Alles dauert länger, als man denkt

waylet ist das Amulett der digitalen Zeit

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen waylet doch kurz vor!
Wir sind Franklyn und Max und das Team waylet. Während des Studiums haben wir uns kennengelernt. Durch gemeinsame Projekte und Aktivitäten entstand eine Freundschaft, auf die wir in schwierigen Phasen immer zurück greifen können.
Waylet ist das Modeaccessoire, das die Kommunikation in Gefahrensituationen vereinfacht. Ein mobiler Notknopf also. Der Name waylet setzt sich zusammen aus den Begriffen „way“ und „amulet“. Das Amulett ist schon seit der Vorgeschichte ein spiritueller Gegenstand, der den Menschen Sicherheit gibt – waylet ist das Amulett der digitalen Zeit.

Wie ist die Idee zu waylet entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Franklyn war abends auf dem Nachhauseweg und fühlte sich unsicher, weil dort komische Gestalten herum lungerten. Als er Zuhause war, lag er noch 3 Stunden wach und überlegte, wie er das Problem lösen konnte. Die Idee lag auf der Hand: Ein Modeaccessoire, das per Knopfdruck deine Vertrauenspersonen informiert, dass du in Not bist. Am nächsten Tag kam er zu mir, Max, und erzählte davon. Er konnte mich von der Idee begeistern und wir haben gemeinsam angefangen waylet zu entwickeln.

Wie funktioniert waylet?
Per Knopfdruck geht ein Signal an deine App. Die App informiert deine Vertrauenspersonen, dass du in Not bist. Diese bekommen eine Nachricht in der App, eine SMS – damit das Signal auch ohne Internet funktioniert – und GPS-Daten um dich zu tracken und Hilfe zu holen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir sind momentan in der Seedphase. Das bedeutet, dass wir schon sehr detailliert ins Konzept eingestiegen sind und strategische Pläne geschmiedet haben. Auch ein Businessplan liegt vor. Um das Konzept nun tatsächlich umzusetzen, braucht es natürlich Kapital. Bis jetzt kamen wir mit privaten Mitteln und Unterstützern sehr weit. Wir möchten nun in die technische Entwicklung von waylet einsteigen und über eine Crowdfundingkampagne finanzieren, die momentan über die Plattform Startnext läuft.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Kampagne entschieden?
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, das jeder hat und nach dem jeder strebt. Es ist also greif- und kommunizierbar – ideal für eine Crowdfundingkampagne. Wir möchten einen engen Kontakt zu unserer Crowd aufbauen und sie auch jetzt schon in den Entwicklungsprozess mit ins Boot holen. Dazu legen wir unsere Pläne offen – die 5 Stufen der Finanzierung – genaueres dazu findet ihr in der Kampagne.

Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Unser USP ist, dass wir einen modularen Schmuck entwickeln, den man unterschiedlich kombinieren kann. Die Notruffunktion sollte im Idealfall nie verwendet werden. Aus diesem Grund sollte man waylet aus modischer Sicht tragen wollen. Die Funktion an sich rückt in den Hintergrund, denn wer waylet gerne trägt, trägt es häufig und hat es im Fall einer Notsituation auch dabei. Damit waylet zu verschiedenen Anlässen passt, lässt sich das Modul in verschiedene Armbänder und Halsketten integrieren. Man sucht sich also aus, welchen Schmuck man gerade tragen möchte und „dockt“ die Technik einfach daran an.

Was werden sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Wir werden schleunigst mit der technischen Entwicklung beginnen und waylet so schnell wie möglich auf den Markt bringen.

Wer ist die Zielgruppe von waylet?
Im Prinzip sprechen wir jeden an, der sich in bestimmten Situationen unsicher fühlt. Zum Beispiel den Jogger, der gerne im Wald joggen geht und keinen Joggingpartner hat. Oder auch Eltern, die die Gewissheit haben möchten, dass ihr Kind nach dem Klavierunterricht sicher nach Hause kommt. Oder Extremsportler, die das Abenteuer und die Gefahr lieben, aber trotzdem die Sicherheit haben möchten, in einer Notsituation Hilfe holen zu können. Oder den Nachtschwärmer, der nach einem aufregenden Abend spät nachts sicher nach Hause kommen will.

waylet, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das Notrufarmband ist erst der Beginn von waylet. Es sind weitere Produkte in Planung, die unter der Marke waylet entstehen sollen. Momentan haben wir aber den Fokus auf unser erstes Produkt.
In fünf Jahren möchten wir auch auf dem internationalen Markt erfolgreich sein und mit einem starken Entwicklerteam eine Vorreiterrolle im Markt der smart jewerly einnehmen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Alles dauert länger, als man denkt. Man muss immer mehr Zeit einplanen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Am Anfang muss man sehr viel pushen: Das bedeutet, man muss viele Leute kontaktieren, von der Idee erzählen, Events besuchen, Pitchen, Aktiv sein. Sobald man erste Erfolge hat, wirkt der Pull-Effekt: Du bekommst Aufmerksamkeit und Unterstützung ohne große Anstrengung. Es bringt nichts im stillen Kämmerchen zu basteln und tüfteln. Auch wenn die Idee noch nicht hundert Prozent rund ist, sollte man raus gehen und den Leuten davon erzählen. Das Feedback ist unbezahlbar.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Franklyn und Max für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X