Niemals aufgeben und immer an die Vision glauben

Unternehmen können mit Vitronity ihren Weg der digitalen Transformation konkretisieren und Virtual Reality und Künstliche Intelligenz mit einbeziehen

Stellen Sie sich und das Startup Vitronity doch kurz unseren Lesern vor!
Die Finanz- und Versicherungsbranche ist beim Thema Digitalisierung noch nicht so weit wie andere Branchen. Das zeigt der FinTech-Boom der letzten Jahre. Website, Apps und Bezahlsysteme sind nur ein paar Beispiele.
Hier möchten wir unterstützen und bei der digitalen Transformation „Entwicklungshilfe“ leisten. Im Vordergrund stehen bei uns insb. Virtual Reality Lösungen in der Kommunikation und Interaktion mit dem Kunden. In diesem Bereich haben wir bereits Erfahrungen und konnten einen ersten Prototyp entwickeln.

Aufgrund der eher konservativen Haltung bzgl. disruptiver Innovationen in der Branche, haben wir uns entschieden, auch im regulativen Bereich eine hilfreiche Lösung für Banken zu entwickeln. Mit Finocon stehen wir kurz vor der Live-Schaltung einer Anwendung, die Kreditinstitute bei der Dokumentationspflicht und bei der risikoorientierten Bewertung von Korrespondenzbankbeziehungen unterstützt (EU-Geldwäscheverordnung). Mit Finocon können Banken nicht nur die regulatorischen Anforderungen erfüllen, sondern gleichzeitig auch Prozesse verschlanken und automatisieren, so dass wertvolle Zeit gespart und diese wiederrum zur Weiterentwicklung der Digitalisierung genutzt werden kann.

Wie ist die Idee zu Vitronity entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Viktor: Goran und ich arbeiten im gleichen Finanzunternehmen im mittleren Management. Bei einem gemeinsamen Mittagessen hatte ich das Thema VR Bankberatung angesprochen. Nach einer kurzen, aber sehr erfolgreichen Brainstorming-Session nahm die Idee schnell Gestalt an.
Goran hat bei seinem vorherigen Arbeitgeber Marco kennengelernt und wusste, dass dieser ein Online-Game mitkreiert hat und dieses selbst hostet. Also ließ ein Treffen zu dritt nicht lange auf sich warten. Ein paar Wochen später saßen wir Drei dann schon in einem Stuttgarter Café und tüftelten an dem ersten Entwurf. Marco schwärmte uns von den Programmierfähigkeiten seines Freundes Danny vor, der sich sehr stark mit VR auskennt und schon ein paar Anwendungen programmiert hat.

Somit war für uns Drei klar, den brauchen wir, damit unser Team komplett ist. Dank Skype und mehreren Telkos nahm unsere Anwendung immer mehr Gestalt an. Da wir fast alle noch voll berufstätig sind, haben wir die Entwicklung auf die Abendstunden und das Wochenende geschoben. Zahlreiche Hackathons später war der erste Prototyp fertig.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Goran: Im Bereich Virtual Reality waren die Konkretisierung der Idee und die Auswahl der richtigen Instrumente für die Interaktion mit dem Benutzer nicht so einfach. VR hat einfach sehr viele neue Möglichkeiten gebracht, die über klassische Medien nicht funktionieren. Beispielsweise würde man in einer VR-Umgebung keine Powerpoint-Präsentation zeigen und durchklicken sondern die Präsentation durch Einbezug der Umgebung bereichern. Das war eine radikale Veränderung.

Viktor: Aufgrund des aktuellen Hypes Rund um das Thema VR wollten wir erste Investoren für die Idee entwickeln, jedoch waren diese für unsere Idee noch nicht bereit. Das Interesse war überschaubar, und wir hatten relativ schnell für uns entschieden, das ganze Projekt selber zu finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Vitronity?
Goran: Unsere Hauptzielgruppe sind Kreditinstitute, insb. für unsere RegTech-Anwendung: Finocon. Beim Thema VR setzen wir gemeinsam mit Kunden konkrete Projekte um und entwickeln unseren Prototypen weiter.

Welchen Service bieten Sie an?
Viktor: Neben unserer Virtual Reality-Anwendung für Banken haben wir eine Anwendung für ein großes, weltweit tätiges Facility Management Unternehmen programmiert und durften diese in New York vorstellen. Ebenfalls sind wir derzeit im Austausch mit einer großen gesetzlichen Krankenversicherung, um Anwendungsmöglichkeiten von VR zu identifizieren.
Wir bieten in diesem Bereich auch Workshops an. Unternehmen können mit unserer Unterstützung ihren Weg der digitalen Transformation konkretisieren und neue Innovationen wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz mit einbeziehen.

Goran: Mit Finocon unterstützen wir Kreditinstitute bei der risikoorientierten Bewertung ihrer weltweiten Korrespondenzbankbeziehungen. Die Art der Beziehung zwischen den Banken wird nach unterschiedlichen Kriterien bewertet und in eine Gesamtrisikobetrachtung übertragen. Relevante Dokumente für diese Bewertung werden zentral zur Verfügung gestellt oder bankindividuell hinterlegt. Finocon wurde durch uns entwickelt, um Banken die Möglichkeit zu geben, einen Teil der neuen EU-Geldwäscheverordnung, welche in 2018 in Kraft tritt, effizient und schnell umzusetzen.

Welche Vorteile bietet Vitronity? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Goran: Mit Finocon haben wir ein Produkt, welches so in dieser Art noch nicht auf dem Markt verfügbar ist. Insbesondere die Vervollständigung der konsolidierten Daten und Dokumente mit weiterführenden, risikorelevanten Informationen macht Finocon zu einem sehr interessanten Produkt für Banken, die insb. auch Auslandsgeschäfte abwickeln.

Vitronity, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Viktor: In fünf Jahren ist Vitronity die gefragte Anlaufstelle von VR/ AR Anwendungen für Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche. Wir werden sicherlich unterschiedliche Anwendungen für die Branche bereitstellen können um eine Erleichterung bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen zu erzielen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Beide:
Niemals aufgeben und immer an die Vision glauben
Das Team ist das Wichtigste
Nie ohne Business Plan inkl. Business Case starten

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Viktor und Goran für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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