Sich Hilfe suchen, wenn man nicht weiterkommt

Die Vetzgerei pflanzliche Hausmannskost: bio und frisch

Stellen Sie sich und das Startup Die Vetzgerei kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Paul und Sarah Pollinger von der Vetzgerei und machen rein pflanzliche Hausmannskost. Alles bio, alles frisch.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Sarah hat es damals genervt, dass man als Veganer meist hochverarbeitete Industrieprodukte kaufen muss, wenn man etwas anderes als Obst und Gemüse haben möchte. Und oft sind die dann nicht einmal in Bio-Qualität.

Da hatte Sarah die Ideen eine Laden zu machen, in dem man frische Hausmannskost ohne seltsame Zusätze bekommt.

Und dass die Vetzgerei ausschließlich mit Bio-Zutaten arbeitet, war auch von Anfang an klar.

Welche Vision steckt hinter Die Vetzgerei?
Unsere Idee war immer, ein Geschäft für den regelmäßigen Lebensmitteleinkauf zu sein. Kein veganer Hype-Laden und kein Szene-Imbiss oder sowas. Die Leute im Kiez sollen zu uns kommen, weil es ihnen schmeckt. Nicht weil es vegan ist oder gerade angesagt. Und das haben wir glücklicherweise auch geschafft. Viele Vetzgerei-Kunden sind keine Veganer; manche nicht mal Vegetarierer. Wir erreichen Menschen, die einfach Lust auf gutes Essen haben und dabei auch auf Nachhaltigkeit Wert legen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir hatten das Glück einen Investor zu finden, der die Idee genau so super fand, wie wir. Ohne ihn hätten wir das Projekt “Vetzgerei” auch nicht stemmen können.

Die größten Herausforderungen waren auf jeden Fall die ganzen Ämter, an die wir denken mussten. Jeder will mitreden und die Sachbearbeiter hatten oft auch keine Ahnung, wie sie uns kategorisieren sollen. Wir sind kein Metzger, aber auch keine Salatbar.

Da kommen so Fragen auf, wie: Bei wieviel Grad kühlt man eigentlich vegane Aufschnitte ohne Konservierungsstoffe, die nicht eingeschweißt sind?

Wer ist die Zielgruppe von Die Vetzgerei?
Jeder der Lust auf gutes Essen hat und es eher deftig als fein mag.

Welche Produkte findet man in Die Vetzgerei? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegen die Vorteile?
Wir haben Beißer – man könnte auch Würstchen sagen, machen wir aber nicht – und Aufschnitte. Außerdem klassische Salate, wie zum Beispiel Kartoffelsalat. Des Weiteren bieten wir jeden Tag zwischen fünf und acht Mittagstische an. Einer unserer Bestseller ist beispielsweise “Wie bei Vati: Eine Seitan-Frikadelle mit Kartoffelsalat und hausgemachter BBQ-Sauce.

Uns unterscheidet vor allem der Geschmack und die Frische.

Unsere Mitbewerber bieten entweder Industrieware an oder ihre Produkte schmecken einfach nicht. Beides keine guten Argumente sich vegan zu ernähren.

Wie ist das Feedback?
Sehr gut. Die meisten Kunden kommen wieder und für einige umliegenden Unternehmen sind wir der feste Ort fürs Mittagessen. Das freut uns sehr.

Die Vetzgerei, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Laut Businessplan haben wir in den nächsten fünf Jahren drei weitere Filialen. Eine in Hamburg, eine in München und eine in Wien. Es wäre natürlich großartig, wenn das klappt.

Aber Businesspläne sind ja bekanntermaßen lebende Konstrukte. Wer weiß, was noch kommt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Einfach machen
2. Sich Hilfe suchen, wenn man nicht weiterkommt oder ein anderer es besser kann
3. Nicht allzu traurig sein, wenn es nicht klappt

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Paul und Sarah Pollinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X