Habt viel Mut und keine Angst vor Fehlern

What the Food! gesundes Mittagessen in der Mittagspause

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen What The Food! doch kurz unseren Lesern vor!
What the Food! ist ein gesundes Fast Casual Konzept aus Frankfurt. In unserem Selbstbedienungsrestaurant in der Kaiserstraße halten wir frische, gesunde und leckere Speisen für unsere Gäste bereit – und das morgens, mittags und abends. Wir sind die beiden Gründerinnen von What the Food! und kommen ursprünglich aus der Banken- und Beraterbranche. Vor mehr als 2 Jahren haben wir uns dann dazu entschlossen What the Food! zu gründen und seit über einem Jahr ist das Restaurant eröffnet.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Wir haben What the Food! vor allem deswegen gegründet, weil wir festgestellt haben, dass es Bedarf für eine gesunde Auszeit in dem stressigen Büroalltag gibt. Als wir damals in unseren Jobs mittags gesund aber auch schnell essen wollten, haben wir für uns festgestellt, dass die Auswahl eingeschränkt ist. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach gesundem Essen stetig – so haben wir den Trend entdeckt.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Die Suche nach der passenden Immobilie. Konzept, Finanzierung und Planung standen bereits, doch dann haben wir 8 Monate nach der passenden Immobilie gesucht und fast 50 Objekte während unserer Suche angeschaut.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten ich schaffe das nicht?
Diesen Punkt gibt es in einer Gründungsphase unserer Meinung nach oft. Der Weg ist nicht einfach, da man etwas Neues kreiert und viele Hürden dafür überwinden muss. Zum Glück sind wir zu zweit und können uns gegenseitig motivieren. Das hilft über jede Krise hinweg. Was auch hilft ist ein Blick auf Instagram. Dort gibt es eine super positive Community. Viele unserer Speisen werden geteilt und bekommen positive Rückmeldung. Das finden wir sehr inspirierend und es zeigt uns in schweren Momentan warum wir What the Food! gegründet haben.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Wir haben sehr viel dazu gelernt und das sofort aufs Unternehmen übertragen. Die Prozesse sind strukturierter, unser Wissen ist größer und die Mission ist klarer geworden. Als Quereinsteiger haben wir natürlich sehr viel gelernt – genau das macht es für uns so spannend.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Auf jeden Fall. Wenn man dazu nicht bereit ist sollte man sich eine Gründung nochmal überlegen. Oft hatten wir wenig Branchenwissen und sind dann in die Materie reingewachsen. Auch für die Rolle der Chefin hatten wir keine 10 jährige Vorbereitungszeit und mussten uns persönlich weiterentwickeln und bereit sein Kritik anzunehmen und umzusetzen.

Wer ist die Zielgruppe von What The Food!?
Anfangs war unsere definierte Zielgruppe die Bürowelt Frankfurts. Jetzt merken wir, dass diese viel breiter gefasst werden kann und unser Konzept bei viele verschiedene Gruppen sehr gut ankommt. Vom Banker zum Grafiker in einer Agentur, vom IT Start-up Genie zu gesundheitsbewussten Eltern. Unsere älteste Kundin war 82 und ihr hat es sehr gut geschmeckt .

Was findet der Kunde auf?
Wir bieten Eispeisen, Müslis, Joghurts, Salate, Sandwiches, Suppen und warme Hauptspeisen an. Dazu gibt es leckere Säfte und Smoothies mit viel Spinat, Grünkohl und/oder Früchten. Vor allem die warmen Hauptspeisen sind sehr beliebt und werden am Mittag am meisten bestellt. Unser Bestseller ist seit Monaten das „Sweet Potato Chicken“ welches aus Süßkartoffelpüree, Salat und Hühnchen besteht.

Wie wählen Sie die Zutaten aus?
Anfangs hatten wir einen Gastroberater, der uns bei der Komposition der Speisen geholfen hat. Jetzt machen wir die Zusammenstellung alleine und wählen die Zutaten dafür auch selbstständig aus. Zusätzlich saßen wir lange mit einer Ernährungsberaterin zusammen und haben die positiven Effekte (auch What the Food! benefits genannt) auf den Körper bestimmt. Uns ist die Qualität der Zutaten sehr wichtig und wir achten bei der Auswahl der Lieferanten stark darauf, dass wir einen gewissen Standard garantieren können.

What The Food!, wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Mit 3 – 4 Läden in Frankfurt und Umgebung, expandiert nach Düsseldorf, Hamburg und München und weiterhin motiviert und glücklich dabei.

Welche 3Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
• Habt viel Mut und keine Angst vor Fehlern. Die macht man sowieso, ob man nun versucht sie zu vermeiden oder nicht. Daher war es für uns immer besser aus Fehlern zu lernen anstelle es gar nicht erst zu versuchen
• Sucht euch euren Gründungspartner / Gründungspartnerin sehr gut aus und besprechen vorher auch eure privaten Ziele im Leben, eure Vorstellung von Moral, eure Werte, was ihr in sehr schweren Zeiten braucht und machen wollt, etc.
• Überlegt euch vorher welche Art Chef ihr sein wollt und holt euch Tipps von Vorbildern. Mitarbeiter sind eines der keyassets bei einem Start-up und die Motivation der Mitarbeiter eines der größten Herausforderungen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nina Rümmele und Ekaterina Bozoukova für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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