Website follows Strategy: von der Vision einer Website zur Rendite

Viele träumen vom Geld mit der eigenen Website. Oft bleibt es bei dieser Vision. Schade, denn sie kann Ursprung einer Strategie sein. Und gute Internetauftritte haben Strategien.

Website follows Strategy: von der Vision einer Website zur Rendite

Viele Startseiten sind visionslos. Die Folge: Es fehlt der informative Mehrwert. „Und, was habe ich davon?“, fragt sich der Internetnutzer. Nach wenigen Sekunden klickt er weg. Die Website bleibt wenig besucht, das Projekt ohne Rendite. Entwickeln Sie deshalb eine Vision, was Sie anderen geben bzw. bieten können.

Vision: Mutter einer guten Strategie

Vision ist das, was wir sehen. Beispiel: Sie geben ehrenamtlich Lauf- und Yogatraining. Beim morgendlichen Joggen haben Sie die Vision, damit nebenberuflich Geld zu verdienen und sehen eine Homepage in kräftigem Orange. Sie werten das Ganze nicht. Sie sehen es einfach.

Wenn die Vision zur Umsetzung ruft: Entstehen einer Mission

Visionen alleine schaffen keine Internetauftritte. Vielmehr ist ein „Auftrag“ erforderlich, welcher der Vision eine praktisch-funktionelle Bedeutung gibt.

In obigem Beispiel: Nach dem Joggen sitzen Sie entspannt im Selbstbedienungscafé. Die Menschen um Sie herum wirken hektisch, irgendwie unglücklich. All diesen Personen würden Sie gerne etwas von Ihrer Entspannung abgeben. Im Sportverein sind solche „Alltags-Genervten“ bereit, für Lauf- und Yogatraining einen Obolus zu entrichten.

Hier entsteht die Mission: Ein Bedürfnis nach Entspannung gibt es. Sogar mit Kaufkraft ausgestattet, also Bedarf nach Entspannung. Mit welcher Strategie können Sie nun eine zusätzliche Nachfrage nach Entspannung erzeugen, die Sie mit gut bezahlten Lauf- und Yogakursen bedienen?

Nachhaltige Strategie sichert gegen Risiken ab

Zunächst erkundigen Sie sich: Kollidiert Ihr nebenberufliches Vorhaben mit den Interessen Ihres Arbeitgebers? Oder des Sportvereins? Diese geben jedoch Grünlicht. Außerdem wissen Sie: Bei Websites ist Rechtliches zu beachten. Zudem es gibt Hacker, mit bösen Absichten. Um hier und bei weiteren Fragen einer Selbstständigkeit auf Nummer sicher zu gehen, schalten Sie einen Webdesigner ein, sowie einen mit diesem zusammenarbeitenden Anwalt. Einer seiner Schwerpunkte ist IT-Recht.

Muss es wirklich gleich eine eigene Homepage sein?

Ihr Webdesigner berät Sie ganzheitlich. Er hinterfragt: Brauchen Sie wirklich eine eigene Homepage? Im Sportverein sind Sie gut vernetzt. Daher setzen Sie zunächst auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Und machen Angebote an Pinnwänden: Für jede Weiterempfehlung 1 x Gratistraining. Der Webdesigner hatte recht: Er hat an Ihnen noch nichts verdient, Sie jedoch über Weiterempfehlungen. Schnell bieten Sie privat erste Kurse an, also zusätzlich außerhalb des Sportvereins.

Einfacher Online-Weg, Richtung mehr Sichtbarkeit und Rendite: Facebook

Obige Vision vom „orangefarbenen Webauftritt“ lässt Sie trotzdem nicht los. Daher starten Sie mit Facebook eine gleichfarbige Internetpräsenz und platzieren dort Ihre Lauftraining- und Yoga-Angebote. Sie posten zusätzlich regelmäßig Beiträge zum Thema asiatische Küche. Sie kreieren den Dreiklang: Laufen, Yoga, asiatische Küche. Sukzessive mausern Sie sich zum Experten für Schlankheit und Fitness, mit Ihrer Methode.

Übergang von Web-Visitenkarte zu aufwendiger Website: fließend

„Welchen Sinn hat die Orange-Vision, vor einiger Zeit beim Joggen …“, grübeln Sie immer wieder. „Hmmm … Mönche in Asien tragen Gewänder in Orange … Die Küche dieser Region empfehle ich schließlich. Orange bedeutet Vitalität und Lebensfreude …“

Letzteres haben Sie mittlerweile zwei Jahre Ihren Facebook-Followern rübergebracht. Überregional, sowie mit Ihren Kursen ein nettes Zubrot verdient. Höchste Zeit für noch mehr Online-Sichtbarkeit und Ausweitung des Geschäftsmodells, oder?

In der Tat befürwortet nun Ihr Webdesigner den Plan. Gemeinsam mit ihm schalten Sie zunächst eine einfache Web-Visitenkarte, die, wie der Name schon sagt, das Wesentlichste beinhaltet: Name, Adresse, Kontaktdaten sowie grundlegende Informationen darüber, wie Sie Menschen unterstützen. Sie versetzen sich in die bereits erwähnte Frage eines Online-Besuchers: „Und, was habe ich davon?“

Online-Erfolg. Weil Sie etwas einzigartiges bieten – online und offline.

Ihr Webauftritt entwickelt sich nach und nach. Über die Jahre gehen die Besucherzahlen konstant nach oben. Sie erweitern Ihre Web-Visitenkarte mit dem „Lebensgefühl Orange“ Schritt für Schritt: Eigene Rubriken werden gestaltet – nämlich „Laufen“, „Yoga“ und „Ernährung“. Eine Plattform wird ins Leben gerufen, auf der sich Gleichgesinnte austauschen können: über Joggen, Entspannungsübungen, Schlankheit und Fitness im Allgemeinen. Die von Ihnen gegründete Internetpräsenz nimmt mehr und mehr einen Lifestyle-Charakter an.

15 Jahre später – nach harter nebenberuflicher Arbeit – mündet Ihre Vision in eine erfolgreiche hauptberufliche Selbstständigkeit. Ihre Vision, Mission und Ziele von damals gießen Sie in ein kleines Unternehmensleitbild, als Sie erste Mitarbeiter einstellen. Eine smarte Corporate Identity entsteht.

Eines Tages joggt ein gut zahlender Lauf- und Yogaschüler neben Ihnen her, der Ihr Unternehmensleitbild studiert hat. Er wolle einen Blog zu einem ganz anderen Thema online schalten, berichtet er, und arbeite gerade ein Konzept sorgfältig aus. Aber Ihr vitales Orange, das Laufen sowie die Yoga-Entspannung hätten ihm bereits jetzt sehr beim Sammeln guter Ideen geholfen, lobt er.

Vielleicht der Beginn einer neuen Online-Erfolgsgeschichte?

Fazit & Tipps

Entwickeln Sie eine Online- sowie Offline-Strategie.

Vision, Mission, sowie operative Umsetzung sind hierfür Bausteine. Gute Unternehmensleitbilder und Corporate Identities motivieren.

Entspannen Sie sich. Spätestens, wenn der Kopf „raucht“.

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Bild: pixabay.com

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Anselm Dönhoff

Anselm Dönhoff, Dipl.-Betriebswirt (FH), ist Client Manager bei einem weltweit tätigen Dateninformationsdienstleister. In dieser Funktion unterstützt er Unternehmen bei der Neukundengewinnung. Während seines nebenberuflichen Fernstudiums sammelte er umfangreiche Akquise-Erfahrung bei der Direktvertriebstochter einer bayerischen Großbank. Dönhoff betreibt folgenden Blog zum Thema Digitalisierung: https://digi-news24.de/

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