Anfangen und umsetzten!

whyzzer schafft tiefe, emotionale Einblicke in die Leben spannender Persönlichkeiten

Stellen Sie sich und das Startup whyzzer doch kurz unseren Lesern vor!

Moin, wir sind Benjamin Buthmann und Eric Garsleitner, Cousins aus Hamburg. Gemeinsam mit unserem Angel-Investor Yassin Belarbi gründeten wir im September 2019 whyzzer. Wir wollen mit whyzzer eine weltweit verfügbare Datenbank bestehend aus Erfahrungen schaffen! Hierfür produzieren wir Kurzserien von faszinierenden Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen wie Film, Musik, Kunst, Sport, Politik, Wirtschaft usw. mit biographischem Charakter und stellen diese auf der eigenen whyzzer Streaming Plattform zur Verfügung. Über mehrere Episoden werden individuelle Lebenserfahrungen, Erfolge und Misserfolge visualisiert und katalogisiert.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Benjamin: Wir sind beide eher kreative Typen mit vielen Ideen. Nach dem Abitur sind Eric und ich gemeinsam in einem umgebauten Möbeltruck ein halbes Jahr durch die USA gereist. Da war es nur eine Frage der Zeit bis es eine Idee zur Umsetzung schafft. Trotz der vielen Ideen in unseren Köpfen haben wir beide beschlossen, erstmal etwas vermeintlich „Bodenständiges“ zu machen, wie man in unserer Gesellschaft so schön sagt „um etwas in der Tasche zu haben“ und haben BWL studiert. 

Eric: Genau und noch nicht ganz mit dem Studium fertig, ist whyzzer geboren. Kaum den Abschluss in der Tasche, fing die Produktion der ersten Kurzserie auch schon an! 

Welche Vision steckt hinter whyzzer ?

Eric: Wir glauben daran, dass wir durch die Aufbereitung und Übermittlung von Erfahrungen, neue Sichtweisen offenbaren, Toleranz lehren und als Wegweiser agieren können. Dabei geht es nicht um einfache Biographien, sondern um das Teilen von persönlichen Erfahrungen und Wissen, die dem Zuschauer auf Augenhöhe vermittelt werden. Das Format verzichtet auf eine Heroisierung der Protagonisten und setzt den Fokus auf eine ehrliche und intime Darstellung. whyzzer ist somit ein Tool, um schwierige Situationen zu bewältigen, sich Soft Skills anzueignen, Informationen von Brancheninsidern zu erhalten, inspiriert und motiviert zu werden.  

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Benjamin: Mit Eric haben wir bereits einen tollen kreativen und künstlerischen Kopf im Team, aber uns fehlten die Erfahrungen Content in Kinoqualität zu produzieren. Somit haben wir uns auf die Suche nach Talenten aus genau diesen Bereichen gemacht und mit Manuel Däbritz als Regisseur eine tolle Ergänzung für unser Team gefunden. Jetzt galt es unseren ersten Protagonisten, Max Mutzke, und natürlich sein Management zu überzeugen. Beide waren schnell von whyzzer und unserer Vision begeistert, sodass wir wenige Wochen später bereits mit den ersten Produktionsvorbereitungen starten konnten. Wir wussten, dass wir mit unserem Investment nur eine einzige Produktion finanzieren konnten. Da war der Druck schon groß, dass alles klappt wie geplant! 

Wer ist die Zielgruppe von whyzzer?

Benjamin: An sich ist unsere Zielgruppe nicht explizit eingegrenzt. Unsere Kurzserien sprechen all diejenigen an, die sich gerne mit neuen Menschen, Biographien und neuen Erfahrungen auseinandersetzen. Bei unserem Testlaunch beobachten wir, dass natürlich besonders die Fans von Max Mutzke an seinem whyzzer original interessiert sind, aber auch Personen, die keinen direkten Bezug zu Max haben, sich mit seinen geteilten Erfahrungen, wie der beruflichen Unsicherheit, dem Umgang mit Enttäuschungen und Höhenflügen, identifizieren. 

Wie funktioniert whyzzer? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eric: whyzzer schafft zum ersten Mal tiefe, emotionale Einblicke in die Leben spannender Persönlichkeiten in einem neuen Format, ohne den Protagonisten auf ein Podest zu stellen. Ganz im Gegenteil! Wir versuchen eine Wohnzimmeratmosphären zwischen Zuschauer und Protagonist zu schaffen. Stell dir vor, du sitzt am Lagerfeuer mit Max und er teilt mit dir seine ganz persönlichen, privaten und beruflichen Erfahrungen – das ist viel motivierender, als es jedes Lehrbuch jemals sein kann.

whyzzer max mutzke
Max Mutzke

Benjamin: Anders als Videokursanbieter, welche berühmte Persönlichkeiten als Lehrer für bestimmte Themen einsetzen, legen wir den Fokus auf die Protagonisten und ihr Leben.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Benjamin: Wir haben ungefähr eine Woche vor dem Shutdown unsere zweite Finanzierungsrunde gestartet. Wie man sich vorstellen kann, ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um mit Investoren über Zukunft und Finanzierungen zu sprechen. Daher haben wir die Zeit genutzt, um weitere Protagonisten aus unterschiedlichsten Bereichen an Bord zu holen. Mittlerweile sind Profisportler, Schauspieler, Musiker, Unternehmer und bald die ersten Politiker mit von der Partie. Die weiteren Produktionen werden wir dann nach der Finanzierungsrunde fortsetzen. 

Dennoch haben wir die Zeit genutzt und die erste Kurzserie von Max Mutzke als Testlaunch veröffentlicht, um erstes Feedback zu bekommen. Corona ist für die Streaming-Welt die perfekte Zeit, um die Zuschauer zu erreichen und ihren Alltag mit spannenden, neuen Erfahrungen von berühmten Persönlichkeiten zu füllen.  

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Benjamin: Im Grunde genommen haben wir in unserem Plan nur zwei wesentliche Punkte getauscht. Anstatt nun unsere Finanzierung zu sichern, haben wir mit der Akquisition spannender Protagonisten begonnen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Eric: Durch die Krise sieht sich jeder, der eine mehr, der andere weniger, mit großen Veränderungen konfrontiert. Somit sind unser Content und die Frage „Wie geht’s für mich weiter?“ relevanter denn je zuvor. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass viele Leute sich neu orientieren wollen oder müssen. Und genau hier kann whyzzer anknüpfen und mit einer hohen Diversifikation auf der Plattform für diese Menschen behilflich werden. 

whyzzer, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Benjamin: In fünf Jahren wollen wir mit whyzzer eine Relevanz im Streaming-Markt erreicht haben und die erste Anlaufstelle für Biographien und Erfahrungsvermittlung sein. Außerdem ist das Ziel, den Content zu internationalisieren, bedeutet Protagonisten aus unterschiedlichen Ländern auf verschiedenen Sprachen auf whyzzer zu präsentieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wenn du deine Idee für gut befunden hast – mach es! Nur drüber reden bringt nichts. Anfangen und umsetzten! Das ist natürlich kein Garant dafür, dass das „Die Idee“ ist, aber ohne es zu machen wirst du es nie erfahren.

Zweitens: Hol dir Feedback ein und sei offen dafür. Wechsle dabei regelmäßig in die Vogelperspektive, um deinen eingeschlagenen Weg stetig aber konstruktiv zu hinterfragen. So kannst du versuchen, Betriebsblindheit vorzubeugen. Aber nicht falsch verstehen, bloß nicht wegen jedes Feedbacks neue Wege einschlagen, sonst verirrt man sich auf seinem eigenen Weg und lässt sich zu leicht verunsichern.

Drittens: Think big or leave it. Das hat Tim Draper zu Eric gesagt, während seines Aufenthalts im Silicon Valley. Trau dich Großes zu wagen, lass es dir nicht von anderen kleinreden und bleib dabei realistisch.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Benjamin Buthmann und Eric Garsleitner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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