Was sind E-Payments?

E-Payments sind Zahlungsmethoden für das Internet.

Es gibt diverse Zahlungsdienste- und Methoden, die als E-Payment klassifiziert werden können. Allen Methoden ist eine schnelle Abwicklung in Echtzeit auch bei grenzüberschreitenden Zahlungen gemein.

Durch Kunden angestoßene Zahlungen die in (nahezu) Echtzeit abgewickelt werden werden heutzutage E-Payments genannt. Diese werden sehr häufig bei Bezahlvorgängen im Internet eingesetzt. Der Besucher eines Onlineshops füllt seinen virtuellen Einkaufswagen und begibt sich danach zur virtuellen Kasse. An dieser wählt er ein Zahlungsmittel aus. Die Zahlung kann dabei auf beliebigen Endgeräten durchgeführt werden – Smartphones sind für E-Payments ebenso geeignet wie stationäre Geräte.

Entscheidet sich der Kunde für diese Zahlungsmethode, erfolgt direkt und aus dem Bestellprozess heraus der Aufbau einer Verbindung zum gewählten Dienstleister. Über diese Verbindung autorisiert der Konsument die Zahlung. Diese wird dem Verkäufer direkt danach bestätigt, sodass der Bestellprozess abgeschlossen ist und mit der Auslieferung der Ware begonnen werden kann.

Für das Internet sind E-Payments von herausragender Bedeutung, weil die Verfahren Abläufe beschleunigen. Erwirbt ein Kunde digitale Produkte (wie z. B. Ratgeber im PDF-Format, Lizenzen etc.) stehen ihm diese sofort nach der Zahlung zur Verfügung. Bei einer Bezahlung mittels klassischer Banküberweisung müsste mindestens ein weiterer Tag in Kauf genommen werden.

Bei grenzüberschreitenden Zahlungen via E-Payment kommt es ebenso wie bei klassischen Zahlungen zur Umrechnung in andere Währungen. Bestellt z. B. ein deutscher Kunde mit einem auf EUR lautenden Kreditkartenkonto Werkzeuge in den USA, wird der Zahlbetrag dem Verkäufer in USD gutgeschrieben, dem Käufer jedoch in EUR belastet. Dabei kann es zu Fremdwährungsentgelten kommen. Dies gilt auch, wenn z.B. ein Kunde aus Asien in einem Online Casino wie zum Beispiel dem Lapalingo Casino spielen möchte und das Casino kein Konto in der heimischen Währung des Spielers anbietet. Dann erfolgt die Belastung in YEN und die Gutschrift z.B. in Euro oder USD.

Beispiele für den Ablauf von E-Payments

Verbraucher nutzen Produkte von Banken und Zahlungsdienstleistern, um E-Payments zu tätigen. Zu den wohl bekanntesten Instrumenten zählen Kreditkarten. Werden diese an der Kasse eines Onlineshops als Zahlungsmittel ausgewählt, wird über eine Schnittstelle eine Verbindung zur kartenausgebenden Bank aufgebaut. Der Karteninhaber autorisiert die Zahlung durch Eingabe von Kreditkartennummer, Ablaufdatum und CVC Code.

Die Bank bestätigt dem Händler die Freigabe der Zahlung. Der Händler kann sich des Zahlungseingangs deshalb sicher sein. Die Freigabe der Zahlung ist im Fall von Kreditkartentransaktionen keinesfalls gleichbedeutend mit dem Zahlungseingang beim Händler. Auch ist theoretisch ein Widerspruch des Karteninhabers gegen die Transaktion noch Wochen später möglich.

Folgende Methoden gelten als E-Payments:
  • Kreditkarte
  • PayPal, Skrill und andere E-Wallets
  • Sofortüberweisung, Giropay

Sehr beliebt sind Zahlungsdienste wie PayPal. Auch hier erfolgt eine Integration in gängige Onlineshoplösungen via Schnittstelle. Käufer autorisieren sich durch die Eingabe eines Passwortes und ggf. weiterer Daten (z. B. Eingabe eines Codes bei Zwei-Faktor-Authentifizierung). Auch PayPal bestätigt Zahlungseingänge in Echtzeit. Die Bestätigung der Zahlung führt beim Onlineshop zu verbuchten Geschäftsvorfällen und stößt ggf. eine automatisierte weitere Bearbeitung (z. B. den Versand eines Dokuments) an.

Der Kunde bezahlt gegenüber PayPal durch den Abzug des Zahlbetrags von vorhandenem Guthaben. Besteht ein solches Guthaben nicht, belastet PayPal hinterlegte Zahlungsmittel wie z. B. Kreditkarten oder Girokonten (Einzug per Lastschrift). Der Kunde hinterlegt dazu in seinem Account bei PayPal einmalig die zur Verifikation erforderlichen Daten inklusive CVC Code bei Kreditkarten. PayPal übernimmt die Autorisierung des Kunden gegenüber der kartenausgebenden Bank.

Ist Instant Payment eine E-Payment Methode?

Dass eine Bezahlmethode Zahlungen in Echtzeit ermöglicht, ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für das Vorliegen eines E-Payments. Deutlich wird dies am neuen Instant Payment Verfahren, das kein E-Payment im engeren Sinne darstellt.

Instant Payment bedeutet Banküberweisungen in Echtzeit Diese sind 24/7 für Beträge bis 15.000 Euro möglich. Die Gutschrift auf dem Empfängerkonto erfolgt innerhalb von zehn Sekunden. Instant Payment ist kein E-Payment, weil die Zahlung nicht in den Bestellprozess eingebunden ist. Der Kunde bezahlt zu einem beliebigen Zeitpunkt, indem er das Onlinebanking seiner Bank aufsucht und dort eine Zahlung autorisiert.

Im Gegensatz dazu sind Sofortüberweisungen den E-Payments zuzurechnen. Bei dem Dienst werden Zahlungen ebenfalls per Überweisung geleistet und mit PIN und TAN autorisiert. Hier besteht jedoch über eine Schnittstelle eine Einbindung in den Zahlungsprozess. Der eigentliche Zahlungseingang erfolgt bei Sofortüberweisungen später als bei Zahlungen über Instant Payment – der Händler erhält jedoch in Echtzeit eine Bestätigung über die Buchung der Überweisung. Zahlungen über den Dienst Giropay funktionieren nach einem ähnlichen Muster wie Sofortüberweisungen.

Vorteile von E-Payments

Der größte Vorteil von E-Payments liegt in der Beschleunigung von Abläufen. Diese gilt ganz besonders für grenzüberschreitende Zahlungen. Zahlungen mit Kreditkarte oder PayPal funktionieren bei Händlern in den USA genauso schnell wie bei Händlern in Deutschland. Für klassische Überweisungen aus dem SEPA Raum hinaus müssen dagegen erhebliche Banklaufzeiten von mehreren Tagen einkalkuliert werden.

E-Payments werden mit größter Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang die meisten, klassischen Zahlungsmittel ablösen. Durch stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Sicherheitsstandards stellen sie die Zahlungsform der Zukunft dar, die überall eine bequeme und schnelle Zahlung ermöglichen.

Autor: Manfred Peters

Bildquelle: https://pixabay.com/illustrations/internet-computer-screen-monitor-1593384/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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