Vittal Ramakrishna: Glaub an dich

CrowdPouch-Gründer Vittal Ramakrishna sucht auf der herCAREER eine Mitgründerin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Vittal Ramakrishna: Ich bin Vittal Ramakrishna, Gründer der Crowdfunding-Plattform Crowdpouch. Crowdpouch ist die erste global ausgerichtete Crowdfunding-Plattform in Deutschland und seit Anfang des Monats live. Mit unserer Plattform erwecken wir Träume zum Leben, denn unser Ziel ist es, ein globales Crowdfunding-Ökosystem für Künstler, Tech-Innovatoren, grundsätzlichen alle Macher mit innovativen Projekten, zu werden. Wir möchten Projekten, die eine tolle Idee als Grundlage haben, über unsere Plattform das nötige Funding ermöglichen, damit sie auch realisiert werden können. Aber wir sind nicht „einfach nur“ eine Crowdfunding-Plattform. Pro zehn erfolgreich finanzierter Projekte unterstützen wir ein Kind in Indien mit Lebensmitteln, Kleidung und wir sorgen auch dafür, dass sie zur Schule gehen können.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Vittal Ramakrishna: Seit ich denken kann, hatte ich diesen „entrepreneurial Spirit“, also den Gründergeist, in mir. Vor acht Jahren dann habe ich zwei Startups in Indien gegründet, Chloe Technologies und Savy Software Solution, beide im IT-Umfeld. Allerdings waren beide nicht erfolgreich. Ich sehe diese Zeit jedoch nicht als Scheitern. Im Gegenteil, ich habe sehr viel gelernt. Da der Gründergeist nach wie vor da war, habe ich mich nun für einen neuen Start entschieden. Wie sagt es das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei?“ – dann sollte es mit Crowdpouch ja richtig gut funktionieren. Ich habe mich im Falle meines neuen Startups für eine Crowdfunding-Plattform entschieden, um anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, eine tolle Idee in die Realität umzusetzen. Dazu benötigt man in der Regel Geld und genau dieses möchte ich über Crowdpouch mithilfe der Community sammeln.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Vittal Ramakrishna: Der Faktor Zeit. Es ist immer zu wenig Zeit da. Ich habe allein mit der Idee angefangen und was sicher jeder Gründer kennt: Man hat eine Idee, man fängt an daran zu arbeiten und arbeitet auf ein Ziel hin und dann kommt immer wieder der Alltag dazwischen. Als Team ist das sicher anders, aber als Solopreneur ist man (zunächst) auf sich allein gestellt. Man diskutiert oft mit sich selbst (klingt komisch, machen aber sicher viele), man muss allein an der Idee weiterdenken, Entscheidungen treffen und auf Entwicklungen reagieren. Natürlich kann man Außenstehende um Rat fragen – und das sollte man auch – aber am Ende muss man das Projekt allein vorantreiben.

Was mir auf jeden Fall sehr geholfen hat: Meine Frau und Tochter waren immer bei mir und haben mich unterstützt. Und ich habe auch Unterstützung seitens der IHK bekommen, denn für mich als Ausländer ist es nicht immer einfach, mit den deutschen Verträgen und generell Regeln zurechtzukommen.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Vittal Ramakrishna: Definitiv, man muss starten. Ja, es ist viel Aufwand, an einem schon aktiven Projekt weiterzuarbeiten und ja, es gibt sicher oftmals einfachere Wege als den, den man eingeschlagen hat, aber wenn man einmal angefangen hat, macht man weiter. Man will ja schließlich sein Ziel erreichen. Aber jeder, der ein Unternehmen gründen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein: Die Idee ist nur der Startschuss. Die Ausführung ist der eigentliche Aufwand. Und dafür muss man den Willen haben, das Ziel zu erreichen und unendlich viel Leidenschaft für sein Projekt. Mir hilft es, zwischendurch kurz innezuhalten und mich darauf zu besinnen, warum ich das Projekt angefangen habe. Und ich folge einem Sprichwort „Quitters never win. Winners never quit”.

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Vittal Ramakrishna: Ich folge vielen Startup-Gruppen im Internet und Social Media und in einer der Gruppen habe ich über die herCAREER gelesen. Ich suche ganz bewusst nach einer Mitgründerin. Mein Ziel ist es, ein gleichwertiges Team aus Männern und Frauen zu bilden, denn ich habe mich immer für die Gleichstellung der Geschlechter eingesetzt. Und jetzt habe ich die Chance, es in die Praxis umzusetzen. In meinem eigenen Unternehmen.

Sie suchen auf der herCAREER eine Mitgründerin. Was sollte die Mitgründerin mitbringen?

Das würde ich gern in Stichpunkten zusammenfassen. Meine Mitgründerin bei Crowdpouch soll:

• Gemeinsam mit mir und dem Team die Zukunft von Crowdpouch gestalten und potentielle Investoren ansprechen
• Erfahrung im Marketing und/oder Digital Marketing mitbringen, um die Teams aufzubauen und zu führen
• Ein solides Netzwerk aufbauen und eine passende Wachstumsstrategie für das Unternehmen erstellen
• Ihre Fähigkeiten nutzen bzw. weiterentwickeln, die Sie zum Aufbau des Geschäftsmodells hat bzw. benötigt
• Den Wettbewerb analysieren und strategische Schritte für Crowdpouch empfehlen
• Bestehende Geschäftsbeziehungen pflegen und neue Beziehungen aufbauen
• Hand in Hand mit mir eine starke, integrierte und nachhaltige Organisation aufbauen
• Fließend Deutsch und Englisch sprechen

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich möchte mit Crowdpouch gern eine große Marke im Bereich Crowdfunding aufbauen, um mittel- bis langfristig so viele unterprivilegierte Kinder wie möglich zu unterstützen. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, den Jüngsten in meiner Heimat, die nichts haben, etwas zu geben, das ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Und darauf arbeite ich hin.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1. Glaub an dich.
2. Immer groß denken.
3. Nicht aufhören.

Wir bedanken uns bei Vittal Ramakrishna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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