Habt keine Angst davor, euch Unterstützung zu holen !

WEINSTEIN Zapfanlage für Weinflaschen um Wein tropfgenau zu zapfen

Stellen Sie sich und das Startup WEINSTEIN kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Fabian Binz, Weintrinker und Ingenieur.

Ich habe den WEINSTEIN erfunden, eine Flaschen-Zapfanlage und ein handgemachtes, exklusives Produkt für den Genießer. Stecken Sie Weinflaschen Ihrer Wahl kopfüber in den WEINSTEIN – und zapfen Sie anschließend Ihren Wein tropfengenau. Dafür sorgt eine bestechend einfache Konstruktion im Inneren, die ganz ohne Mechanik, Ventile oder Schläuche auskommt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Um ein Produkt wie den Weinstein vertreiben zu können, braucht man eine geeignete Rechtsform. Wir wollen gegenüber Geschäftspartnern und Kunden verlässliche und seriöse Partner sein – und ein Baustein dazu ist eben ein eingetragenes Unternehmen.

Normalerweise entwickele ich mit meinem Ingenieurbüro neue Produkte als Dienstleistung für unsere Kunden. Dieses Mal ist es eine Eigenentwicklung, ein eigenes, innovatives Produkt. Nun wollen wir durch die Gründung eines zusätzlichen Unternehmens auch einmal auf der anderen Seite stehen, und damit auch für Produktion, Vertrieb und Marketing verantwortlich sein.

Welche Vision steckt hinter WEINSTEIN?

Über Jahre hinweg habe ich mich als Weinliebhaber und Tüftler der Frage gewidmet, wie man Flaschen jeglicher Art ganz einfach zapfbar machen kann. Als Ingenieur bin ich es gewohnt, für meine Kunden systematisch nach Lösungen zu suchen. 

Die Idee kam von meiner Tochter Paula, sie findet Getränkespender bei Feiern toll und ich fragte mich, ob man nicht direkt aus Flaschen zapfen könnte. Die Fragestellung ließ mich nicht mehr los. Und daraus ist der WEINSTEIN entstanden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Über mehr als zwei Jahre habe ich Ideen gesammelt, mich durch Patente gewühlt und mit dem 3D-Drucker verschiedene Modelle erstellt. Nach und nach bin ich auf eine bestechend klare Lösung in Form eines metallenen Einsatzes gekommen, die ich bei Partnern im Pfälzischen schließlich in Edelstahl habe produzieren lassen. Während der Entwicklung wurde das Innenleben des WEINSTEINs tatsächlich immer simpler. Letztendlich ist ein Einsatz geblieben, der ganz einfach zu nutzen, herauszunehmen und zu reinigen ist.

Finanziert wurde der WEINSTEIN über Eigenmittel, Innovationsgutscheine und Vipanofördermittel.

Wer ist die Zielgruppe von WEINSTEIN?

An erster Stelle stehen Genießer und Weintrinker. Darüber hinaus kann der der WEINSTEIN generell als Getränkespender eingesetzt werden, um beispielsweise als edler Schnaps-, Wodka-, Wasser- oder Limonadenspender zu dienen. Ob bei privaten Partys, zu offiziellen Anlässen in der Eventgastronomie oder bei der Weinverkostung auf dem Weingut – der WEINSTEIN gibt jeder geselligen Runde eine noble, aber dennoch lockere Note.

Wie funktioniert WEINSTEIN? Wo liegen die Vorteile?

Bei dem WEINSTEIN wird die Flasche kopfüber in einen Edelstahleinsatz, der sich in der Zapfanlage befindet, eingesteckt. Wenn man den Einsatz zu ersten Mal herausnimmt und diese schlichte Konstruktion zeigt, glauben die meisten Menschen, dass das ein Trick sein muss. Auch sind viele der Ansicht, dass beim Umdrehen der Flasche doch etwas überlaufen müsste. Doch garantiert wird dabei kein einziger Tropfen des Weines vergeudet. Da edle Getränke sich meist auch in edlen Flaschen präsentieren, bekommen auch diese durch den WEINSTEIN einen angemessenen Auftritt, ein richtiger Hingucker. Auch das eigenständige Zapfen bereitet einfach Freude und macht das genussvoller Weintrinken noch mehr zu einem Erlebnis aller Sinne.

Wie ist das Feedback?

Wir stehen noch am Anfang, aber die erste Resonanz ist hervorragend. Und wir stehen mit mehreren Winzern und Weinfachhändlern in Kontakt. Wir waren auf der Erfindermesse in Nürnberg vertreten. Dort wurden wir mit einem Sonderpreis ausgezeichnet – und das ARD-Vormittagsmagazin hat über uns berichtet. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Schritte!

WEINSTEIN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der WEINSTEIN als Naturstein war nur der Anfang. Weitere Varianten in unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise Glas und Ton sind bereits in Planung. Damit möchte ich möglichst viele Zielgruppen für die Idee des WEINSTEINs als edlen Getränkespender begeistern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Habt keine Angst davor, euch Unterstützung zu holen – es gibt tolle Angebote von öffentlicher Hand und von privaten Stiftungen, um Gründen erfolgreich zu machen. Wir haben uns vom Steinbeis-Transferzentrum Infothek in Villingen professionelle Unterstützung geholt.

Zweitens: Einfachheit ist ein ganz wichtiger Baustein, um sich abzuheben. Je einfacher ein Produkt oder eine Dienstleistung ist, desto besser verstehen die Menschen, worum es geht.

Drittens: Man braucht Durchhaltevermögen, um sich in unserer zunehmend komplexen Welt Gehör zu verschaffen. Also dranbleiben und nicht aufgeben! Auch wenn es anfangs viele Hürden zu nehmen gibt; glaubt an euch, seid zielorientiert und lasst euch nicht abbringen von euerer Vision. Probleme machen euer Produkt oder Dienstleistung nur noch besser. Ganz wichtig: Wenn ihr vor einem Problem steht, bei dem ihr nicht weiterwisst, tauscht euch aus! Denn Ideen werden größer, wenn man sie teilt. Und Probleme werden kleiner, wenn man sie teilt und darüber spricht.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fabian Binz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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