Vom Nebenjob zur Traumkarriere

Darauf sollten Neugründer achten

Tagsüber kreativ in der Mediengestaltung, abends verspannte Großstädter bei Yoga-Sessions zur Entspannung verhelfen. Wir leben in einer Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten. Immer mehr Jungunternehmer nutzen ihre freie Zeit nach Feierabend, um ihre Interessen, Leidenschaften und Visionen zu einem eigenen Leben zu erwecken – von einem kleinen Catering-Service über Coaching-Angebote oder den Verkauf von selbstdesignten Schmuckstücken.  

Die Fragen heutiger Generationen nach “Wie will ich leben?” und “Wie will ich arbeiten?” haben einen großen Wandel in der Arbeitswelt angestoßen. Konzepte wie New Work geben den Arbeitnehmern von heute viel mehr Freiraum und die Flexibilität, sich neben ihrem Hauptberuf anderweitig zu entfalten und nebenbei ein erfolgreiches Business aufzubauen. Mit diesen einfachen Hacks wird aus jedem Nebenprojekt schnell ein Brötchengeber:

Zeit ist Geld

Wann kommen die kreativsten Ideen? Und wann ist die Konzentration auf ihrem Höhepunkt? Jeder arbeitet anders und mit Blick auf die eigenen Präferenzen sollte auch ein Zeitplan aufgestellt werden. Sind zum Beispiel die Morgenstunden am energiereichsten, sollte sich diese Zeit am besten im Kalender geblockt werden, um sich dem Nebenprojekt zu widmen, bevor es ins Büro geht. Diejenigen, die lieber auf Nummer sicher gehen wollen, können ihren Tag mit detaillierten Arbeitsblöcken übersichtlich aufteilen. So gerät keine Aufgabe, egal ob im Nebenprojekt, im Hauptjob oder aus dem Alltag, im Eifer des Gefechts in Vergessenheit. 

Abgesehen davon eröffnen “Zeitpläne” auch Spielräume, Ideen gründlich zu durchdenken, Zielmärkte zu entdecken und die Ideen dort zu testen, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Detaillierte, messbare und realistische Ziele

Viele scheuen sich davor, den ersten Schritt zu machen, ohne zumindest zu wissen, wohin das Abenteuer führt. Ohne erreichbare Ziele und einen realistischen Meilenstein-Plan für sich selbst festzulegen, ist das Risiko relativ groß, sich in unnötigen Details zu verlieren. Erfahrungsgemäß funktioniert es am besten, sich tägliche, wöchentliche und monatliche Ziele zu setzen. Diese ständige Verantwortlichkeit ist eine starke Stütze, sowohl die kurz- als auch die langfristigen Ziele einzuhalten. Am Anfang werden kleine Gewinne oder Aufgaben die täglichen Ziele bestimmen, bevor der große Meilenstein, der Start des Nebenprojekts, endlich Realität wird. 

Vermischen der “Arbeitsplätze” vermeiden

Für viele Gründer ist es verlockend, mit ihrem eigenen Geschäft eine „bessere” Version des bisherigen Arbeitsplatzes zu entwickeln. Allerdings sind häufig Klauseln in Arbeitsverträgen zu finden, die genau das unterbinden. Deshalb sind die besten Geschäftsideen eigentlich diejenigen, die die individuelle Stärken außerhalb des Büros weiter auszubauen. Fallen diese allerdings unter Wettbewerbsverbote, Abtretung von Erfindungen oder Geheimhaltungsvereinbarungen, ist es ratsam, sich anwaltlich beraten zu lassen. Es liegt also auf der Hand, während der Unternehmenszeit nicht am Nebenprojekt zu arbeiten oder auf Ressourcen des Arbeitgebers wie Notebooks oder Software oder sogar Hilfe von Kollegen zurückzugreifen, egal wie verlockend die Situation sein mag. 

Ein finanzielles Polster schafft Möglichkeiten

Gelingt der finale Schritt, aus dem Nebenprojekt eine Haupteinnahmequelle zu machen, ist dies der letzte Beweis, dass sich die Idee unter dem Strich auszahlt. Auch bei einem überaus erfolgreichen Start ist es empfehlenswert, sich sukzessive ein finanzielles Polster aufzubauen. Für mindestens drei Monate sollten die Ersparnisse reichen, um alle anfallenden Kosten für Alltag und den laufenden Betrieb abzudecken. Ein monatlicher, aber auch realistischer Sparplan hilft, die Einnahmen beiseite zu legen, aber auch die Kosten im Blick zu behalten und einzuschätzen. Ein Meilensteinplan mit schnell sichtbaren Erfolgen verstärkt zudem die Disziplin und lässt verlockende Angebote und schwache Momente links liegen.

Der Mehrwert macht’s

Das Ziel sollte immer sein, ein Produkt oder Service zu entwickeln, das einen echten Mehrwert bietet. Die sich stetig verändernden Bedürfnisse der Verbraucher, aber auch das wachsende digitale Angebot verlangen nach maximaler Flexibilität. Letztendlich ist es diese, die das Wachstum des Projekts schnell vorankommen lässt, sei es in Form der Kostenstruktur, des Produktangebots, der Logistik oder auch durch strategische Partnerschaften oder eben einen herausragenden Kundensupport.

Hierbei sollte der Point of Sale immer im Fokus stehen und so mobil wie möglich gestaltet werden: Wofür bezahlt ein Kunde? Wie kann er das tun? Und wann können sie bezahlen? Wenn die Antwort auf einen dieser Punkte ein „if“ oder „but“ enthält – dann verpassen Sie potenzielle Geschäfte. Die Daten von SumUp zeigen eine Gewinnsteigerung von bis zu 60 Prozent für Unternehmen, die Kartenzahlungen in physischer oder digitaler Form einführen. Ein Pilates-Lehrer, der eine unerwartete Ankunft in einem Abendkurs akzeptieren kann, indem er erlaubt, direkt auf der Yogamatte zu bezahlen, kann viel eher mit wiederkehrenden Kursteilnahmen rechnen, als jemand, der seinen Kunden wieder nach Hause schickt, mit der Bitte das nächste Mal online und im Voraus zu buchen oder ihn zum nächsten Geldautomaten schickt.

Viele Wege führen zum Erfolg

Mit der Vielfalt an digitalen Tools und der Macht von Social Media als Sprachrohr in die eigenen Zielgruppen haben es Gründer heute deutlich einfacher, eigene Projekte und Ideen umzusetzen und wachsen zu lassen. Die Gründung eines eigenen Business parallel zu einem Vollzeitjob ist zweifellos eine echte Herausforderung, aber mit effektiven Hacks und genug Durchhaltevermögen realistisch. Die Wege, ein Unternehmer zu werden, sind so vielfältig wie individuell und der Einstieg war noch nie so einfach wie heute.

Über den Autor

Seit mehr als vier Jahren verantwortet James Henry als Head of Sales & Partnerships das strategische Wachstums von SumUp. Durch die Fusion mit Payleven hat der erfahrene Payment-Experte nicht nur das globale ISV-Geschäft von SumUp aufgebaut, sondern ebenso ein Team aus versierten Fachkräften, das die Vertriebs- und Partnerschaftskanäle von SumUp steuert. DHL, MyTaxi und Treatwell sind nur einige der strategischen Partnerschaften, die James Henry und sein Team eingegangen sind. 

Nach verschiedenen Führungspositionen an den Finanzmärkten und der Spezialisierung auf derivative Produkte, war der Übergang zu innovativen Fintech-Lösungen der nächste logische Schritt, um sich einer neuen und spannenden Herausforderung zu stellen.

Bild: pixabay.com

Quelle Laika Communications GmbH

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