Vresh fair produzierte Streetwear

Vresh verbindet Lifestyle, Sport und Kreativität

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Vresh doch kurz vor!
Vresh ist ein junges Modelabel, welches sich auf den Verkauf von fair-produzierten Textilien im Boardsport/Streetwear-Segment spezialisiert.

Wie ist die Idee zum Vresh entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Vresh ist aus dem Gedanken heraus entstanden für alle Teilnehmer in der Wertschöpfungskette einen Mehrwert zu bieten (deshalb auch mit V = Value). Wir produzieren unsere hochwertigen Textilien ausschließlich unter fairen Bedingungen und versuchen soviel es geht direkt an den Endkunden zu verkaufen. Außerdem arbeiten wir nur mit ausgewählten Händlern zusammen, denen wir keine hohen Orders aufdrücken, sondern schauen, dass wir gemeinsam gesund wachsen.

Ich hatte damals zwei Skateshops und durch die wachsende lokale und online Konkurrenz wurde es finanziell immer enger. Es gibt bis heute kaum Support von den Brands für kleine Läden, das zu ändern ist mir wichtig. Weiteres konnte ich durch den Distributionsbetrieb meines Bruders viel im Bereich B2B lernen und einige andere Shopbetreiber kennenlernen.

Das Gründerteam stand nach einem Gespräch. Ich hatte die Idee, weil ich eben zwei Skateshops betrieb und einfach mehr machen wollte. Dann hab ich Philipp Obermüller kontaktiert, der sich mit Photoshop und Illustrator auskannte und schon starten wir. Da er aber im elterlichen Betrieb sehr aktiv ist, schied er vor kurzem aus dem operativen Geschäft aus und Kevin Blaschek stieg ihm März 2015 ein. Wir haben uns über die Community kennengelernt. Schnell war klar, dass wir gut zusammenpassen, weil er sehr kreativ ist und ein extrem gutes Auge für Design hat.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Sehr schwierig war anfangs auf jeden Fall die Produzenten suchen. Immerhin hatte unsere erste „Kollektion“ nur eine Auflage von 180 Stück. Mittlerweile hat sich in dem Sektor aber viel getan und es gibt viele kleine Druckereien mit denen man halbwegs vernünftige Preise erzielen kann.
Die nächste Herausforderung war natürlich ein Team auf zu stellen. Mittlerweile sind wir zwei Leute die Vollzeit arbeiten und eine Hand voll Leuten, die auf Abruf immer wieder Sachen für uns erledigt.

Wer ist die Zielgruppe von Vresh?
Derzeit hauptsächlich Jungs zwischen 18 und 25 Jahren, die Wert auf hochwertige Textilien legen und auch auf die Herkunft des Produkts achten. Heuer wollen wir vor allem unser Angebot für Mädls attraktiver gestalten.

Welche Produkte findet der Kunde auf Vresh?
Aktuell führen wir T-Shirts, Hoodies, Sweater, Beanies, Caps und Accessoires. Es wird sich aber heuer einiges bezüglich Sortiments tun, darauf freuen wir uns besonders.

Wo werden die Produkte gefertigt?
Wir lassen unsere Produkte hauptsächlich in Portugal, Italien und Indonesien fertigen. Unsere Frühlingskollektion wird aber in Nigeria gemacht, wo wir ein soziales Projekt unterstützen mit dem Menschenhandel unterbunden werden soll.

Vresh, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Vresh wird eine der ersten Anlaufstellen für Menschen in Europa, die guten Style und faire Produktion verbinden wollen. Wichtig für uns wird die Erschließung anderer Länder, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und auch Italien sind interessante Märkte.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Seid nicht zu kritisch mit eurem Produkt bevor es auf den Markt kommt. Versucht so schnell wie möglich die Meinung Dritter einzuholen, um es gleich zu verbessern.
2. Stellt euer Team ordentlich auf. Ich habe lange Zeit sehr viel alleine erledigt, spart zwar im Moment Geld aber langfristig bringt es euch um.
3. Kontaktiert andere Startups und auch etablierte Unternehmen mit ähnlicher Zielgruppe oder ähnlichen Produkten. Hierbei kann man viel lernen in Sachen Vertrieb & Co und Netzwerken ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Gründers.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Klaus Buchroithner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X