Virtuelle Büros für Jedermann

Ein Blogger, ein Globetrotter und ein Unternehmen berichten über ihre Erfahrungen

Flexibel statt traditionell – Mit Post-Scan-Services können Sendungen digitalisiert und weitergeleitet werden
Torsten Könning vom Online-Medaillenprägungsservice derTaler, Globetrotter Robert Janke und Bloggerin Mia Marjanovic über virtuelle Büros und deren Nutzen

Virtuelle Büros sind die Services der Zukunft. Mit einem kleinen Budget und in kürzester Zeit können Büros an allen möglichen Orten der Welt errichtet werden, ohne dass zusätzliches Personal dort die Geschäfte leitet. Doch nicht nur Unternehmer profitieren, auch Geschäftsreisende und Blogger können einige Vorteile für sich entdecken. ClevverMail-Gründer Sven Hecker hat mit seinem Startup diese Chancen erkannt: „Virtuelle Büros sind für Privatleute als auch Geschäftstätige gleichermaßen spannend, denn sie erlauben es von überall auf der Welt erreichbar zu sein.“ Am Beispiel des Medaillenprägungsservices derTaler GmbH, dem Globetrotter und Immobilien-Profi Robert Janke sowie der Fashion-Bloggerin Mia Marjanovic zeigen sich die unterschiedlichen Benefits von virtuellen Büros.

Aus einem regionalen Online-Münzprägungsservice wird ein Global Player
Als die Firma derTaler GmbH mit ihrem Online-Münzprägungsservice startete, wurde zunächst der deutsche Markt versorgt. Das Geschäft lief blendend, doch irgendwann strebte das Unternehmen nach mehr. Trotz guter Ertragslage war jedoch ein Präsenzbüro im Ausland kaum erschwinglich. „Personalaufwand und Büromiete waren zu diesem Zeitpunkt für mehrere Märkte gleichzeitig nur schwer zu stemmen“, gesteht Marketing- und Vertriebsleiter Torsten Könning. Um dennoch in allen bedeutenden Märkten aktiv zu sein, führte ihn der Weg hin zu virtuellen Büros. „Mit virtuellen Geschäftsadressen konnten wir zunächst die Internationalisierung in Frankreich, Italien und England kostengünstig vorantreiben. In einem weiteren Schritt wurden weitere Märkte wie die USA angegangen.“ Zusätzlich zur Adresse wurden lokale VoIP-Telefonnummern geschaltet, die über das heimische Berliner Büro von Muttersprachlern betreut werden. Rückwirkend schätzt Könning, die Entscheidung auf virtuelle Büros zu setzen als Glücksgriff ein. Er gibt aber gleichzeitig zu bedenken: „Eine umfassende Betreuung eines Unternehmens mittels virtueller Büro-Dienstleistungen wird auch durch unterschiedliche Zeitzonen erschwert, aber für Startups und gestandene Unternehmen sind sie ein ideales Mittel, um schnell international präsent zu sein.“

Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen
Ob im Home-Office oder am Strand – durch das Arbeiten ständig ans Büro gefesselt zu sein ist out und der Wunsch nach flexiblen Beschäftigungsmodellen groß. Robert Janke hat diese Art des Geldverdienens hinter sich gelassen, denn er ist ein Perpetual Traveler, er ist ein permanenter Tourist, der von allen Orten der Welt aus arbeitet. Als Inhaber und Geschäftsführer von RJ Consultancy Limited, einer internationalen Immobilien-Investment-Beratungsfirma, besitzt er kein Büro und regelt Geschäftliches mobil via E-Mail und Telefon. Bereits seit 2009 nutzt er virtuelle Geschäftsadressen und VoIP-Telefonnummern, zunächst in den USA, später auch in Deutschland und der Schweiz. „Ich bin ständig in neuen Ländern unterwegs, kann online auf alle Dokumente zugreifen und sie als PDF auf meinem Laptop sichern. Während Werbesendungen direkt in den Müll wandern, lasse ich mir wichtige Sendungen, wie beispielsweise Kreditkarten, einfach an meinen momentanen Aufenthaltsort nachsenden. Gute Erfahrungen habe ich in dieser Hinsicht bereits mit Virtual Post Mail, Swiss Post Box und ClevverMail gesammelt. Letzter bietet mir zudem, ein weltweites Netzwerk an hochwertigen Geschäftsadressen und eine integrierte Suchfunktion, sodass ich schnell meine Sendungseingänge überprüfen kann.“ Alles in allem hätten aber alle Anbieter ihre Vor- und Nachteile: „Letztendlich entscheiden die individuellen Bedürfnisse. Mittlerweile sind für mich virtuelle Büros beziehungsweise virtuelle Geschäftsadressen und VoIP-Telefonnummern im Alltag unverzichtbar geworden.“

Schluss mit der Werbeflut: Die Geschäftsadresse für das Blogger-Impressum
Seit knapp fünf Jahren hat Mia Marjanovic ihren eigenen Blog heylilahey und versorgt ihre Leser vorwiegend mit ihrem Fashion-Know-how. Doch auch Nachhaltigkeit, DIY und vegane Ernährung kommen als Themen nicht zu kurz. Dementsprechend breit gefächert ist auch ihre Zielgruppe. Täglich gehen zahlreiche Briefe und Pakete bei ihr ein: Von Lookbooks über Eventeinladungen bis zu Werbesendungen ist alles dabei. „Teilweise verlor ich den Überblick über meine eigene Post. Das lag vor allem daran, dass ich eine Adresse im Impressum angeben muss und mir zum Beispiel ungefragt zahlreiche Sendungen zugeschickt wurden „, sagt Mia Marjanovic. Seit kurzem nutzt auch sie eine virtuelle Geschäftsadresse, jedoch nicht im Ausland, sondern unweit von ihrer eigenen Wohnung in Berlin entfernt. Dadurch kann sie berufliche von privaten Sendungen trennen und freut sich über ein überschaubares Postfach. Ihren Blogger-Kollegen rät sie unbedingt zu virtuellen Geschäftsadressen „Ob auf dem Smartphone oder meinem eigenen PC, ich kann jederzeit meine Sendungen überprüfen und einsehen. In ein paar Monaten gehe ich auf Weltreise und werde dann noch stärker von einem solchen Service profitieren können.“

Bild: Quelle: Robert Janke / RJ Consultancy

Quelle Mashup Communications GmbH

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