Donnerstag, Januar 20, 2022

Weihnachtsgeschäft 2021 – Experte gibt 3 Marketing-Tipps

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Im vergangenen Jahr nahm die Pandemie und der dadurch bedingte Lockdown einen massiven Einfluss auf das Weihnachtsgeschäft. Nun ergab eine Umfrage, dass 88% der Marketer davon überzeugt sind, dass das diesjährige Weihnachtsgeschäft über ihre unternehmerische Zukunft entscheiden wird. Ein großer Druck, der auf Unternehmen nun lastet. Um hier nichts falsch zu machen, empfiehlt Dominik Sedlmeier, CEO der Markenagentur El Clasico Media GmbH und Marketingexperte, rechtzeitig und sorgsam die weihnachtlichen Marketingmaßnahmen zu planen. Denn diese werden über den Fortbestand der Unternehmen deutlich mitentscheiden. 

Rechtzeitig planen, neue Umstände bedenken

Die Weihnachtszeit steht kurz bevor und mit ihr Vorfreude, aber auch Skepsis und Sorge. Denn für viele Unternehmen wird das diesjährige Weihnachtsgeschäft entscheidend sein, mussten sie letztens Jahr aufgrund diverser Lockdowns finanzielle Einbußen verzeichnen. Um nun also nichts dem Zufall zu überlassen, sollten Unternehmen bereits jetzt beginnen, ihre diesjährigen Marketingmaßnahmen für die Weihnachtszeit zu planen. Es gilt, auf die durch die Pandemie veränderten Wünsche und Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen. Im Zuge der Pandemie wuchs der Onlinehandel enorm.

Auch im Weihnachtsgeschäft wird der Onlinekauf eine prägnante Rolle spielen, zudem ist davon auszugehen, dass Konsumenten auf die nun herrschenden Wertevorstellungen bei der Kaufentscheidung achten werden. Demnach muss sich das Weihnachtsmarketing intensiver denn je auf Marketingmaßnahmen in der digitalen Welt fokussieren, Werbeanzeigen auf Social Media oder Newsletter per Mail werden eine entscheidende Funktion einnehmen. Insbesondere für Unternehmen, die bislang eher peripher das Onlinemarketing herangezogen haben, empfiehlt es sich an dieser Stelle, rechtzeitig Pläne zu erstellen. Welcher Content, wie beispielsweise weihnachtliche Videos für die Social Media Profile, kann bereits jetzt erstellt werden? Wann, in welcher Reihenfolge und in welchem Intervall sollen Unternehmens-Postings in der heißen Phase vorgenommen werden? Welche Kampagnen lassen sich online schalten? Fragen, die es für das Marketing bereits jetzt zu beantworten gilt.  

Emotionen & Werte kommunizieren

Aber auch neue Wertvorstellungen werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft die Kaufentscheidungen der Konsumenten dominieren. Der Aspekt des Umweltschutzes wird gesamtgesellschaftlich zunehmend wichtiger, durch die Pandemie achteten Konsumenten zudem verstärkt auf die Regionalität der Produkte oder der Händler. Die Weihnachtszeit an sich ist bereits geladen an Emotionen, für das Marketing empfiehlt es sich also, weniger faktenbasiert, sondern eher emotional aufzutreten. Klare Werte und Haltungen müssen hier kommuniziert werden, um den Konsumenten eine Identifikationsebene bieten zu können. Weniger die Produkte an sich, sondern die Emotionen, die dahinterstecken, sind im Weihnachtsgeschäft entscheidend.

Eine vielversprechende Kommunikationsmethode hierfür ist das Storytelling. Die Konsumenten müssen in der Weihnachtszeit auf eine gefühlsgeladene Reise mitgenommen werden, das Marketing muss an dieser Stelle direkte emotionale Anreize bieten, um Kunden an das Unternehmen binden zu können. Es gilt, eine ganzheitliche Customer Journey aufzubauen, die Konsumenten sozusagen die gesamte Weihnachtszeit emotional zu begleiten. Auch können im Weihnachtsmarketing Maßnahmen und Schritte des Unternehmens in Richtung Regionalität und Nachhaltigkeit kommuniziert werden, dabei soll es nicht darum gehen, sich als perfektes Unternehmen zu positionieren. Viel eher soll Konsumenten beim Kauf ihrer Weihnachtsgeschenke vermittelt werden, dass das Unternehmen ihre Bedürfnisse und moralische Anforderungen ernst nimmt und darum bemüht ist, sich selbst stetig zu verbessern. 

Konkrete Anreize schaffen

Zudem ist die Weihnachtszeit aus wirtschaftlicher Sicht geprägt von Angeboten und Rabatten. Diese sind oftmals entscheidend, wenn Konsumenten auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken mehrere Angebote vergleichen. Es müssen nun konkrete Anreize geschaffen werden, damit Kunden beim Unternehmen einkaufen. Zum einen zeigen sich diese Anreize natürlich im preislichen Aspekt – Welcher Shop bietet das Produkt am kostengünstigsten an? Im Optimalfall ist jedoch nicht immer der Preis das alleinige ausschlaggebende Kriterium, eine starke Verbundenheit zum Unternehmen wird beispielsweise dafür sorgen, dass Konsumenten diesem auch treu bleiben, unabhängig von dem Preisunterschied.

Während sich das Marketing oftmals auf die Kommunikation der preispolitischen Anreize fokussiert, sollten jedoch insbesondere in der Weihnachtszeit emotionale Anreize geschaffen werden. Auch hier gilt wieder: Emotionalität siegt. Kunden müssen kommuniziert bekommen, welchen Mehrwert ihnen das Unternehmen bietet, warum es sich lohnt, eventuell tiefer in die Tasche zu greifen. Warum ist das Unternehmen besser als die Konkurrenz? Warum könnten Kunden bereit sein, mehr Geld auszugeben? Auch hier lautet die Antwort auf diese Frage erneut: Wenn sie dieselben Werte vertreten. Besonders in diesem Jahr, in dem das Weihnachtsgeschäft für viele kleine Unternehmen und Familienbetriebe entscheidend ist, kann dies auch kommuniziert werden. Sowohl für Konsumenten als auch für Unternehmen war die Coronakrise nicht leicht, das Marketing darf also ruhig darauf abzielen zu vermitteln, dass Unternehmen auf die Unterstützung ihrer Stammkunden angewiesen sind. 

Fazit

Das Weihnachtsmarketing steht dieses Jahr vor neuen Herausforderungen. Die Präsenz in der digitalen Welt wird zunehmend wichtiger, zudem entscheiden neue Wertvorstellungen über die Weihnachtskäufe. Um diese Herausforderungen meistern zu können, müssen Unternehmen bereits jetzt damit anfangen, ihre diesjährigen Marketingmaßnahmen zu planen. Hierbei gilt es, den Fokus auf das Onlinemarketing zu legen, da der Onlinehandel während der Pandemie enorm zugenommen hat. Auch ist zu empfehlen, das Storytelling in den Vordergrund zu stellen, um Konsumenten emotional abholen zu können. Durch die starke und ehrliche Kommunikation der Unternehmenswerte soll zudem eine Vertrauensbasis zu den Kunden geschaffen werden. Die Weihnachtszeit ist eine emotionale Zeit, dies sollte nun auch für das Marketing gelten.

Autor:

Dominik Sedlmeier ist CEO und PR-Manager der Markenagentur El Clasico Media GmbH. Ein Netzwerk für Kommunikation und Markenentwicklung mit den Schwerpunkten Markenstrategie, Public Relations und Social Media. Als Interims Manager unterstützte er zuvor diverse Unternehmen, wenn es darum ging den Vertrieb hochzufahren, Umsätze zu skalieren und eine Marke aufzubauen. https://elclasico.de/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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