Wann brauche ich eine App für mein Startup?

Immer mehr Startups entwickeln eigene Mobile Apps, um ihren Kunden den Zugang zum eigenen Produkt oder der Dienstleistung zu erleichtern, ihre Reichweite zu erhöhen, oder den Service zu verbessern. In der dreiteiligen Reihe „Mobile App für mein Startup“ erklären wir Euch, wie eine App Euer Geschäft unterstützen kann. Lest im ersten Teil, warum ein Startup eine eigene mobile Anwendung brauchen kann.

Welche Vorteile hat eine Mobile App für mein Startup?

Es gibt viele Intentionen aus denen heraus Unternehmen eine eigene App wünschen. Die meisten Organisationen möchten durch die größere Reichweite ihr Publikum besser erreichen. Insbesondere Startups, die sehr oft eine junge und technikaffine Zielgruppe besitzen, können durch eine mobile Lösung häufig ein starkes Wachstum des Kundenstammes verzeichnen.

Reichweite: Der Traffic über mobile Geräte lag 2014 bei ca. 30 Trillionen Bytes, während er 2015 bereits geschätzte 60 Trillionen Bytes betragen wird. Allein diese Zahlen von Statista reichen schon, um die Relevanz von mobilen Lösungen anzudeuten. Noch wichtiger ist der Anteil des mobilen Traffics am gesamten Internet-Traffic. Derzeit werden 5% aller Aufrufe mobil getätigt. Im Jahr 2019 wird der Anteil laut Schätzungen schon bei 15% liegen. Der Trend, den der mobile Markt 2016 nehmen wird, ist also schon vorgezeichnet.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum ein Startup den Umsatz verbessern kann, wenn er eine App anbietet: Besonders junge Menschen sind heute weitaus mobiler als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Je jünger die eigene Zielgruppe ist, desto eher werden die Zugriffe auf über mobile Endgeräte erfolgen. Wenn Ihr also Eure Services auch über Smartphones und Tablets anbieten könnt, steigert Ihr nicht nur die Reichweite, sondern könnt auch für eine viel bessere Kundenbindung sorgen.

Kundenbindung: In der Altersgruppe der 30-49-jährigen nutzen laut Statista über 80% aller Deutschen ein Smartphone. Bei den 14-29-jährigen sogar fast 90%! Da Startups oft junge und technikaffine Kunden besitzen, ist es offensichtlich, wie intensiv die jeweilige Zielgruppe mobile Gerät verwendet.
Außerdem gehört es in vielen Branchen heute schon zum guten Ton, wenigstens eine auf mobile Geräte optimierte Website anzubieten. Ein Unternehmen, welches gar keine mobile Strategie verfolgt, wirkt schnell unmodern und wenig serviceorientiert.

Drei weitere Argumente für eine Mobile App

Mit einer Mobile App kann man eine größere Reichweite, eine verbesserte Kundenbindung und ein modernes Image erreichen. Im Folgenden möchten wir drei weiter wichtige Gründe nennen, warum es sich für ein Startup lohnen kann, eine eigene App zu entwickeln.

1. Marketing: Junge und innovative Geschäftsideen müssen häufig verkrustete Marktstrukturen aufbrechen und sich gegen Vorurteile und Misstrauen durchsetzen. Hierbei hilft eine gute Marketingkampagne. Viele Marketinginstrumente sind jedoch teuer und nehmen viel Zeit in Anspruch. Eine gute Lösung können zum Beispiel soziale Netzwerke sein, über die sich spannende Projekte viral ausbreiten. Dabei helfen Apps sehr effizient. Die Apps können die einfache Möglichkeit bieten, per Klick in sozialen Netzwerken zu teilen. So erfahren auf einen Schlag oft viele hundert Personen von der Existenz Deines Produkts.

2. Kundenfeedback: Durch mobile Anwendungen können Anbieter direktes und indirektes Feedback erhalten. Das indirekte Feedback bekommst Du durch Analysetools, die Dir zeigen, welche Aktionen ein User durchgeführt hat, bevor er die App verlässt, oder eine andere Reaktion zeigt. So erfährst Du schnell, was die User bindet, überzeugt oder aber verschwinden lässt. Das direkte Feedback kann man vom User erhalten, indem man ihn bittet, den Service zu bewerten. Push-Benachrichtigungen sind eine gute Methode, die Kunden mit kleinen Umfragen zu erreichen.

3. Datensammlung: Für viele Unternehmen ist es sehr hilfreich, die persönlichen Daten der User bzw. der Kunden zu kennen. So kann zielgenau geworben und angesprochen werden. Eine Mobile App bietet viele Möglichkeiten, Daten der User zu sammeln. Wer ein Backoffice und Userprofile einrichtet, hat die wichtigsten Daten zur Hand. Doch Vorsicht! Aus den persönlichsten Daten von Nutzern ist ein richtiger Geschäftszweig entstanden. Es ist nicht nur moralisch, sondern auch juristisch höchst bedenklich, die Daten ohne Ankündigung zu sammeln, oder gar an Dritte weiterzugeben. Irrelevante Daten sollten nicht gesammelt werden. Insbesondere der Schutz der Daten vor einem Diebstahl ist unbedingt zu gewährleisten!

Dies waren die wichtigsten Vorteile einer Mobile App für Startups. Wir hoffen, dass Du nun einschätzen kannst, ob sich für Dein Geschäft eine mobile Lösung lohnt. Lies im zweiten Teil unserer Serie, welche Mobile App zu Deinem Startup passt!

Foto: © sdecoret – Fotolia.com

Julian Jänicke

Bei Yeeply, dem ersten Online-Netzwerk für App-Developer, ist Julian Jänicke International Business Developer für den deutschen Markt. Auf yeeply.com können Visionäre den passenden Entwickler für mobile Anwendungen finden. Das von Yeeply entwickelte Online-Tool waskosteteineapp.com bietet Interessierten eine erste Schätzung für die Entwicklungskosten von Mobile Apps.

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