Unternehmensgründung ist kein Sprint, sondern ein Marathon

whatchado: Entdecke Menschen und Berufe, die zu deinen Interessen passen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen whatchado doch kurz vor unseren Lesern vor!
Der Name whatchado kommt aus dem amerikanischen Slang und steht für “what do you do?” Die Vision dahinter ist es, Schüler, Studenten, Absolventen oder Quereinsteiger bei ihrer Berufsorientierung zu unterstützen, ihnen zu helfen ihren Weg zu finden und ihnen Inspiration für ihre Zukunft zu geben.
Bei whatchado erzählen Menschen in kurzen Videointerviews, anhand von 7 standardisierten Fragen, über ihren Beruf, Arbeitsalltag und Werdegang. Durch authentische Video Stories erhalten Interessenten einen Blick hinter die Kulissen und lernen das Unternehmen und die Unternehmenskultur kennen. Mit dem whatchado Matching können sich Unternehmen zusätzlich entdecken lassen und so passende Mitarbeiter für ihr Unternehmen finden.
whatchado ist das Wikipedia der Berufe.

Wie ist die Idee zu whatchado entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Manuel Bovio, Stefan Patak, Ali Mahlodji und Jubin Honarfar (Gründerteam)
Als Jugendliche haben wir uns selbst die Frage gestellt, was man beruflich alles machen könnte und sind auf das Problem gestoßen, dass es sehr schwer ist, herauszufinden, welche Möglichkeiten der Arbeitsmarkt bereitstellt, nämlich anhand der tagesaktuellen Berufsbilder und den Ausbildungswegen.
Das hat dazu geführt, dass Ali, Jubin und Stefan (Freunde seit 1996) das Wikipedia der Berufe 2011 als Online Plattform ins Leben gerufen haben und gemeinsam mit Manuel 2012 das Unternehmen gründeten.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
In der Anfangsphase war alles aus Eigenmitteln finanziert. Wir haben unsere Sparbüchsen geplündert und die erste Kamera und Schnittlaptops gekauft. Mit der Gründung 2012 hatten wir bereits den ersten Business Angel, Hansi Hansmann (Investiert in Runtastic, Shpock, Busuu, Kiweno, etc.) an Board. Unser Geschäftsmodell hat sich sehr gut entwickelt, sodass das Geschäft stetig gewachsen ist. Wir haben für unser schnelles Wachstum, als auch unserer Expansion nach Deutschland und in die Schweiz, weitere Business Angels an Board geholt (u.a. Brigitte Ederer, Claus Raidl, Hilde Umdasch).

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
whatchado hat als Start Up gestartet und ist mittlerweile ein mittelständisches Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern. Das Umsatzwachstum hat sich jährlich verdoppelt seit der Gründung 2012 und lag 2015 bei über 2 Millionen Euro.
In den ersten Jahren haben wir erst unseren Weg finden müssen und herausfinden, welche Strukturen notwendig sind, um so ein starkes Wachstum auch erfolgreich handhaben zu können. Außerdem war uns immer klar, dass es für unser Vorhaben keine Grenzen gibt. Deshalb haben wir 2014 bereits begonnen stark zu expandieren und sind mittlerweile in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Spanien und Frankreich mit Content und Partnern vertreten.
Zum GoLive der Plattform am 27.6.2011 hatten wir 17 Stories online. Heute sind es weit mehr als 5000 Stories aus der ganzen Welt. Dieses Jahr haben wir bereits in Australien, Dubai, Skandinavien und Mittelamerika Videos produziert.

Wer ist die Zielgruppe von whatchado?
Die Zielgruppe besteht aus Altersklassen:
14 – 19 J (Schüler, Abiturienten)
20 – 28 J (Studenten, Absolventen)
29 – 35 J (Young Professionals)

Wie funktioniert whatchado?
whatchado verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Dating Plattformen. Anhand eines kurzen Interessensabgleichs (whatchado Matching) können User auf Basis Ihres Interessensprofils berufstätige Personen entdecken, die eine hohe Übereinstimmung ihrer Interessen aufweisen und bereits von uns interviewt worden sind. Dadurch lernt der User neue Berufsbilder als auch Arbeitgeber kennen, an die er vermutlich nie gedacht hätte. Natürlich gibt es die Möglichkeit über unsere Suche bzw. Filter auch gezielt nach Videos zu suchen, wenn man bereits eine genaue Vorstellung davon hat, was man beruflich machen möchte. Die Plattform ist für User frei zugänglich. Darüber hinaus gibt es auch die whatchado jobstories App, die ähnlich wie Tinder, das Matching Konzept von der Plattform weiterlebt.

whatchado, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Durch Tools, die wir gerade in einer BETA Phase testen, möchten wir, dass in Zukunft, jeder sein eigenes whatchado Video selbst aufnehmen kann und sich auf unserer Plattform vorstellen kann, um einerseits anderen Menschen, die auf der Suche sind, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten der Arbeitsmarkt bereithält, andererseits aber auch, um von Arbeitgebern angesprochen zu werden und vielleicht auch seinen nächsten Job über unsere Plattform gefunden zu haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1% ist die Idee, 99% die Execution!
Unternehmensgründung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – Ausdauer ist gefragt
Ab und zu aus dem dailybusiness zurückziehen, um das große Ganze im Blick zu behalten

Wir bedanken uns bei Jubin Honarfar für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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