Für die eigene Sache brennen!

Vitapio Lösung für Ressourcenplanung, Skillmanagement und für das Profilmanagement

Wie ist die Idee zu Vitapio entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Muhammed Bagriacik: Mikail und ich sind Brüder, daher war es mit dem Zusammenfinden ziemlich einfach. Als mir die Idee für Vitapio kam war ich freiberuflich tätiger SAP-Berater und Mikail arbeitete schon als selbstständiger Entwickler und koordinierte erfolgreich mehrere Web-Projekte. Wir kommen also beide aus der IT und haben während unserer Arbeit als Freelancer immer wieder feststellen müssen, dass das regelmäßige Aufbereiten unserer IT-Profile mit den detailliert beschriebenen Projekten viel zu zeitaufwendig ist. Vitapio bietet einen immensen Mehrwert für Freiberufler aus allen Bereichen und einen fast noch größeren Vorteil für Projektvermittler, Beratungshäuser und große Unternehmen.

Mikail Bagriacik: Es ist so: Die Projektvermittler rufen an und bitten darum, dass man sein eigenes Profil, den langen Projekt-Lebenslauf, auf den neusten Stand bringt und an sie per Mail schickt. Also, man wird darum gebeten, Schwerpunkte besonders zu betonen, bis die Vita haargenau auf die beim Vermittler vorliegende Kundenanfrage passt. Und, wie vermutlich alle anderen Menschen auch, haben wir beide das mit einem Standard-Textverarbeitungsprogramm gemacht. Dieses Vorgehen ist nicht nur zeitaufwändig und umständlich für alle Parteien, sondern, was mich als ITler besonders irritiert hat, alles andere als modern.

Muhammed Bagriacik: Ich glaube, jeder kennt es: Die Zeilen verspringen, die Formatierung wird zerschossen… Um genau das zu verbessern haben wir zuerst nur nach einem kleinen Tool gesucht…

Mikail Bagriacik: …und haben am Ende das Ganze selbst in die Hand genommen und eine komplette Portallösung inklusive CRM entwickelt, die jetzt nicht nur uns die Arbeit erleichtern kann, sondern allen anderen Menschen auch.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Muhammed Bagriacik: Wir haben Vitapio als selbstfinanziertes Tech-Startup in Bremen gegründet. Ohne Sponsoren oder Investoren im Hintergrund haben Mikail unser Team und ich Vitapio aufgebaut. Vor der offiziellen Gründung haben wir beiden Brüder über ein Jahr an der Systemarchitektur und dem Design gefeilt. Das haben wir aus eigener Tasche gestemmt, jetzt kommen die ersten Anfragen von möglichen Investoren herein.

Mikail Bagriacik: Das Ganze ist schon eine große, spannende Herausforderung. Und wir finden, dass alles Positive, was theoretisch möglich ist, auch in der Praxis möglich sein sollte.

Wer ist die Zielgruppe von Vitapio?
Muhammed Bagriacik: Für die Zielgruppen der Bewerber und Freelancer haben wir mehrere Optionen in petto: Wir bieten mit Vitapio Basic eine komplett und für immer kostenfreie Basis-Variante mit Grundfunktionen an. Vitapio Pro und Vitapio Premium sind zwei kostenpflichtige Pakete, die vom Funktionsumfang größer und durchschlagskräftiger sind, als unsere Basisversion. Insbesondere das CRM, in den kostenpflichtigen Paketen zur Verfügung steht, sollte für Freiberufler sehr interessant sein.

Mikail Bagriacik: Weitere Zielgruppen sind große Unternehmen, Beratungshäuser und Personalvermittler, die einen regelmäßigen Bedarf an Projektmitarbeitern haben oder versuchen, Kompetenzprofile mit den entsprechenden Kundenaufträgen zusammenzubringen. Im Bereich Profilmanagement hat tatsächlich die gesamte Branche die gleichen Schmerzen, für die wir mit Vitapio jetzt endlich eine Lösung auf den Markt gebracht haben.

Wie funktioniert Vitapio?
Muhammed Bagriacik: Vitapio ist ein zentraler Ort im Internet, bei dem alle Informationen zum eigenen beruflichen Lebenslauf, zu den eigenen Skills und Methodenkenntnissen und vielem mehr, gepflegt werden können. Interessierte Projektvermittler können dann in Vitapio suchen und die Profile anfragen. Am anderen Ende kann der Freelancer ganz granular entscheiden, wem er welche Informationen freischaltet. Ganz transparent mit Workflows, sehr sicher und ohne veraltete Profildaten.

Mikail Bagriacik: Es gibt also keinen Dokumenten-Dschungel mehr, bei dem man selbst kaum noch weiß, wer aus dem Netzwerk welches Dokument erhalten hat und welcher Ansprechpartner auf Vermittlerseite noch auf die Profilaktualisierung wartet. Damit räumt Vitapio komplett auf. Das, was früher Stunden gedauert hat, geht nun in Sekunden.

Welche Vorteile bietet Vitapio?
Mikail Bagriacik: Vitapio wurde sowohl für Unternehmen als auch für Einzelpersonen entwickelt, was auch unser Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt ist. Experten profitieren davon, weil sie mit Vitapio ihr Profil ohne Aufwand mit nur wenigen Klicks auf den neusten Stand bringen und somit leichter das für sie beste Projekt finden können. Für Beratungshäuser und Personalvermittler ist insbesondere das Automatisieren ihrer Prozesse interessant. Vitapio ist eine Lösung für Ressourcenplanung, Skillmanagement und natürlich für das Profilmanagement. Abgerundet wird Vitapio mit einem CRM, was sicherlich insbesondere für Freiberufler sehr interessant ist.

Muhammed Bagriacik: Vitapio beendet den Kampf mit Formatierungsproblemen, Medienbruch und unübersichtlichen Unterlagen. Dem Personalentscheider wird es jetzt leichtgemacht, die passenden Kandidaten auszuwählen, denn endlich sind die Profile vergleichbar strukturiert. Das Ergebnis ist mehr Zufriedenheit bei allen Parteien, denn sie sparen alle Zeit und können die gesparte Zeit sinniger investieren, als zuvor.

Vitapio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Muhammed Bagriacik: In fünf Jahren möchten wir mit Vitapio die erste Wahl für zentrales Profilmanagement sein und auch langfristig auch den Markt als Ganzes weiterentwickeln. Als Pioniere der innovativen Softwareentwicklung mit Mehrwert haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, eine einfache und stressfreie Vermittlung zwischen Unternehmen und Experten zu etablieren, bei der die Experten die bestmöglichen Projekte erhalten, die Vermittler mehr Umsatz generieren und den Entscheidern auf Kundenseite die Entscheidung für die richtigen Kandidaten erleichtert wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Muhammed Bagriacik: Zuerst braucht man Bereitschaft und echte Leidenschaft für das, was man tut, das muss ein angehender Gründer unbedingt mitbringen. Gerade in der Anfangsphase müssen Gründer ja häufig komplett auf ihre Freizeit verzichten, um ihre Idee voranzutreiben. Dafür muss man vor allem eines: Für die eigene Sache brennen!

Mikail Bagriacik: Außerdem sollte man mindestens einen Mitgründer haben, der einem selbst nicht zu ähnlich ist und dessen Kompetenzen die eigenen Kompetenzen gut ergänzen und abrunden. Dass man als Gründer sein Ego zur Seite schieben muss und nicht auf seiner Meinung beharren darf, sollte eigentlich auch selbstverständlich sein.

Muhammed Bagriacik: Wir haben gelernt: Sich jeden Tag selbst dazu zu bewegen, den zusätzlichen Schritt noch zu gehen, das führt am Ende zum Ziel. Also, ich fasse mal zusammen: Das richtige Gründungsteam ohne aufgeblähte Egos, echte, brennende Leidenschaft und Beharrlichkeit gepaart mit Selbstmotivation, das sind unsere drei Erfolgstipps für angehende Gründerinnen und Gründer.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Muhammed und Mikail Bagriacik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X