Samstag, April 17, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Wheels Bike Sharing startet in Berlin: Elektrisch betriebenes Mini-Fahrrad

Stellen Sie sich und das Startup Wheels doch kurz unseren Lesern vor!

Wheels ist ein US-amerikanisches Startup, dass von den Brüdern Jon und Josh Viner mit dem Ziel gegründet wurde, den Verkehr auf möglichst sichere und zugängliche Weise von der Straße auf alternative Verkehrsmittel zu verlagern. Aus diesem Grund haben wir unsere Bikes mit dem Fokus auf Sicherheit und Zugänglichkeit entwickelt. Der Sitz, der niedrige Einstieg und das schlanke und futuristische Design machen Wheels zu einem völlig neuen Fahrzeugtyp.

Ich, Axel Lindner, habe zuvor bei einer der traditionellen Kickscooter-Firmen gearbeitet und die Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit bei alternativen Verkehrsmitteln aus erster Hand mitbekommen. Unsere Wheels Bikes sind in viel weniger Unfälle pro Meile als E-Kickscooter involviert. Vor etwa einem Jahr kam ich zu Wheels, um das Fahrzeug der nächsten Generation, wie wir es nennen, nach Europa zu bringen.

Wheels ist derzeit in 5 großen Städten in den USA sowie in Brüssel, Wien und Berlin vertreten. Als Regional General Manager für Europa bin ich für den Markteintritt in europäische Städte verantwortlich.

Welche Vision steckt hinter Wheels?

Die Mission von Wheels ist es, den Verkehr von der Straße auf sichere, zugängliche und nachhaltige Weise auf alternative Transportmittel zu verlagern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir unser Gerät mit einem Sitz für einen niedrigeren Schwerpunkt gebaut, dank dem sich das Bike leicht ausbalancieren und dank der großen Räder auch Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher und Risse sehr gut befahren lässt. Die hohe Benutzerfreundlichkeit und der Komfort zeigen sich daran, dass Wheels in der Regel für längere Fahrten genutzt werden. Damit eignen sie sich perfekt für Pendler, die eine bequeme und entspannte Fahrt suchen.

Eine Herausforderung bei E-Kickscootern besteht darin, dass sie hauptsächlich von Männern im Alter von 18-35 Jahren gefahren werden. Bei Wheels sind 30% unserer Nutzer über 35 Jahre alt, und werden von ebenso vielen Frauen wie Männern gefahren.

Was die Nachhaltigkeit betrifft, so verwenden wir seit über zwei Jahren austauschbare Batterien, und führen unseren Betrieb effizient und verantwortungsvoll. Darüber hinaus sind unsere Bikes vollständig modular aufgebaut, so dass sich Einzelteile einfach austauschen lassen, wenn sie kaputt gehen. Das führt zu einer vielfach längeren Lebensdauer.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für Europa ging es zunächst darum, unser US-zertifiziertes Bike an die europäischen Anforderungen und Standards anzupassen. Unseren Designern und Entwicklern ist es gelungen, alle regulatorischen Kriterien so umzusetzen, dass sich die Bikes von Markt zu Markt nicht grundlegend unterscheiden.

Im Oktober letzten Jahres haben wir bekannt gegeben, dass wir rund 50 Millionen Dollar von einer wirklich großartigen Mischung aus Venture Capitalists, Unternehmern und Investoren aus verschiedenen Sektoren einbringen konnten. Wir waren also in Lage in einem stark kompetitiven Marktumfeld eine große Menge an Kapital zu beschaffen. Dazu gehörte viel Transparenz, denn unsere Investoren mussten mit unserem Geschäftsmodell eng vertraut sein, um zu verstehen, dass wir die Finanzierung sichern konnten.

Wer ist die Zielgruppe von Wheels?

Wheels ist für alle gedacht, unabhängig des Alters oder Geschlechts. Unsere Daten zeigen, dass Menschen jeder Altersgruppe mit Wheels fahren und lässt sich darauf zurückführen, dass das Fahrzeug benutzerfreundlich, sicher und komfortabel ist.

Wie funktioniert Wheels? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wheels auszuleihen ist einfach – nur die „Wheels Ride Safe“-App runterladen, registrieren und den QR-Code des Bikes scannen, um loszufahren.

Wheels ist ein elektrisch betriebenes Mini-Fahrrad. Es ist kompakt wie ein E-Kickscooter, aber hat viel größere Reifen, die unebene Straßenbeläge besser ausgleichen und einen Sitz, der mehr Komfort und ein insgesamt besseres Fahrerlebnis bietet. Diese beiden Schlüsselfaktoren und die Tatsache, dass die Bikes ein wirklich elegantes und cooles Design haben, führen zu einer breiten Nutzergruppe in der Bevölkerung. Einer von drei Nutzern ist über 35 Jahre alt und viele Menschen mit Berührungsängsten zu Kickscootern, haben viel Freude in der Nutzung von Wheels Bikes.

So viel zur Verbraucherseite. Auch auf unserer operativen Seite haben wir ein differenziertes Geschäftsmodell. Unsere Bikes sind modular aufgebaut und wir sind in der Lage, Ersatzteile herzustellen und zu produzieren. Wenn etwas kaputt geht, können wir es also leicht austauschen. In unseren Wartungslagern führen wir solche Reparaturen durch. Das Problem der teilweise geringen Lebensdauer von E-Kickscootern wollen wir damit entgegentreten. Hinzu kommt, dass wir unsere Batterien austauschen können und damit nicht die kompletten Bikes tagtäglich einsammeln, aufladen und wieder bereitstellen müssen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Die Corona-Pandemie hat uns gezwungen, kreativ zu werden. Infolgedessen haben wir neue Geschäftszweige gefunden, die wir derzeit mit Hochdruck ausarbeiten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben New York City gelauncht und konnten den Bewohnern damit ein individuelles und sicheres Verkehrsmittel anbieten. Aber es wird noch viel mehr kommen!

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Während des Lockdowns sind immer mehr Stadtbewohner auf individuelle Verkehrsmittel umgestiegen, und die Debatte über den Übergang zum Stadtverkehr hat wieder an Dynamik gewonnen. Mikromobilitätsangebote sind eine echte Alternative zu einer überlasteten Infrastruktur.  Gleichzeitig ist es notwendig, die Bedürfnisse der Verbraucher und die Anforderungen an die Verkehrsmittel in den Städten zu kennen – wir sind sehr zuversichtlich, mit unserem Produktansatz ein attraktives Angebot für die Nutzer und gleichzeitig eine echte Mobilitätsalternative zu schaffen.

Wheels, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zahlreiche Studien zeigen, dass Autos immer noch weitgehend für kurze Strecken eingesetzt werden. Hier setzt die Idee der Mikromobilität an. Um den Staus in den Stadtzentren entgegenzuwirken und damit eine Verkehrswende einzuleiten, sind mehr Mobilitätsmöglichkeiten nötig als der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Tausende von Menschen nutzen bereits heute täglich Angebote der Mikromobilität, um von A nach B zu gelangen. Weshalb die Vernetzung der einzelnen Verkehrsmittel besonders wichtig ist. Ziel ist es, nachhaltige Mobilitäts- und Energiekonzepte für städtische Gebiete zu entwickeln, die Verkehrsangebote als komplementär und nicht in Konkurrenz zueinander wahrnehmen. Wir wollen das Unternehmen sein, das die sicherste Transportalternative auf dem Markt anbietet – in Nordamerika und Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Konzentriere Dich darauf, Deine Zielgruppe zu begeistern. Höre auf ihr Feedback, indem Du einen sehr engen Kontakt zwischen dem Support-Team, dem Produkt und der Technik gewährleistest und Verbesserungen schnell umsetzt.

2. Konzentriere Dich auf das Kerngeschäft. Wir von Wheels fokussieren uns ganz auf unser Bike, das wir stetig besser machen.

3. Nehme die Unternehmenskultur ernst. Bei einem meiner früheren Arbeitgeber habe ich den Wandel von einem kleinen zu einem sehr großen Unternehmen und die damit verbundenen Herausforderungen mitbekommen. Personalthemen schon früh anzugehen zahlt sich aus: Ein glückliches Team wird ein leistungsstärkeres Team sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Axel Lindner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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