Mit Freude und Herz bei der Sache sein!

Die Gründer von BLUNIVA stellten ihre Erfindung den Vomito Hygieneabsorber in 2 Minuten 2 Millionen den Investoren vor

Stellen Sie sich und das Startup BLUNIVA doch kurz vor!

Bluniva GmbH ist ein oberösterreichisches Startup, das 2019 von Christian Zuschrader, Matthias Kaltenberger und Clarissa Eibl gegründet wurde. Die Firmengründung diente der Vermarktung und dem Verkauf des zuvor entwickelten Hygieneabsorbers. Da wir uns von Anfang an nicht nur auf ein Produkt festlegen wollten, haben wir beschlossen der Firma einen anderen Namen zu geben und haben nur das Einhorn aus dem Produktlogo ins Firmenlogo mitintegriert. Das Ziel von Bluniva ist es, alte Problemlösungen neu zu überdenken und mit innovativen Produkten Erleichterung im Alltag zu schaffen.

Wie ist die Idee zu Vomito entstanden?

Christian hat unter Mithilfe von Matthias ein spezielles Bindemittel für die Industrie entwickelt. Zur gleichen Zeit ist in der WG von Matthias und Clarissa ein Hund eingezogen, der sich anfangs regelmäßig und am allerliebsten auf den Wohnzimmerteppich übergeben musste. Matthias hat irgendwann versucht das Erbrochene mit dem Bindemittel, an dem er und Christian gerade arbeiteten, zu entfernen, was leider überhaupt nicht optimal geklappt hat. Aus diesem Versuch heraus, ist dann aber die Idee entstanden, ein Bindemittel zu entwickeln, das speziell zur Entfernung von Erbrochenem dienen sollte. Da Clarissa die Produktidee klasse fand, hat sie sich bereit erklärt einen Businessplan für das Projekt zu schreiben. Ihre organisatorischen Fähigkeiten haben das technische Know-How der beiden Entwickler optimal ergänzt und so wurde sie als dritte Gründerin mit ins Boot geholt.

Welche Vision steckt hinter Vomito?

Tagtäglich sehen sich Menschen sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld mit dem Problem konfrontiert, das Erbrochene einer anderen Person entfernen zu müssen. Gerade im privaten Bereich ist die herkömmliche Lösung dabei oft eine Unmenge an Küchenrolle auf den Fleck zu werfen und durch Wischen zu versuchen, die Masse zu entfernen. Meist wird die Flüssigkeit dabei nur noch mehr verteilt. Zusätzlich ist der Gestank von Erbrochenem für viele Menschen eine große Belastung.

Mit Vomito soll dieses Problem endlich gelöst werden. Vomito ist ein speziell entwickeltes Pulver, das auf das Erbrochene aufgestreut wird. Während der Einwirkzeit von zwei Minuten bindet Vomito die Flüssigkeit und stoppt auch die Ausbreitung des unangenehmen Geruches. Die Masse kann danach einfach abgehoben werden und nach längerer Einwirkzeit ist sogar die Entfernung mit dem Staubsauger möglich, was vor allem die Reinigung von Teppichen erheblich vereinfacht.

Mit Vomito soll der Reinigungsaufwand verringert werden, was wiederum den Stress für alle beteiligten Personen maßgeblich reduziert.

Wer ist die Zielgruppe von Vomito?

Die Zielgruppe von Vomito sind im privaten Sektor vor allem Familien mit kleinen Kindern oder Haustieren, aber auch Haushalte in denen Personen gepflegt werden.

Vomito wird aber auch schon in Krankenhäusern und Arztpraxen eingesetzt und erleichtert dort die tägliche Arbeit des Pflegepersonals. Zusätzlich möchten wir bald auch Transportunternehmen und öffentliche Einrichtungen mit unserem Produkt erreichen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Personen aus unserem näheren Umfeld haben uns immer wieder vorgeschlagen mit Vomito zur Puls 4-Start Up Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu gehen und so hat uns Clarissa im Frühjahr 2019 online einfach angemeldet.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht alte Folgen der Puls 4 Show anzusehen und uns mögliche Fragen der Investoren herauszuschreiben. Nachdem wir den Pitch und die optimale Produktpräsentation ausgefeilt hatten, galt es Clarissa auf jede Art von Fragestellung vorzubereiten. Die Recherche für den Businessplan und die im Vorfeld ausgearbeitete Marktanalyse waren dabei eine große Hilfe. Zu guter Letzt haben wir noch sehr viel Zeit mit dem Basteln am Bühnenbild verbracht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Als wir erfahren haben, dass sich die viele Arbeit im Vorfeld ausgezahlt hatte, und dass wir unser Produkt vor den „2 Minuten 2 Millionen“ Investoren präsentieren konnten, war das wirklich sehr motivierend für uns als Team.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Vomito aufmerksam werden?

Nachdem Vomito ein Produkt ist, das in Österreich größtenteils noch völlig unbekannt ist, ist es für uns als Startup eine riesen Chance und Freude bei „2 Minuten 2 Millionen“ vor den Investoren zu stehen und auf uns aufmerksam zu machen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten vor allem Katharina Schneider und Herrn Leo Hillinger aufgrund ihrer Verbindungen zum österreichischen Einzelhandel im Fokus.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Das möchten wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht verraten. Wie unser Pitch im Puls 4-Studio ausgegangen ist, ist in der „2 Minuten 2 Millionen“-Ausgabe am 31. März 2020 zu sehen.

BLUNIVA wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel für Vomito ist es in Zukunft, so wie der Verbandskasten, ein Standardprodukt in jedem österreichischen Haushalt zu sein. Wir haben einen Onlineshop gestartet und sind aktuell auf der Suche nach zusätzlichen innovativen Produkten, die wir in unser Sortiment aufnehmen können. Außerdem arbeiten wir an einem Folgeprodukt für die Vomito-Linie.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kritik ernstnehmen und gegebenenfalls auch im Team diskutieren, aber nicht unterkriegen lassen, nur weil die Idee nicht auf Anhieb bei jedem auf Begeisterung stößt.

Lesen, lesen, lesen und zu allen gründungsspezifischen Themen so viele Informationen wie möglich einholen. Am besten mit erfahrenen Personen reden und sich notfalls auch von Experten beraten lassen.

Als Gründer sollte man mit kleinen und großen Rückschlägen rechnen und sich nicht vom ersten Hindernis einschüchtern lassen.

Unser wichtigster Tipp: mit Freude und Herz bei der Sache sein!

Bildquelle PULS 4 Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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