Wie FinTech-Startups erfolgreich werden: 5 Expertentipps

Die Finanztechnologie-Szene boomt, muss aber gegenüber der Finanzdienstleistungsaufsicht und den Verbrauchern immer noch um Vertrauen ringen. Transparenz ist dabei ganz wichtig, weiß PAYMILL und sieht dies als ein wichtiges Erfolgsrezept für sich und andere FinTech-Startups.
Die weltweiten Investitionen in Finanztechnologie- oder kurz FinTech-Startups sind 2015 laut Accenture um 75 Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar kräftig angestiegen. Zugelegt haben vor allem die europäischen und asiatischen Märkte. Deutschland stach dabei dem Management-Beratungsriesen zufolge mit besonderer Dynamik hervor. Hierzulande sind die FinTech-Investitionen 2015 mit einem Plus von 840 Prozent auf 770 Millionen Euro geradezu explodiert. Dabei gelten die Deutschen in Finanzdingen als besonders konservativ und so gilt es nicht nur das Vertrauen der Verbraucher, sondern auch das der Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz der BaFin, zu gewinnen. „Vertrauen gewinnt man vor allem mit Transparenz“, sagt Daniel Georges, CEO der CYBERservices Gruppe

PAYMILL mit starkem Partner ganz vorn

Technisch sehr versiert, dynamisch und innovativ, hat PAYMILL den Weg von einem FinTech-Startup zu einem der führenden Anbieter für einfache und sichere Online-Zahlungen im deutschsprachigen Raum geschafft. Die enge Partnerschaft mit der neuen Schweizer Muttergesellschaft CYBERservices SA, dem Unternehmen hinter Klik & Pay, hat dem Münchener Unternehmen neue Impulse gegeben und trägt maßgeblich zum heutigen Erfolg von PAYMILL bei.

Kunden wie WeWash, Findpenguins und weitere „Höhle der Löwen“-Finalisten profitieren von dieser Partnerschaft und den Möglichkeiten, die sich damit für sie eröffnen. Dazu gehören schnellere Inhouse-Prozesse, ein besseres Pricing und ein breiteres Portfolio von Zahlungsangeboten. So konnte PAYMILL kürzlich erst Sofort Überweisung als neue Bezahlmethode launchen, mehr dazu hier.

CYBERservices hat mehr als 16 Jahre Erfahrungen in der Banken- und Finanzindustrie und ist von der luxemburgischen Finanzdienstleistungsaufsicht Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) zertifiziert. Wichtiger noch ist, dass CYBERservices eine eigene Banklizenz mitbringt. Somit steht PAYMILL nicht nur einer der führenden Finanzplätze in Europa offen, sondern kann das Unternehmen unabhängig von externen Banken Finanzdienstleistungen anbieten.

Fünf Expertentipps für den erfolgreichen FinTech-Start

PAYMILL beschreibt die FinTech-Szene als disruptiv, weil sie das traditionelle Bankenwesen herausfordert. Junge Gründer haben große Chancen in dem attraktiven Markt, dürften aber nicht vergessen, dass der Finanzsektor sehr sensibel und besonders reglementiert ist. Mit den eigenen Erfahrungen, angefangen vom Startup zum erfolgreichen Online-Bezahldienst, gibt das Münchener Unternehmen anderen FinTechs fünf Tipps mit, wie sie es schaffen, dass ihre Investitionen nicht im Keim erstickt werden und den Weg zum Erfolg ebenen können.

1. Erwerb einer eigenen Banklizenz: Wer unabhängige Bankgeschäfte betreiben will, muss eine Banklizenz erwerben. In Deutschland ist dafür die BaFin zuständig. Das Prozedere kann sich aber über Monate hinziehen und je nach Geschäftsmodell sehr aufwendig sein. Bei alternativen Bezahlmethoden greift zum Beispiel das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, so der sperrige Begriff. Aktuell liegt der Einsatz von alternativen Bezahlmethoden zwar erst bei 25%, allerdings wird der Anteil in den kommenden Jahren auf über 50% ansteigen, so Daniel Georges. Daher tun Fintech-Startups gut daran, sich hierfür zu rüsten. Wenn FinTechs an der Lizensierung durch die BaFin scheitern, bieten sich Lizensierungen im Ausland an, die Anforderungen sind hier von Land zu Land sehr unterschiedlich. Wichtig zu wissen ist dabei jedoch, dass sobald die Autorisierung erfolgt ist, sie auf andere Länder übertragbar ist. Außerdem erlauben es die gesetzlichen Regularien, im Heimatland zu arbeiten und das Geschäft dennoch über die Landesgrenzen auszuweiten.

2. Unabhängigkeit anstreben: Um eine BaFin-Lizenz zu erlangen, ist es für junge FinTechs oft unvermeidlich, sich in die Abhängigkeit von Banken zu begeben. Die Folge können Knebelverträge sein, von denen junge Unternehmen nur schwer loskommen. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig externen rechtlichen Beistand zu suchen. Andererseits ist eine Lizenz eine gute Ausgangslage, um bessere Vertragsbedingungen mit den Banken auszuhandeln und gesunde Margen zu erzielen. Als so ein lizensierter Bankpartner trägt ein FinTech-Startup zwar selbst das Risiko, dafür winken aber auch höhere Margen und gleichwertige Profite.

3. USPs als Wettbewerbsvorteil: Angesichts der zunehmenden Zahl von Peer-to-Peer-Lending-Plattformen und Payment-Anbietern, die in den florierenden Markt drängen, wird es umso wichtiger, durch Alleinstellungsmerkmale zu überzeugen, um Kunden zu gewinnen. Nach dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ können Marketingmaßnahmen helfen, diese USPs zu kommunizieren. Letztendlich wird die innovativste Vermarktungsstrategie das Rennen machen.

4. Vertrauen durch Transparenz: Weltweit genießen FinTechs mehr Vertrauen als in Europa oder gar in Deutschland. Es ist demnach umso wichtiger, durch Transparenz langfristig das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Dabei sollten die Branchen-Startups auch offen mit Themen wie Datenschutz und Datensicherheit umgehen und dies auch transparent kommunizieren.

5. Durch Mehrwerte überzeugen: Ob traditionelle Bank oder disruptives FinTech, die Kunden wollen durch den Nutzen und Mehrwert abgeholt werden. Die Banken sind mit ihrer schleppenden Digitalisierung und ihren analogen Strukturen vielfach nicht vorbereitet, die Bedürfnisse einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu befriedigen. Für die FinTechs wird es deshalb wichtig sein, den Kunden vor dem Marktstart schon eine möglichst benutzerfreundliche User-Experience zu bieten. PAYMILL denkt dabei unter anderem an einem leichteren Zugang zum Girokonto, an Videochats und an einfach implementierbare Bezahldienste für E-Commerce.

Fazit mit Aussicht auf mehr
FinTechs müssen es schaffen, nicht nur das Vertrauen der BaFin oder einer ausländischen Finanzdienstleitungsaufsicht, sondern auch die der Kunden zu gewinnen. Dazu gehört laut Lars Funke, Head of Sales & Customer Care bei PAYMILL in München, auch ein guter Kundendienst. Der PAYMILL-Manager hat branchenübergreifend „10 Tipps für einen guten Kundendienst“ zusammengetragen. Einer davon ist der, dass die Unternehmen nicht nur auf ihre Kunden hören sollten, sondern auch auf ihre Kundendienst-Mitarbeiter, die oft am besten wissen, wo den Kunden der Schuh drückt.

Lena Seydaack

Lena Seydaack verantwortet seit 2016 das Marketing von PAYMILL. Sie bringt langjährige Erfahrung im B2B Marketing mit Fokus auf Lead Generierung mit. Als Selbstständige hatte sie bereits mehrere Jahre B2B Unternehmen in Online Kommunikationsstrategien beraten und als Team Lead für CANCOM Content Marketing aufgesetzt. Paymill bietet als Online-Bezahldienstleister eine einfach zu integrierende Bezahllösung für Online-Shops und mobile Applikationen.

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