Werbeartikel boomen: individuellen Lösungen sei Dank

Kugelschreiber, Kalender & Caps: Vergangenes Jahr wurden 3,5 Millionen Euro in Werbeartikel investiert, nur für TV-Werbung wird mehr ausgegeben. 91% aller Menschen über 14 Jahre besitzen zumindest einen Werbeartikel, 93% dieser nutzen ihn auch. Und dann ist da noch der Erinnerungswert: Werbeartikel genießen im Vergleich zu anderen Kommunikationsmitteln die höchsten Erinnerungswerte (59%) an die beworbene Marke.[1] Diese Zahlen gibt der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. anlässlich der Werbeartikel-Messe PSI in Düsseldorf Mitte Jänner für den deutschen Markt an. Grund genug, sich das Wunder-Marketinginstrument aus österreichischer Expertise genauer anzusehen.

„Das sind deutsche Zahlen, wir erleben in Österreich aber die verhältnismäßig selbe Entwicklung“, sagt Andreas Toferer, Geschäftsführer des Salzburger Unternehmens Toferer Textil. Er stieg vor beinahe 30 Jahren in die Branche ein. Von Eben im Pongau aus verkauft er seine textilen Merchandise-Artikel und individuelle Arbeitskleidung mittlerweile international. Seine Kunden macht er nicht mit Kugelschreibern, sondern individuellen Hoodies oder Flachmännern im Filzeinband bekannt. „Das mache ich so, weil sich über die Zeit zwei Dinge wesentlich verändert haben: Unternehmen setzen zunehmend auf Individualität und Qualität, um ihre eigenen Werte nach außen zu transportieren. Außerdem geht der Trend in die Richtung unkonventioneller Werbeartikel, um sich von der Konkurrenz abzuheben“, so der Salzburger. Richtig gemacht geht das Kalkül auf.

Nur was nutzt, wird benutzt

Es kommt in erster Linie auf den Nutzen und nicht auf den Gegenstand an. Wer mit einem Merchandise-Produkt alle Möglichkeiten ausschöpfen will, muss nicht nur innovativ denken und außergewöhnlich gestalten, sondern vielmehr Produkte einsetzen, die der Kunde tatsächlich verwenden kann. Bei 72%[2] der Empfänger schafft ein Werbeartikel überdies Vertrauen zum Unternehmen – „aber nur, wenn das Produkt auch zum Betrieb passt. Als Unternehmen in einem Skigebiet ist man beispielsweise mit gebrandeter Winterkleidung gut beraten“, regt Toferer an. Dann ist da noch die Qualität: „Die ist neben dem Design mitunter der wichtigste Aspekt an der ganzen Sache. Merchandise-Produkte repräsentieren ein Unternehmen und dessen Werte – sie sind die Visitenkarte. Da haben billige 0815-Lösungen keinen Platz“, sagt der Experte.

Kundenbindung und Umsatzsteigerung

Mehr Bekanntheit, mehr Vertrauen, mehr Umsatz. „Werbeartikel sind eine Chance, mit den eigenen Kunden zusammenzuarbeiten: Tragen sie beispielsweise Hoodies im Stil eines Unternehmens, agieren sie automatisch als eine Art Markenbotschafter“, erklärt Andreas Toferer. Genau diese Personen erhöhen schließlich die Bekanntheit und zeigen, dass sie mit dem Unternehmen ein positives Gefühl assoziieren. Das wiederum sorgt für den Gewinn neuer Kunden. Mit einem Werbegeschenk lässt sich auch für mehr Loyalität bei den Kunden sorgen: Menschen, die etwas geschenkt bekommen, sind eher dazu bereit, wiederzukommen. Sofern der Werbeartikel nicht verschenkt, sondern verkauft wird, ergibt sich außerdem eine zusätzliche Umsatzmöglichkeit.

Kugelschreiber & Co.: Das Aus für Standard-Lösungen

„Natürlich kann man Kugelschreiber und Kalender an seine Kunden verschenken – das bringt aber wenig. Werbeartikel sind eine bewusste Entscheidung im Marketing und sollen der Abgrenzung von der Konkurrenz dienen. Je unkonventioneller man denkt, desto höher die Wirksamkeit“, sagt Andreas Toferer. Mit diesem Gedanken ist der Salzburger offenbar nicht alleine: Unternehmer können mittlerweile auch bedruckte Tomaten und Äpfel ordern. „Wir haben da auch ein paar Highlights“, grinst Toferer, „unser Flachmann im Filzeinband zum Beispiel ist jedes Jahr ein Kassenschlager. Der ist so simpel wie auch genial: In Salzburg genießt das Flascherl fast schon Kultstatus, als Werbemittel ist er aber sehr ungewöhnlich. Das sorgt für einen Überraschungseffekt beim Kunden, an den er sich bei jeder Verwendung gerne wieder erinnert“. Kleiner Trend-Tipp: Zusätzlich Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Foto: Andreas Toferer, Geschäftsführer Toferer Textil

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Himmelhoch GmbH

[1] www.gww.de

[2] ebd.

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