Wenn ihr das erste Mal an Investoren denkt, dann ist es Zeit ganz schnell zu suchen.

viRaCube bringt Smart Home in den Garten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen viRaCube doch kurz unseren Lesern vor!
Das im Mai 2016 von Roland Grösslich und Alexander Lampret gegründete Smart Garden Unternehmen viRaTechnologies GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, Smart Home auch in den Garten zu bringen.
Roland Grösslich hatte die Idee zu viRaCube. Als Querdenker und vor dem Background des innovativen Vertriebsstrategen und Prozessoptimierers, übernimmt er den wirtschaftlichen Part der Unternehmensführung und ist aufgrund seiner jahrzehntelangen Vertriebserfahrung für den Bereich Sales verantwortlich.
Alexander Lampret wurde die Faszination zur Technik bereits in die Wiege gelegt. Seitdem ist sie ständiger Wegbegleiter und war wesentlicher Bestandteil seiner Ausbildung und Berufswahl. Die technischen Entwicklungen entspringen seiner Feder. Daher übernimmt er den technischen Part als CTO im Unternehmen.

Wie ist die Idee zu viRaCube entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand wie so vieles aus einem Zufall. Rolands Lebensgefährtin hatte letzten Sommer einen Kreuzbandriss und konnte nur mit Krücken gehen. An einem der wenigen Regentage bewässerte die Gartenbewässerung trotzdem und sie konnte mit den Krücken nicht in den Garten um sie abzudrehen. Auf die Frage, warum sie das halbe Haus, aber nicht den Garten via Smartphone steuern kann, wusste Roland keine Antwort…
Nach der Ausarbeitung erster Ideen, gab es im September das Kickoff mit Alexander. Die Beiden kennen sich seit vielen Jahren aufgrund Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit beim Roten Kreuz.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bisher sind wir ausschließlich eigenfinanziert. Das ist dann auch gleich die größte Herausforderung. Ohne aktives und intensives Netzwerken in der Startup-Szene, aber auch darüber hinaus in der „oldeconomy“ wäre ein Projekt wie unseres nicht umsetzbar. So gesehen ist es wichtig, dass ein Hardware-Startup nicht nur aus Technikern besteht – um erfolgreich zu sein, braucht es den gesunden Mix an Skills im Unternehmen.
Natürlich gibt es darüber hinaus auch unzählige technische Herausforderungen – ob in der Entwicklung, oder in der Beschaffung und Produktion. Aber aus jeder Herausforderung die wir gemeistert haben, haben wir irrsinnig viel gelernt und gehen mit einem Mehrwissen in die nächsten Gespräche und Entwicklungen.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Da gibt es mehrere Gründe:
• einem jungen Unternehmen wird es nahezu unmöglich gemacht bei einer Bank zu Geld zu bekommen.
• Crowdfunding ist darüber hinaus weit mehr als eine Finanzierungsplattform – sie dient ebenso dem Marketing und der Marktforschung

Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Wir haben die Möglichkeit einer globalen Kundenbefragung
kommen unsere Produkte an?
passt der Preis?
passt das Design?
haben wir etwas in der Entwicklung vergessen?
• Wir sehen, in welchen Ländern Bedarf besteht. Somit können wir reagieren, falls ein Land auftaucht, das wir nicht am Radar haben.
• Wir können mit dieser Art von pre-Sales unsere Liquidität und Bonität erhöhen. Das ermöglicht auch den Zugang zu neuen Fördertöpfen.

Warum sollte man viRaCube unterstützen?
viRaCube ist die erste Gartenbewässerung die nicht nur Batterien vermeidet, sondern die Dank ausgeklügelter Sensoren und eines neuentwickelten Algorithmus den Pflanzen nur dann Wasser gibt, wenn diese es benötigen. Wir sind der Meinung, dass es schön langsam Zeit wird, dass wir nur die Ressourcen verwenden, die wirklich notwendig sind.
Darüber hinaus ist viRaCube so einfach zu bedienen, dass das wirklich jeder kann!

Was sind die ersten Schritten, nach erfolgreicher Finanzierung?
Wir sind eben im Finale einer ersten Business Angel Runde. In Ergänzung mit der Kickstarter-Kampagne haben wir somit einen soliden finanziellen Grundstock geschaffen der es uns ermöglicht, die Produktion zu beauftragen, die Marke aufzubauen und somit im Frühjahr 2017 in den Handel zu gehen.

Wer ist die Zielgruppe von viRaCube?
Im B2C Bereich sprechen wir die technikaffinen „Do ityourself“ Hobbygärtner und Eigenheimbesitzer an, die nach nachhaltigen, zeitsparenden und effizienten Wegen zur Pflege ihrer Gartenflächen suchen. Hier legen wir daher einen besonderen Fokus auf Haushalte bis 45 Jahre, die mitten im Berufsleben stehen.
Die Marktgröße für unsere Smart Garden Lösung umfasst nicht nur 1,7 Millionen Haushalte in Österreich, sondern auch rund 14 Millionen Haushalte in Deutschland, 1,8 Millionen Gartenbesitzer in der Schweiz und rund 2 Millionen in der Slowakei. Insgesamt können wir unsere Produkte also allein in DACH rund 20 Millionen Haushalten mit eigenem Garten anbieten. Wir gehen davon aus, dass zumindest 50% davon junge Familien bzw. technikaffine Personen sind, die für innovative Lösungen offen sind. Daher identifizieren wir als unseren relevanten Markt etwa 10 Millionen Haushalte im DACH Raum. Ausgehend von der Annahme einer eBay Studie über die Ausgaben der Gartenbesitzer, ergibt sich daraus ein für uns relevantes Gesamtmarktvolumen von rund 3 Milliarden EUR allein im DACH Raum.
Hinzu kommen in einem zweiten Schritt Einnahmen aus dem Projektgeschäft für Landschaftsgärtner und Großkunden wie Kommunen, große Unternehmen, Golfplätze oder andere Freizeiteinrichtungen. Um eine qualitative Entwicklung des Unternehmens garantieren zu können, wird das Projektgeschäft für 2018 hintangestellt. Nach Maßgabe der Ressourcen kann in 2017 ein Entwicklungsprojekt aus dem Bereich Beherbergungsbetriebe gestartet werden.

Wie funktioniert viRaCube?
viRaCube schafft es mit vier Komponenten die ideale Wasserzufuhr für den Garten zu gewähren.
Mittels einer App ist es jederzeit möglich, den Zustand des Gartens zu kontrollieren sowie das Bewässerungssystem je nach persönlichen Bedürfnissen von überall aus optimal anzupassen. Benachrichtigungen ermöglichen es, einen permanenten Überblick über das eigene Grün zu bewahren. Nachhaltigkeit ist einer der essentiellen Faktoren von viRaCube, deshalb werden alle Geräte im Freien mit Solarenergie versorgt und tragen somit einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Batteriemüll bei. Für die optimale Regulierung der Wasserzufuhr sorgt das Ventil. Die Sensoren messen Bodenfeuchtigkeit, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Temperatur, um somit die wichtigsten Informationen bereitzustellen. Diese vier Komponenten sind über Funk miteinander verbunden. Für viRaCube ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen maßgeblich.

viRaCube, wogeht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die Ausrichtung der viRaTechnologies GmbH dient der Entwicklungeiner relevanten und nachhaltigen Marktposition im Bereich „smart garden“ und der damit einhergehenden Themen- und Technologieführerschaft in diesem Bereich.
Langfristig soll viRaCube erfolgreich in den EMEA Raum expandieren und zu dem führenden Anbieter im Bereich „smart garden“ heranwachsen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• besorgt Euch ganz früh externe Freelancer die für Eure Idee brennen und die Euer Baby in deren Fachgebieten mitentwickeln (Designer, Fotografen, …)
• Wenn ihr das erste Mal an Investoren denkt, dann ist es Zeit ganz schnell zu suchen. Es dauert nämlich garantiert viel länger, als Ihr denkt.
• verdoppelt Eure Zeitspannen in der Planung – niemand außer Euch kann Euer Tempo gehen.

Wir bedanken uns bei Roland Grösslich und Alexander Lampret für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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