Einen Co-Founder suchen, Hardware Startups sind sehr viel harte Arbeit

Vivefy intellligente Blumentöpfe die vollautomatisch die Pflege ihrer Pflanzen übernehmen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Vivefy doch kurz vor unseren Lesern vor!
Vivefy entwickelt intelligente Blumentöpfe. Das ermöglicht Menschen ohne grünen Daumen, oder jenen, die viel reisen, die vollautomatische Pflege ihrer Pflanzen – lediglich Wasser muss alle drei bis sechs Wochen nachgefüllt werden. Sobald die Nachfüllung erforderlich ist, erhältst du eine Benachrichtigung auf dein Smartphone.

Wie ist die Idee zu Vivefy entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Angefangen hat alles im Innenbereich. Vor ca. 3 Jahren hatte ich (Peter Honeder) versucht verschiedene Bewässerungslösungen in der Wohnung zu verwenden. Nachdem eine der Lösungen störend Lärm machte, eine andere ständig das Wohnzimmer aufhellte und die dritte den Parkettboden überschwemmte, setzte ich mir zum Ziel an besseren Produkten zu arbeiten.
Das aktuelle Team hat sich über einige Zeit gefunden und damit werden aus allen Richtungen Fähigkeiten beigesteuert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die vermutlich größten Herausforderungen als Hardware Startup liegen in der Kostenstruktur. Mit dem Ziel auf Kickstarter zu starten wurde auch das Ziel gesteckt zumindest 1000 Stück anfangs zu verkaufen. Leider ist diese Menge nicht ausreichend um eine kostengünstige Serienfertigung zu starten und daher sehr nachteilig für die Kostenstruktur. Lösungen zu diesen Problemen sind zum Teil technisch optimierbar, indem man durch besseres Design zu Kosteneinsparungen kommt, oder auch damit verbunden andere und bessere Lieferanten zu suchen.
Vivefy wirdzur Zeit privat finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Vivefy?
Vivefy richtet sich an alle Menschen die eine sorgenlose Pflanzenbewässerung haben wollen. Das Angebot ist speziell auch für Leute ohne grünen Daumen oder mit zu wenig Zeit gedacht.
Auch Menschen die mit aktuellen Lösungen unzufrieden sind, hoffen wir mit den Vivefy Produkten zu helfen.

Was ist das Besondere an den Blumentöpfen?
Im Innenbereich reicht es alle 3-6 Wochen den Topf mit Wasser aufzufüllen und den Rest erledigt die intelligente Sensorik und Bewässerung.
Im Außenbereich bedarf es keinem lästigen Einstellen von Zeitschaltuhren, verkalkte Düsen gehören der Vergangenheit an und zusätzlich wird sehr viel Wasser gespart. Der Vivefy Blumentopfeinsatz für Draußen kann alle Pflanzen intelligent mit Wasser versorgen.

Wie funktionieren die Blumentöpfe?
Die wichtigste Komponente ist ein sehr präziser Feuchtigkeitssensor, der die Feuchtigkeit in der Erde messen kann. Je nachdem welche Werte von diesem gemessen werden, kann über eine Pumpe bzw. ein Magnetventil Wasser in die Erde injiziert werden.

Vivefy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Vivefy hat viel Potential. Es gibt sehr viele Möglichkeiten die Produkte für Außen und Innen noch kleiner, besser, billiger und universeller zu machen. Viele dieser Möglichkeiten ergeben sich über höhere Stückzahlen und eine größere Community und werden über die nächsten Jahre entwickelt.
Die im Rahmen des Projekts entwickelten Sensoren werden noch weiter erforscht um eine professionelle Sensorik-Produktlinie für Landwirtschaft und professionellen Bereich zu erschließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Speziell auf den Hardware Startup Bereich bezogen:
– Einen Co-Founder suchen, Hardware Startups sind sehr viel harte Arbeit
– Prototypen sind sehr wichtig und sehr einsichtsreich. Es ist oft viel einfacher selbst an Kunststoffteilen, Metallteilen oder ähnlichem zu arbeiten als alles an externe Firmen zu vergeben – z.B. CNC, 3D Druck, Laser sind in vielen makerspaces gut verfügbar und auch als Investition vielfach bezahlbar geworden. Damit kann man am schnellsten neue Generationen des Produkts iterieren und ist nicht auf Fertigungsfirmen mit langen Lieferzeiten angewiesen.
– Kostenstruktur von Anfang an immer mitrechnen, alles mit Angeboten hinterlegen und jede Einzelkomponente über 30-40 Cent dreimal hinterfragen ob man billigere Komponenten verwenden oder sie eventuell sogar ganz weglassen kann.

Wir bedanken uns bei Peter Honeder für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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