Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du

Vivelia Plattform für ambulante Psychotherapie und Coaching

Stellen Sie sich und Vivelia doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Vivelia, Deutschlands führende Plattform für ambulante Psychotherapie und Coaching mit Zentren in Berlin und Hamburg. Wir haben ein System entwickelt, bei dem Patienten und Therapeuten deutlich schneller und passgenauer zusammenfinden als bisher. Als Zentrum mit 100 internen und externen, approbierten Psychotherapeuten beraten wir Patienten kompetent zu Fragen rund um die Erstattung durch die Krankenkassen und finden innerhalb kürzester Zeit den passenden Therapeuten. Die Psychologen selbst werden wiederum von uns in allen administrativen Tätigkeiten unterstützt.

Dazu zählen Kundenservice und das Marketing sowie administrative Aufgaben und die zügige Abwicklung des Erstattungsverfahrens. Psychologen erhalten so innerhalb von einer Woche ihre Vergütung und müssen nicht mehr monatelang auf die Vergütung durch Krankenkassen oder Patienten warten. Diese deutliche Verschlankung der Prozesse ermöglicht es, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen schneller als bisher einen geeigneten Therapieplatz zugewiesen bekommen – Privatpatienten erhalten innerhalb von 24 Stunden einen Termin, Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen warten anstatt der gängigen sechs Monate (Berlin und Hamburg) durchschnittlich „nur“ 13 Wochen auf psychologische Betreuung.

Wie funktioniert die Therapie bei Vivelia?
Unsere freien Psychologen und Psychotherapeuten arbeiten nach einem verhaltenstherapeutischen oder tiefenpsychologisch fundierten Ansatz und behandeln Erwachsene, Familien und Paare ebenso wie Kinder und Jugendliche. Im Coaching und in einer Beratung kümmern sie sich um konkrete Fragestellungen aus dem privaten und beruflichen Bereich. Jeder der selbstständigen psychologischen Psychotherapeuten ist approbiert, verfügt über eine hervorragende Ausbildung und fachliche Schwerpunkte.

Wie ist die Idee zu Vivelia entstanden?
Immer noch sind Patienten und Therapeuten im deutschen Gesundheitssystem stark herausgefordert. Menschen mit Depressionen oder psychischen Erkrankungen müssen nicht nur gegen die Ursachen und Symptome ihrer Krankheit kämpfen und sich zahlreichen Tabus und Vorurteilen aussetzen, sondern sind parallel gefragt, sich den Weg durch einen undurchsichtigen Dschungel von Kassenanträgen und langen Wartelisten zu bahnen. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz belaufen sich bei gesetzlich Versicherten auf bis zu acht Monate und auch privat Versicherte stehen vor langen Wartelisten oder haben es schwer, den geeigneten Therapeuten für ihre Bedürfnisse zu finden.

Welche Vision steckt hinter Vivelia?
Wir verfolgen das Ziel und Vision, die psychotherapeutische Versorgungssituation in Deutschland flächendeckend und nachhaltig zu verbessern und sowohl für Patienten, als auch für Therapeuten die erste Adresse zu sein, wenn es darum geht, die bestmöglichen Voraussetzungen für kurze Wartezeiten und langfristige Therapieerfolge zu finden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bei uns galt hier vor allem die Herausforderung des Gesundheitssystems speziell im Bereich Therapie. Das ist in Deutschland immer noch extrem langsam und wir sahen uns immer wieder als Kämpfer für den Patienten gegen das System. Hier haben wir eine Menge gelernt und sind heute Experten im Umgang mit Krankenkassen und allen weiteren strukturellen Belangen von Patient und Therapeut. Dadurch können wir uns immer mehr darauf konzentrieren, dem Patienten ein immer besseres Angebot machen zu können und ihn auch vor und nach der Therapie immer besser zu begleiten.

Wir haben die ersten drei Jahre ohne Fremdfinanzierung bestritten und sind heute am Punkt, weiter wachsen zu können. Dazu sind wir erst kürzlich im September mit der Dr. Becker Klinikgruppe, größter privater Anbieter für Reha-Leistungen aus Köln, eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die Wachstumsfinanzierung können wir für den Ausbau weiterer psychotherapeutischer Zentren verwenden, um Patienten ambulant noch besser zu versorgen.

Wer ist die Zielgruppe von Vivelia?
Alle, die etwas für ihre psychische oder mentale Gesundheit tun wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Klassisch gibt es in Deutschland entweder Krankenhäuser oder viele einzelne Therapeuten – einige von denen mit Kassensitz und monatelangen Wartezeiten, und andere ohne Kassensitz, die es schwer haben, als Einzelkämpfer gegen Krankenkassen anzukommen. Wir haben eine Struktur entwickelt, in der jeder Therapeut seine Einzelpraxis weiterführen kann. Wir bündeln dadurch all ihre Kompetenzen und fügen unsere eigenen in der Kundenbetreuung und Administration hinzu und unterstützen damit Patienten und Therapeuten genau dort, wo sie stehen. Ein Thema, was wir vielfach sehen ist die Verunsicherung des Patienten, wie denn nun der passende Therapeut ausgewählt werden soll. Auch hier können wir mit unserem großen Netzwerk hervorragend unterstützen.

Wie ist das Feedback?
Sehr positiv – wir konnten seit Gründung bereits 40.000 Therapiesitzungen begleiten und ermöglichen einer Vielzahl Therapeuten ein neues Arbeitsmodell, in dem sie weiter selbständig arbeiten und sich gleichzeitig voll auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können. Damit stehen wir noch ganz am Anfang und bauen Angebot und Qualität immer weiter aus.

Vivelia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die psychotherapeutische Versorgung unserer Gesellschaft ist eins der zentralen Zukunftsthemen der Gesundheitsbranche. Nachdem wir unser Geschäftsmodell nun an den Standorten Hamburg und Berlin erprobt und optimiert haben, planen wir eine Expansion in fünf weitere Städte, darunter Köln und München. Auf diese Weise wollen wir deutschlandweit hunderte von Therapeuten und Tausende von Patienten erreichen. So wollen wir das Gesundheitswesen nachhaltig verändern, sodass jeder genau die Hilfe bekommen kann, die er braucht und eine Gesellschaft prägen, in der es vollkommen akzeptiert ist, sich bei psychischen oder persönlichen Belangen die Hilfe eines Therapeuten oder Coaches zu suchen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Überlege am Anfang sehr genau, wem Du mit deiner Firma hilfst. Wer sieht in Dir einen so großen Nutzen, dass er Dein Produkt nutzt oder Deine Dienstleistung in Anspruch nimmt?
• Eine Gründung ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Halte durch auch wenn es manchmal sehr schwer ist.
• Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Kollmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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