Wie lässt sich visuelle Intelligenz für den Business-Alltag nutzen?

Visuelle Intelligenz: Für den Businessalltag nutzen

Wir sind umgeben von visuellen Reizen und Botschaften. Straßenschilder, Tattoos, Emojis, CTA-Buttons sind visuelle Nachrichten, auf die wir reagieren.

Das ist keineswegs neu, wenn man nur einmal an die berühmten Höhlenmalereien denkt, die ebenfalls der Kommunikation dienten. Visuelle Intelligenz entwickelt sich ständig weiter und wir lernen jeden Tag neue visuelle Eindrücke zu verarbeiten und einzuordnen. Wie lässt sich diese visuelle Intelligenz nun für den Business-Alltag nutzen?

Was ist visuelle Intelligenz?

Der Entwicklungspsychologe Howard Gardner hat 1983 eine Theorie vorgestellt, die besagt, dass Intelligenz nicht aus einem einzigen Faktor besteht, sondern aus vielen verschiedenen. Genau genommen aus acht Faktoren. Dazu zählen u. a. logische/mathematische Intelligenz, musische Intelligenz und eben auch visuelle Intelligenz. Diese verschiedenen Faktoren hängen stark miteinander zusammen.

Berühmte Persönlichkeiten mit einer ausgeprägten visuellen Intelligenz kennt jeder. Nehmen wir z. B. einmal Leonardo da Vinci, der in der Lage war Proportionen akkurat widerzugeben und seine Umgebung visuell nach zugestalten.

Visuelle Intelligenz und Digitalisierung
Die Entwicklung visueller Intelligenz heutzutage ist eng mit der Digitalisierung verbunden. Neue Produkte, Designs und Emojis schulen unsere visuelle Intelligenz jeden Tag, sodass wir Symbole wie das Daumen-Hoch-Symbol, Buttons oder Bilder intuitiv verstehen und uns mühelos auch auf Websites, die wir zum ersten Mal besuchen, zurechtfinden können.

Der Medienpsychologe Jo Groebel hat gesagt, dass die visuelle Intelligenz zunimmt. “Der Mensch passt sich den neuen digitalen Zeiten an, er kann viel mehr Informationen wie Texte und Bilder verarbeiten. Seine Reaktionsgeschwindigkeit nimmt zu.”

Unsere visuelle Intelligenz ist inzwischen so eng mit digitalen Produkten verbunden, dass es vorkommen kann, dass man mit dem Zeigefinger auf eine Zeitung drückt, weil man eine Worterklärung erwartet. Oder, dass man in einem Restaurant, wenn man sein Gegenüber nicht gut versteht, nach der Lauter-Taste sucht. Online und Offline-Welt vermischen sich mitunter und dies liegt nicht zuletzt an unserer visuellen Prägung, die heutzutage größtenteils digital stattfindet.

Visuelle Lösungen für Unternehmen
Wie können man nun diese ausgeprägte Visualität, von der jeder heutzutage umgeben ist, für den eigenen Business nutzen?

Das gelingt am besten, wenn man visuelle Lösungen sowohl in die eigene Team-Kommunikation integriert als auch den eigenen Kunden ermöglicht. Die Integration von visuellen Elementen funktioniert heutzutage fast standardmäßig wie z. B. bei Business-Messenger wie Hipchat oder Slack, in die man Gifs, Bildern und Emojis ganz einfach einbetten kann.

Auch Projektmanagement-Plattformen wie Asana, Trello oder Basecamp setzen auf visuelle Elemente. Diese bieten eine bessere Übersicht und erlauben eine visuelle Organisation.

Fazit
Die Entwicklung unserer visuellen Intelligenz ist eng verknüpft mit der Digitalisierung. Wir lernen jeden Tag intuitiv visuelle Elemente zu verstehen und darauf zu reagieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass visuelle Elemente heute standardmäßig in digitale Lösungen integriert sind. Das reicht von einer visuellen Team-Kommunikation bis zum Kundenservice. Thumbs up!

Rebecca Vogels

Rebecca is Marketing-Managerin beim SaaS-Startup Usersnap in Wien. Zuvor gründete sie gemeinsam mit ihrem Bruder die Textplattform Pfiff Media und war als Uni-Dozentin tätig. Außerdem ist sie Co-Produzentin des bilingualen Podcasts Radio Kaffeehaus. Für Usersnap schreibt Sie über Webentwicklung, User Acceptance Testing, visuelle Kommunikation und Kundenservice. www.usersnap.com

2 Gedanken zu „Wie lässt sich visuelle Intelligenz für den Business-Alltag nutzen?

  • 24. Mai 2016 um 21:30
    Permalink

    Ganz sicher verändert sich die
    visuelle Intelligenz und wird zunehmend von unserem digitalen
    Lebensraum geprägt.

    Vor dem Buchdruck und der
    flächendeckenden Alphabetisierung hatten wir aber auch schon eine
    sehr komplexe Symbollandschaft in Bildern, die heute kein
    Nichteingeweihter mehr versteht.

    Mit den Büchern kam die Malerei
    mit Worten. Kunstvoll verschachtelte, Adjektiv beladene Sätze mit
    mehreren Bedeutungsebenen.

    Heute schreibt man kurze Sätze, auch im Roman.

    Die Bildsymbole sind zurück.

    Der Film erschafft ebenfalls ein ganzes
    System von rein visuell vermittelten und durch kulturelle gemeinsame
    Erfahrung erlernten Bedeutungen. Vor 80 Jahren hätten die Menschen
    einen heutigen Film nicht verstanden, auch wenn die Handlung in ihrer
    Zeit gespielt hätte und die Sprache keine Barriere gewesen wäre.

    Kultur lebt von Symbolen, Zitaten und Rückbezügen.
    Alles bezieht sich aufeinander.
    Die Publikumserwartung entwickelt sich, wird erforscht, bedient, gezielt
    überrascht, neu erforscht … .

    Es lebt!
    Ich liebe es!

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