Wie Unternehmer mit Hate umgehen sollten

Durch die immer engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und den Kunden kommt es immer häufiger zu Hate. Kommentare auf sozialen Medien und Rezensionen auf Bewertungsportalen wie z. B. Kununu und Google My Business werden gerne von den Hatern genutzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Selbstständiger sind, ein mittelständisches oder gar Großunternehmen führen, Sie werden garantiert früher oder später Hate abbekommen. Wie Sie damit umgehen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Hate akzeptieren

Hate ist ein Abfallprodukt des Erfolges. Wer mit Hate nicht umgehen kann, ist den Erfolg nicht wert. Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass mit der steigenden Reichweite auch der Hate zunehmen wird. Kämpfen Sie dagegen nicht an, sondern akzeptieren Sie einfach diese Tatsache.
Ihr Ehefrau/Ehemann hat neben den vielen positiven Seiten, sicherlich auch Charakterzüge, die sie nicht mögen und Sie haben sie mit der Zeit akzeptiert. Genau so müssen Sie auch mit dem Hate umgehen. Konzentrieren Sie sich auf die schönen Aufgaben im Unternehmertum und lassen Sie sich nicht von Hatern ablenken.

Jedes Mal, wenn Sie sich über einen Haterkommentare aufregen, verlieren Sie Energie und Ihren Fokus. Dabei sollten Sie sich die Frage stellen, ist der Hater Ihre Aufmerksamkeit wert? Nein! Somit schenken Sie nur Menschen Aufmerksamkeit, die es verdienen oder wertzuschätzen wissen.

Herangehensweisen bei Hate

Grundsätzlich werden Sie bei einer Diskussion bei schlechten Rezensionen bei My-Google-Business-Einträgen immer verlieren, ungeachtet dessen, ob die Behauptungen stimmen oder es ein Fake-Beurteilung ist. Wenn Sie sich beim Kunden für die Leistung entschuldigen, werden es potenzielle Kunden sehen und es als Bestätigung der schlechten Rezension sehen. Infolgedessen werden sie sich für einen qualitativeren Konkurrenten entscheiden. Reagieren Sie, dass die Rezension nicht stimmt oder fake ist, entsteht daraus eine Diskussion. Mit einem unzufriedenen Kunden, ehemaligen Mitarbeiter oder einfach Hater sollten Sie nie öffentlich diskutieren. Potenzielle Kunden wird das auch abschrecken, weil sie das als fehlende Kritikfähigkeit abstempeln werden. Aus diesem Grund sollten Sie auf solche Beiträge nicht öffentlich reagieren.

Das heißt aber nicht, dass Sie jetzt überhaupt nicht reagieren sollten. Klar können Sie solche Rezension Google „als unangemessen melden“. Doch das bringt Ihnen nicht viel, da Google meistens darauf nicht reagiert. Stattdessen sollten Sie folgendes Formular nutzen: https://support.google.com/legal/contact/lr_legalother?product=googlemybusiness&uraw=

Bei anderen Bewertungsportalen schreiben Sie die Administratoren an. Sollte das nicht weiterhelfen, können Sie als letzte Maßnahme dem Administrator im späteren Verlauf mitteilen, die Einschaltung Ihres Rechtsanwaltes in Erwägung zu ziehen. I. d. R. werden daraufhin die Rezension gelöscht, wenn es sich wirklich um eine beleidigende Bewertung handelt.

Weitere Maßnahmen gegen Hate

Wenn der Betreiber einen Eintrag nicht löschen will oder der Hater Sie weiterhin angreift, haben Sie noch 2 Möglichkeiten.

Rechtsanwalt anschalten

Lassen Sie Ihren Rechtsanwalt eine einstweilige Verfügung erstellen. Diese muss der Hater oder Administrator unterschreiben. Sollte der Hater oder Administrator sich nicht daran halten, drohen hohe Geldstrafen. Das schreckt 99 % der Hater und Administratoren schon mal ab.

Polizei einschalten

Eine weitere Maßnahme, ist die Polizei einzuschalten. Mittlerweile bietet die Polizei in jedem Bundesland eine „Internetwache“/“Onlinewache“, sodass Sie auch online eine Anzeige erstatten können (hier finden Sie die passende Anlaufstelle für Berlin: https://www.internetwache-polizei-berlin.de/index_start.html).Dass die Anzeigen wirksam sind, zeigen die viele Strafen, die zwischen 1000-5000 € oftmals liegen.

Fazit

Piotr Snuszka

Immer mehr Menschen nutzen die Kommentar- und Bewertungsfunktionen, um jemandem bewusst zu schaden. Sie sollten den Hatern öffentlich keine Aufmerksamkeit schenken, denn darauf sind die Menschen aus und den Gefallen sollten Sie Ihnen nicht erweisen. Daher nehmen Sie Abstand von einer öffentlichen Diskussion mit solchen Menschen. Reagieren Sie mit den im Beitrag genannten Mitteln, sodass die Menschen das unterlassen.

Autor: Piotr Snuszka
Piotr Snuszka erfährt als Geschäftsführer der BAS Business And Science GmbH regelmäßig seit Jahren Hater-Kommentare für das Ghostwriting. Daher ist er gegen Hate „immun“ geworden und möchte mit anderen Unternehmern das Wissen teilen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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