebuddelt werden muss, Käse in Luftballons oder Wurzeln im Tonmantel, die mit dem Hammer zerschlagen werden müssen. Wir nehmen uns gemeinsam Zeit.
Wir möchten Inspiration für den Einkauf geben, Freude an der Verarbeitung vermitteln und durch die sinnliche Erfahrung die Menschen wieder zum Genuss bewegen. Der Tisch ist nicht nur ein Platz zum Stillen unseres Hungers, sondern auch ein Ort für Gespräche und Austausch, Besinnung und Entschleunigung als auch Wertschätzung unseres Wohlstandes. Wir lieben gemeinsames, gutes Essen, das Freude bereitet!

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Angefangen hat alles in einem Kräutergarten in der Lausitz. Die Vielfalt der Pflanzen sowie ihre Heilwirkungen haben uns fasziniert und den Startpunkt unserer Überlegungen gesetzt. Wieso geht die Vielfalt in unseren Supermärkten verloren? Und was wissen wir eigentlich noch über die Kräfte und Potenziale unserer Pflanzen? Wir wollten einen neuen Weg der Kommunikation finden, bei dem man dieses wertvolle Wissen erleben kann. Mit unseren ländlichen, handwerklichen Wurzeln und unserer professionellen Sichtweise als Designer in einer urbanen Umgebung entstand der erste Supper Club. Lebensmittel sind unser Medium zur Kommunikation. Die Reaktion der Gäste hat uns erst das Potenzial aufgezeigt, welches wir mit unseren Esserlebnissen geschaffen haben: Einen sozialen Mehrwert, denn Essen verbindet. Somit lag die Idee nahe, dies nicht nur für Privatpersonen anzubieten, sondern z.B. auch für Firmen als Team Building Event.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Wir hatten keine finanzielle Hilfe, sondern haben unser Unternehmen von Event zu Event wachsen lassen. Die Idee entstand, daraufhin der erste Supper Club und einige Anfragen von Firmen, die unser Konzept spannend fanden, folgten. Die größte Herausforderung ist immer wieder die Kunden zu finden, die unsere Arbeit wertschätzen und verstehen, dass wir kein klassisches Cateringunternhemen sind. Wir machen keine Kompromisse bei der Lebensmittelqualität und lassen uns auch in unseren Konzepten nicht einschränken, weil das Budget knapp ist. Die Wertschätzung fängt bereits bei der Verhandlung an.

Wer ist die Zielgruppe von Wild & Root?
Zu unseren Supper Clubs kann jeder kommen. Durch das kommunikative und interaktive Konzept werden wir auch von vielen Firmen gebucht. Ganz egal aus welchem Bereich. Unsere Esserlebnisse werden dann zur Weihnachtsfeier oder zum Team Building Event. Außerdem kreieren wir Food-Installationen und interaktive Caterings für besondere Veranstaltungen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Letztes Jahr waren wir auf der Regionalen Produktbörse der IHK und wurden wir auf die Lange Nacht der Startups aufmerksam gemacht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Wir freuen uns sehr dabei zu sein und sind gespannt auf die anderen Aussteller. Wir hoffen, neue Kontakte zu knüpfen und mehr Menschen für unsere Idee zu begeistern. Da wir keine Fremdfinanzierung im Rücken haben und kein großes Budget in Werbung stecken können, ist dies eine gute Möglichkeit Aufmerksamkeit von Medien und potenziellen Neukunden zu bekommen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Unsere Idee ist jung, innovativ und trifft den Zeitgeist. Wir denken, dass der gesellschaftliche Mehrwert, den wir durch unsere Dienstleitung schaffen, sehr wichtig ist. Interesse für unser Unternehmen freut uns sehr, besonders aber für die Idee, die wir durch unsere Arbeit versuchen zu verbreiten. Wir sollten uns wieder Zeit nehmen bewusster wahrzunehmen und voneinander zu lernen. Für diese Wertschätzung steht Wild&Root in einer schnellen, globalisierten Welt und diese Idee braucht Aufmerksamkeit und sollte mehr gelebt werden. Unsere Esserlebnisse versuchen dafür den Funken zu zünden!

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Es gibt viele Ideen und Pläne in unseren Köpfen. Wir wollen mehr Kooperationen aufbauen und größere Projekte umsetzen, besonders im Bildungsbereich Ernährung.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einfach machen. Es gibt keine Regeln und Grenzen. Bei einer Unternehmensgründung lernt man jeden Tag etwas neues, besonders über sich selbst. Man verlässt seine Komfortzone und wächst über sich hinaus. Die Reise lohnt sich, egal wo sie hingeht!

Wir bedanken uns bei Linda Lezius für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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