Hört niemals auf an euch zu glauben!

WaschMal Vermittlung von Aufträgen in der Textilreinigung an mobile Reinigungen vor Ort.

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Stefan Büssemaker und habe WaschMal gegründet. WaschMal ist ein E-Commerce System aus Köln, welches sich deutschlandweit auf die Vermittlung von Aufträgen im Bereich der Textilreinigung fokussiert. Dabei setzt WaschMal vor Ort auf bestehende Abhol- und Lieferservices von professionellen Reinigungen in den jeweiligen Städten. Kunden bestellen den hochwertigen Service mit dem Smartphone (via App) oder über den Webbrowser zu sich nach Hause oder ins Büro. Damit wird dem Kunden ein professioneller Service für ein tägliches perfektes Aussehen angeboten. Angefragt werden Artikel wie Business Kleidung, Casual Dresses, Bettwäsche sowie Sport Artikel.
WaschMal positioniert sich aktuell deutschlandweit und ist in mehr als 60 unterschiedlichen Städten vertreten. WaschMal reinigt nicht selbst sondern vermittelt Aufträge an mobile Reinigungsservices vor Ort. WaschMal bietet Reinigungen eine Fahrer-App an, die eine automatische Routenplanung der Fahrer ermöglicht. Das Erfolgsgeschäft von Lieferando, Pizza.de oder Lieferheld wurde adaptiert und erfolgreich auf die Reinigungsbranche angewandt.

Wie ist die Idee zu WaschMal entstanden ?
WaschMal ist im Juli 2016 aus der Not heraus entstanden, weil für mich eine mobile Reinigung notwendig war. Es existierten schon kleine mobile Wäscheservices, jedoch wollte ich nicht auf Billigangebote setzten. Ich wollte, dass mein Anzug von der besten Reinigung in der Stadt abgeholt wird und von einem Fachmann mit Erfahrung gereinigt wird. Dazu sollte es so einfach gehen wie eine Pizza mit dem Smartphone zu bestellen. Dieser Service sollte aber allen zugänglich gemacht werden und so entstand die Idee zu WaschMal. Ich programmierte selbstständig an dieser E-Commerce Lösung und schnell entstanden erste Ergebnisse. Nach 4 Monaten Stand das System vollständig mit Apps. Mit einem Freund entwickelte ich das Cooperate Design. WaschMal ging online und die ersten Bestellungen wurden erfolgreich bearbeitet. Die Kunden waren begeistert und die Reinigungen auch.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ich habe Informatik studiert und war als Berater im E-Commerce Umfeld tätig. Somit habe ich mich in der Gründungsphase selbst finanziert. Die größte Herausforderung war der hohe automatisierungsgrad, den ich erreichen wollte. Von der Bestellung über den Abhol- und Lieferprozess sowie Bezahl und Inkassobüro sollten alle Prozesse auf Seiten WaschMal voll automatisiert sein. Dieses hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Jetzt bin ich aber froh, dass dieses System alle Prozesse automatisch übernimmt und somit die Qualität stetig stabil bleibt. Dieses erfreut die Reinigung als auch den Kunden, der über Apps miteinander nach vordefinierten Szenarien schnell und effizient kommunizieren kann.

Wer ist die Zielgruppe von WaschMal?
WaschMal hat zwei Zielgruppen. Zu einem wird der Service von Privatpersonen genutzt, die wenig Zeit haben oder auch unzufrieden mit Ihrer Reinigung sind. Der Service wird in das Büro oder nach Hause bestellt. Ein Kunde fragte, ob er auch den Service zum Fußballplatz buchen kann. Auch das ist möglich. Aber WaschMal bietet den Service auch für Kunden an, die einen wertvollen Wollpullover haben, Arbeitskleidung sowie Jacken können hierrüber gebucht werden. Allergiker haben die Möglichkeit den Service für Bettwäsche zu nutzen. Kilowäsche, Gardienen, Handtücher, eigentlich alles was im Bereich Textil professionell gereinigt werden soll, vermitteln wir erfolgreich an professionelle Reinigungen mit langfristiger Erfahrung.
Zum anderen sind aber auch Reinigungen und Wäschereien unsere Zielgruppe, die sich darüber freuen, Aufträge über ein E-Commerce System zu erhalten. Routen werden dynamisch mit der Fahrer App erstellt. Kunden werden mit dem Smartphone über die zeitnahe Ankunft informiert. Alle Prozesse einer mobilen Reinigung werden optimiert. Dadurch wird deutlich Zeit und Geld gespart.

Wie funktioniert WaschMal und in welchen Städten ist der Service schon verfügbar?
WaschMal kann mit einer App oder über den Browser gebucht werden. Der Kunde gibt seine Postleitzahl ein und erhält eine Liste von Reinigungen in seinem Postleitzahlengebiet. Darauf werden die zu reinigenden Artikel gewählt. Im nächsten Schritt werdender Abholzeitpunkt und der Ort eingetragen. Die Reinigung kommt vorbei und holt die gebrauchte Wäsche ab. Nach dem erfolgreichen Reinigungsvorgang erhält der Kunde einen Hinweis und kann den Lieferzeitpunkt und Ort neu wählen. Abgerechnet wird aktuell mittels SEPA Lastschrift, aber auch PayPal und Sofort Überweisung sollen zeitnah eingeführt werden.
Aktuell ist WaschMal in über 60 Städte vertreten. Darunter Berlin, Köln, Hamburg, München, Freiburg, Dresden, Augsburg nahezu das ganze Ruhrgebiet aber auch kleinere Städte wie Dormagen! Das schöne ist: WaschMal funktioniert überall, gerne auch auf Helgoland. Innerhalb weniger Minuten kann WaschMal auch in einer neuen Stadt funktionieren.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich würde mir wünschen, wenn jeder in 5 Jahren schon einmal was von WaschMal gehört hat. WaschMal soll sich erst einmal in Deutschland etablieren und das ist der aktuelle Fokus. WaschMal braucht deutlich mehr Erfahrung und Budget im Bereich Marketing.
WaschMal hat sich starke Partner technologisch gesucht, um auch schnell in der EU skalieren zu können. Der Service kann mit geringen Aufwänden auch in anderen Ländern eingeführt werden. Dieses sind aber Zukunftsgedanken. Ich hätte niemals vor einem halben Jahr gedacht, dass man so schnell etwas Neues erschaffen kann. Ich freue mich richtig und bin gespannt was alles in den nächsten Wochen passiert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich glaube es gibt nur einen Tipp, den ich auf den Weg geben kann. Das ist „einfach machen“. Hört niemals auf an euch zu glauben! Gründen macht Spaß, ist aber auch ein richtiger Knochenjob. Nahezu täglich hinzufallen und immer wieder aufzustehen macht einen zu einem besseren Menschen. Man lernt die Welt besser wahrzunehmen und vieles mehr wert zu schätzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stefan Büssemaker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Fotograf Gustav Kuhweide FOTO-KUHWEIDE.DE

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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